Nachtrag 12/2007: Vieles korrigiert, müßte noch ein paar neue hinzufügen…
Wochenlang löchert mich die Monika, ich solle doch endlich mal eine Liste meiner Lieblingslokale zusammenstellen, jetzt hat sie sich einen - doch vermutlich viel kompetenteren - Restaurantführer auf zwei Beinen geangelt, ich will es hier aber trotzdem einmal versuchen. Alle hier aufgeführten Lokale halten sich preislich sehr im Rahmen, sind meist recht gemütlich, und bieten alle super Essen. Die Liste ist jetzt (Dez.00) nur ein Anfang, natürlich gibt es noch eine Menge weiterer empfehlenswerter Lokale, aber ich muß jetzt auch noch andere Dinge tun. Wird noch ergänzt
Kleine Übersetzung aus den hier gebräuchlichen Sprachen, um Verwirrungen zu vermeiden: “café” oder “bar” heißt Kneipe. “salon de thé” und “koffiehuis” heißt Café. “terasse” heißt, man kann draußen sitzen, also etwa Straßen- oder Gartencafé, aber auch Restaurants können so etwas haben. In “restaurants” ist es wie bei uns nicht gern gesehen, wenn man nur etwas trinken will. “brasserie” oder “eetcafé” zeigt dagegen an, daß man eine Mischung aus Kneipe und Restaurant vor sich hat, und sowohl einfach nur einen Trinken als auch (häufig in guter Restaurantqualität) eine kleine Speisekarte zur Auswahl hat. “fritkot” ist ‘ne Frittenbude, in die meisten Kneipen um eine Frittenbude herum, die nicht selber etwas zum Essen anbieten, kann man die Fritten mitbringen (vorher fragen!). “Pide Salonu” ist eine Art türkische Brasserie, ein Zwischending zwischen Imbißstube und Restaurant.
Vielleicht stimt es tatsächlich, daß auswärts Essen hier etwas teurer ist als in Deutschland, insbesondere im billigsten Preissegment. Hier habe ich Lokale aufgeführt, bei denen man meistens ein Hauptgericht für 5-10 Euro bekommt. Man sollte beim Vergleich auch beachten, daß die in Deutschland üblichen 10% Trinkgeld hier nicht auf den ausgeschrieben Preis aufgeschlagen werden müssen, man legt in Belgien nur ein paar Groschen auf den Tisch, vielleicht 50 Eurocents oder einen Euro. 50 Eurocents Trinkgeld sind allerdings in der Disco (beim Herausgehen an den Türsteher) und im Kino (die Kartenabreißerin bekommt sonst kein Gehalt!!) fällig. Auf jeden Fall entschädigen die niedrigen Brüsseler Getränkepreise für die etwas teureren Gerichte. Hier kostet eine Cola meist noch 1,25 Euro.
1) Innenstadt
zum Ausruhen vom Einkaufen und schnell was zu Mittag essen: Le Corbeau (etwas teurer), Rue St. Michel, Brüsseler Traditionsbrasserie, weniger als 20m von der Rue Neuve, also mitten im Trubel. Steak bearnaise (maison!) ausprobieren… In der Zwischenzeit hatten wir mehr als einmal beim Corbeau schlechte Überraschungen mit den Küchenzeiten erlebt - ohne uns sich erschließendes System ist die Küche häufig geschlossen, wenn man gerade etwas essen will.
Das Straßencafé vom Au St. Hic, Place Rouppe, (Tram 23,52,55,56,81 “Anneessens”, Bus 118,HL,LK,LN,RH “Rouppe”) - innen zu verraucht, aber draußen super. Immer noch mitten im Zentrum aber Oase der Ruhe, bietet zumindest eine gute scharfe “Bolo”, Spaghetti Bolognese. Nett auch das flämische Gemeinschaftszentrum De Markten (wenn Ihr kein Niederländisch sprecht, versucht es eher auf deutsch oder englisch denn auf französisch… :-)). Als Kneipen zum draußen sitzen sollten noch die Pioniere des Metiers genannt werden: Le Soleil, Ecke Rue de Grandes Carmes/Rue du Marché au Charbon und Zebra, Place St.Gèry. Viel schöner ist es aber auf dem Place de la Liberté im Viertel Notre Dame de Neige, hinter dem belgischen Parlament - mehrere Cafés mit Tischen draußen unter Bäumen. Wir sind immer in dem links außen, das hat allerdings auch unterdessen Besitzer und Speisekarte gewechselt…
Eine Riesenauswahl an hervorragenden vegetarischen Quiches und Gemüse-”tartes” bietet L’Arcadi, Rue d’Arenberg, direkt am Ausgang der Galerie St. Hubert (Bus 29,60,65,66,71 “Arenberg”). Das Lokal wurde irgendwann stark vergrößert, man findet trotzdem nicht viel leichter einen Tisch - und die Organisation der Bedienung hält mit der Vergrößerung leider nicht Schritt. Erst wieder zu empfehlen, wenn die Bedienung sich eingespielt hat, wir haben schon mal eine Dreiviertelstunde gewartet, nur um bestellen zu dürfen!
Wer wie die meisten Belgier mittags einen Sandwich sucht, kann mit etwas Geduld beim Schlangestehen im Au Suisse am Bd. Anspach, schräg gegenüber von der Börse sicher auf seine Kosten kommen.
So unendlich viele schöne Straßencafés es gibt in Brüssel, so eng wird die Auswahl dann leider im Winter, wenn man als Nichtraucher in den meisten Etablissements erstickt wird… Trotzdem zu nennen wären Le papier de la feuille dorée, Rue des Alexiens in der Innenstadt (SNCB und Bus 20,48,118,HL,LK,LN,RH “Chapelle”) und das (trotz Touristen nette) A la becasse, in einer namenlosen sehr schmalen Seitengasse, Rue Tabora 11, wo es - seltene Spezialität - frisches Lambic-Bier (dessen Gärprozeß nicht gestoppt wurde, weshalb es sich nicht lange hält) aus Tonkrügen gibt. Auf der anderen Seite der Börse das Fritkot ist recht gut, drei Häuser rechts neben dem Fritkot einer der wenigen Orte, wo man schon vor Mitternacht tanzen kann, ein auf Kuba gemachtes Salsalokal: Monte Christo.
Von den vielen Lokalen in der Innenstadt fällt mir ein netter Vietnamese ein, , Da Kao in der Rue Van Artevelde - gibt auch noch zahlreiche andere im Viertel, Vietnamesen und Chinesen bieten meistens ein sehr günstiges täglich wechslendes Mittagsgericht an. Dazu ein einfaches peruanisches Lokal, Dimension Latina, Rue du Midi 94, schräg gegenüber vom Antiquariat Evasion, leider fast ohne Heinzung, dafür mit einer Art Webseite… Unser Lieblingsitaliener in der Innenstadt ist das Mirante in der Rue Plattesteen 13, etwas schicker, sehr klein und voll - früh kommen, Reservierung unmöglich… (Bus 34,48,95,96 “Plattesteen”).
2) Marollen
In der Nähe des Place du Jeu de Balle, mit dem Flohmarkt kombinierbar: das Sozial-Kunst-Projekt Recyclart, im Bahnhof La Chapelle, Rue des Ursulines 25 (nette kleine Karte, wochenends und abends leider geschlossen), (SNCB, Bus 20,48,118,HL,LK,LN,RH “Chapelle”). Im Winter à volonté echt schweizer Racletten essen? Le Refuge des Grisons, Rue Haute, Ecke Rue Stevens, allerdings schon etwas teurer. Direkt nebenan noch ein nettes Lokal, [Name vergessen], mit guten Salaten (Bus 20,48 “Chapelle”).
3) St.Josse
Arts-Bouff, im Loft-Arts, Rue de la Charité, nette Auswahl an Quiches und Lasagnes (Metro 2 und Bus 29,63,65,66 “Madou”, Metro 1A,1B,2 “Arts-Loi”) und Palais des Delices, Place St. Josse (Bus 29,59,63 St.Josse), gemütliches marrokkanisches Teehaus, inzwischen wieder warme Gerichte, aber nicht mehr in überzeugenden Portionen. Die Gebäckauswahl ist aber sehr groß.
4) Watermael-Boitsfort
Das atmosphärisch vielleicht netteste Lokal der ganzen Stadt ist das Psylophon, weit draußen in Boitsfort, Rue de l’Hospice Communal 90, Ecke Rue des Garennes (Tram 94 und Bus 41,42,95 “Wiener”). Gemischte Karte aus belgischen und exotischen Gerichten. Die ganze Straße ist sehenswert. Die Läden sind so wohnlich und die Wohnungen so offen, daß man beide von der Dekoration her nur schwer unterscheiden kann…
5) Schaerbeek
Wir wollen natürlich unsere früheren Nachbarn nicht vergessen, der allerdings leider nur nachmittags geöffnet hat: Glacier Cocozza, Av. des Azalées 8 (Bus 66 “Azalées”; www.cocozza.be). Im Park sind im Sommer darüberhinaus noch die Terassen zweier sehenswerte Cafés von Schützenvereinen, deren Interieurs seit Jahrzehnten nicht mehr angetastet wurden, das Café der “Société Monplaisir” wurde kürzlich von mehreren Frauen übernommen und bietet seitdem eine lange Karte “Petite restauration” an - und das im Park!! Die Sebastiansgilde (seit 1565!) und der Minigolf servieren nur Getränke. (Bus 66 “Azalées”). Mit Blick auf Park, inzwischen wieder auf mit guter Küche: Le Central Parc, ebenfalls Av. des Azalées. Weiter geht’s mit dem Straßencafé vom St.Hubert auf dem Place des Chasseurs Ardennais (früher drinnen ein bißchen zu altbacken, jetzt eher das Gegenteil; Bus 61 “Chasseurs Ardennais”).
Eine ganz nette italienische Pizzeria ist das Adria, Av.Chazal in Schaerbeek (Bus 29,54,61,106,107,108,110,359 “Dailly”. Um Ecke, Place Dailly, jetzt eine nette und sehr gute Brasserie Le Pot d’Etain, allerdings ist uns inzwischen passiert, daß man zu stark gesalzt hat… am Square Riga (Tram 55 “Helmet”) eine hervorragende neue Pizzeria Margherita, Av. Huart Hamoir 150, Tel. 02/2427779, www.pizza-margherita.be.tf - der Clou: Endlich ein Pizzaservice der GUTE Pizzas vorbeibringt!!
Gleich “um Ecke” ist die türkische Freßmeile von Schaerbeek und St.Josse, der Chaussee de Haecht. Vom Dönerladen bis zum Edelrestaurant mit Bauchtanz ist alles da. Wir ziehen die Pizzeria Koçak vor, nah der Eglise Royal Ste. Marie. (Bus 65,66 “Olivier”, Tram 92,93,94, Bus BM,BK,BH,BZ “Ste.Marie”). Dort Pidé Chef bestellen. Auf der anderen Straßenseite ist ein sehr gutes und gemütliches türkisches Restaurant mit weit mehr als nur Pide: Sahbaz, Ch. de Haecht 102. Die besten Dürüms (erinnert an die deutschen Lahmacums/türk.Pizza ohne Belag, in die das eingerollt wird, was man sonst im Döner erwartet - plus, als Belgien-Touch, einige Fritten) gibt es bei Dag an der Avenue Rogier (Tram 90, Bus 59,358 “Coteaux/Wijnheuvelen). Den besten Döner von Brüssel gibt es bei Snack Pacha in der Rue Goossens am Place Pogge (Tram 92,93 “Pogge”, Bus 58,BH,BM,BZ “Collignon”), der Laden wird von einer sympathischen mazedonisch-albanischen Familie geschmissen und im Gegensatz zum Rest von Brüssel, wo man als “Pitta” mickerige Minilabberdöner bekommt, sind die hier riesig und in richtigem Fladenbrot, so wie wir das aus Deutschland kennen…
6) Uccle
Das Brüsseler Traditionseiscafé ist Glacier Zizi, vielleicht schon wegen des anzüglichen Namens. Mädchen mit weißen Rüschenschürzen balancieren große Eisbecherkreationen. Es ist weit draußen in Uccle, Rue de la Mutualité 57 (Ecke Rue Vanderkindere) (Tram 23,90,91,92 “Vanderkindere”).
Bei einem Streifzug durch uns unbekannte Viertel sind wir neulich in der Rue Edith Cavell 113 in Uccle (Bus 60 “Langeveld”) auf ein Touch and Go gestoßen, das scheint eine rasch wachsende Kette mit Lokalen in verschiedenen belgischen Städten zu sein, in Brüssel haben die offenbar schon vier Läden und wir entdecken die erst jetzt… Sehr junges Publikum, nett aufgemacht, mit Tischen vollgepropfter Garten, Pittas und Salate à la carte.
7) St. Gilles
In St. Gilles gibt es an der “Barrière” (Tram 18,81,82) in der Av.du Parc ein super schnuckeliges bulgarisches Restaurant, die Kocharta und auf dem “Parvis St. Gilles” (Tram 23,55,90) eine nette Art-Deco-Brasserie: Verschueren. Zwei volkstümliche griechische Lokale finden sich in der Rue de l’Argone einen Steinwurf vom Südbahnhof: “Athènes” und “Athanas”. Man sucht sich das - natürlich sehr gute - Essen in der Küche im Kochtopf aus und bekommt es dann zum Platz gebracht.
Am Friedhof von Ixelles
Eine ganze Reihe netter Lokale finden sich rund um den Eingang zum Friedhof von Ixelles und in der Chaussee de Bondael (Uni-Viertel, Bus 71,72,95,96 “Cimitière d’Ixelles”). In der letzteren eine ganze Reihe Vietnamesen. Zum tagsüber ‘was kleines essen sehr gemütlich Le Matin du Marché, Av. de l’Université 36 (Achtung, unterschiedliche Preise zum Mitnehmen oder dort verzehren!). La Becasse, Ch. de Bondael 476 mit sehr gemischtem Publikum und großem Nichtraucherteil (vom Eingang links) macht hervorragende überbackene Zwiebelsuppe…
9) Europaviertel
Am Rande des Europaviertels unser Favorit: “Chez Max”, mit seinem superguten, reichhaltigem “Salade tiéde de Max”, Ecke Rue de Pavie, Rue Charles Quint (Bus 29 Clovis).
Ach so, beinahe hätte ich es vergessen, aber das wissen die meisten sowieso schon: Die angeblich besten, auf jeden Fall sehr guten Pommes gibt es Chez Antoine, mitten auf dem Place Jourdan (mein Tip: Sauce Chinoise piquant oder Sauce Quatre Poivre) - mit den Fritten in der Hand geht’s Chez Bernard gegenüber, um sie dort gemütlich im Sitzen zu essen und etwas dazu zu trinken. Mache ich inzwischen nur noch im Sommer, bin von den vielen rauchfreien Restaurants (2007) inzwischen zu verwöhnt, um mir das da noch anzutun…
In Ixelles gibt es hinter der Porte de Namur in der Chaussee de Wavre und der Chaussee d’Ixelles einen Haufen von Lokalen zum Ausprobieren, zur Hälfte voll mit Eurokraten, zur Hälfte mit Kongolesen, schön getrennt… An der Ecke Ch. de Wavre/Rue de la longue vie ist ein Pakistaner, [Name vergessen], eigentlich mehr ein Gemischwarenladen, der aber auch an zwei Tischchen scharfe pakistanische Gerichte serviert - unbedingt 1l Wasser mitbestellen! An der Stelle, wo die Chaussee de Wavre einen Knick macht um auf die Rue de Trone zuzulaufen (bus 34, 38, 60, 81, 95, 96 “Parnasse”), hat ein Iraner einen Laden aufgemacht (”Beermania”), in dem es alle 450 handwerklich hergestellten belgischen Biere zu kaufen gibt, und der vor einiger Zeit um ein Café erweitert wurde. Der Inhaber berät Euch für sein Leben gern bei der Auswahl des richtigen Bieres. Er scheint sogar etwas zu essen anzubieten.
Im “In”-Viertel hinter der Porte de Namur gefällt mir am besten der etwas schickere Tea Room [Name vergessen] in der Rue St. Bonifaz…
10) Woluwe-St.Lambert
Das Pré aux sources an der Ecke Place St. Lambert, Rue St. Lambert ist auch sehr nett, wenn man mal das Viertel wechseln möchte (Bus 28, 42 “Voot”), ist auch drinnen nett, und die Speisekarte listet gleich mehrere leckere warme Salate.
11) Jette
Einmal in Jette sollte man auf keinen Fall das Café des Museums Atelier 140 verpassen (Bus 13 “Le Roux”). Museum wie Café werden von dem Polen Wodek unterhalten, der hier Kultur in eine ansonsten verschlafene Ecke der Stadt bringt. Am besten im Sommer, wenn Wodek sein Sofa auf die Straße stellt. Das Chalet Normand am Ende der Av. du Laerbeek ist ein altes Ausflugslokal mit Blick auf Wiese und Wald in der hintersten Ecke von Brüssel, linke Hälfte Selbstbedienung, rechts Brasserie - Einmalig an Sommerabenden, man wähnt sich weit weg (mehr als 10 min. Fußweg vom nächsten Bus: 84, 87 “Veroost” oder 13, 14, 53, 84, 221 “AZ-VUB”).
12) Ganshoren
Der Garten vom Pirate Grec, Rue Léopold Demesmaecker 22-24 (Bus 87 “Sorensen” + Fußweg), grenzt direkt an die Felder, man hört im Sommer die Grillen zirpen, leider ist das Essen nicht ganz so gut wie der Eindruck am anderen Ende Europas gelandet zu sein…
13) Berchem-St.Agathe
Man läuft leicht dran vorbei, aber die Bäckerei Baguetti, Av. Josse Goffin 232 (Tram 19, Bus 20 “Goffin”, hat einen schnuckeligen Garten nach hinten raus und bietet reichlich Auswahl an Sandwiches und kleinen Snacks.
14) Anderlecht
Am Anfang der Rue de Porcelaine, direkt an der Kirche St.Guido (Metro 1B, Tram 56, Bus 46, 49, 116, 117, 118, LN “St.Guido”) liegt eine Taverne namens Les Treteaux, die haben bei schönem Wetter ein schönes Gartencafé unter den Bäumen, mit Blick auf die Kirche. Die Karte ist kurz, die Küche aber sehr gut.
Leider inzwischen geschlossen:
… Inzwischen ist ein tolles Café (Nachmittags)/Restaurant (Mittags) hinzugekommen: Le Thé au Harem d’Archi Ahmed (Le Théorème d’Archimède), Ch. de Louvain 54, (Bus 29,59,63 St.Josse). Gegessen haben wir da noch nicht, aber in dem hohen hellen Raum inmitten von Antiquitäten Platz zu nehmen, die Portraits der Haremsdamen zu betrachten, ist einfach sehr nett. Es fehlt nur noch ein Stapel Zeitungen und man wähnt sich in einem österreichischen Kafféehaus. Nur noch Restaurant und mit inzwischen lächerlich hohen Preisen. Nicht mehr zu empfehlen.
… Nicht weit davon gibt es das Eiscafé Dolce Caffé, Rue Royale St. Marie, Metro 2 und Tram 92,93,94 etc. “Botanique”), die auch andere Sachen als Eis auf der Karte haben, allerdings zu gehobeneren Preisen, und wir waren noch nie vor 23 Uhr da, und das ist ja schließlich die Stunde, um im offenen Schaufenster sitzend Eis zu essen, oder? Aus dem Eiscafé für Nachtschwärmer wurde ein langweiliges Restaurant, dasselbe inzwischen auch schon Jahren geschlossen …
… Dann sehr schön im Sommer der kleine namenlose Stand mitten im Parc de Bruxelles. (Bauarbeiten, jetzt ersetzt worden duch ein hippes Ding, das nicht so richtig überzeugen kann)
… Boulangerie Chapelle, Rue Haute 146, eine schön gekachelte Sandwichbar. Inzwischen teuereres Restaurant unter komplett anderem Design.
… sollte mal beim Matin Français, Galerie Ravenstein, vorbeischauen. Da gibt es die besten Sandwiches der Innenstadt. Nicht von der langen Schlange abschrecken lassen, es geht ruckzuck. Am besten den Sandwich einpacken lassen, die Galerie nach oben hin durchqueren, geradeaus den Berg rauf, im Warandepark/Parc de Bruxelles links auf die Bänke vor dem Konzertpavillon in die Sonne setzen. Mein Favorit: Baguette gris Parme-tomates-Mozarella. Auch schon lange dicht
… In der Rue de Laeken, Ecke Rue du Beguinage befindet sich das gigantische Centro Gallego/La Tentation in einem früheren Miederwarenladen. Hier gibt es häufig Konzerte, auf der Galerie befindet sich auch ein Restaurant, das wir allerdings wegen miserablem Service nicht empfehlen können - aber unten einen trinken gehen ist genial! Gibt es zwar noch, aber um das Resto mit dem schlechten Service und seine kommerziellen Aktivitäten zu fördern, hat der Eigentümer den Verein herausgeschmissen, der für das bunte Kulturprogramm verantwortlich war.
… Die Straßencafés von Le Beguinage, Place du Beguinage (Bus 38 “Beguinage”) und … hatte jahrelang eine längere, ansprechende Karte, dann trank die Chefin leider zuviel, es wurde nicht mehr gekocht, heute wieder eröffnet, aber schick und teuer.
… Le Postier, Rue Fossé aux Loups … Der Postier hat unterdessen sein Design überarbeitet und viel an Gemütlichkeit verloren. …
… das Petit Chou de Bruxelles in der Rue du Vieux Marché aux Graines (super zum Draußen sitzen, gute belgische Küche, allerdings selten so langsame Kellner gesehen) … - Unterdessen zu häufig schlecht undüberteuert da gegessen: Nicht mehr zu empfehlen!
In der Straße in der wir früher gewohnt haben empfehlen wir noch die Little Tavern, Ecke Av. des Azalées / Av. Paul Deschanel … Name geändert, zu teuer geworden, und das Straßencafé in Glasplatten eingepackt!
Die netteste Kneipe von Schaerbeek ist [Name vergessen], Rue Royale St.Marie, 10m von der Ecke Rue Rogier (nicht an der Ecke, das ist eine andere!). Leider dicht, gibt im Winter keine nette Kneipe mehr in Schaerbeek.
Der Senegalese, der den kleinen Süßwarenladen im Centre Anspach betreibt hat jetzt daneben ein kommunikatives Minicafé eröffnet (”Chez Momo”) mit Sandwiches und frischem Pfefferminztee (Metro 1, Bus 29, 47, 60, 63, 65, 66, 71, Tram 3, 52, 55, 56, 81 “De Brouckère”). Der Laden läuft so gut, daß die Kunden beim Servieren und Abräumen der Tische helfen müssen - und dies gerne tun! Die Hochstühle drinnen sind rauchfrei. Abgerissen, mußte dem neuen Casino Platz machen.
Die Kneipe Zageman in der Rue de Laken ist mein Favorit in der Innenstadt, leider nur wochentags und nur untertags geöffnet. Wer ein richtiger Belgier werden will, sollte sich sowieso schon um 12 Uhr mit dem ersten (oder zweiten) Duvel anfreunden… Dicht. Nach dem Aushang an der Tür zu urteilen, soll da wohl irgendwann mal eine Galerie aufmachen.
Direkt an der Börse ist als klassische Brasserie Le Cirio, Rue de la Bourse, ein guter Treffpunkt, mit großem Nichtraucherteil. Nix mehr Nichtraucherteil und Speisekarte verstümmelt, um ds Rauchen nicht verbieten zu müssen
Au Bambou fleur, in der Rue Van Praet 1, seit die mal keine Kinder haben wollten, gehen wir da nicht mehr hin…
Wer es völlig abgefahren mag, für den ist wochentags das Buffet des fast nicht benutzten unterirdischen Pendlerbahnhofs “Congrès” genau das richtige: Interieur aus den Fünfzigern wie der Bahnhof, ab und zu verirren sich da einsame Finanzbeamte hinein vom Ministerium obendrüber, am Bd. Pachècco (Bus 38 “Pachecco”, Bahn “Congrès”). Auch dicht, seit das Ministerium renoviert wird.
Des weiteren die Pizzeria Le Chevalier, Porte de Hal, Ecke Bd. de Waterloo/Rue Haute, volkstümlich und kinderfreundlich (Tip: Pizza “Verme” bestellen, Metro 2 etc. “Porte de Hal”). Auch weg.
und immer Sommer auch hundert Meter weiter, in der Laiterie mitten im Parc Josaphat. (Tram 23 “Heliotropes”). Letzteres ist von März bis Oktober das nonplusultra-Openair-Café von Brüssel und wir wohnen nur einen Steinwurf davon entfernt! Seit das Nachbarhaus abgebrannt ist, kein Strom mehr also dicht.
Dann gibt es noch unsere Lieblingsbrasserie Bacchus Inzwischen wieder auf, aber seitdem noch nicht probiert.
Am anderen Ende von Schaerbeek findet sich die nette Brasserie L’an vert mit hervorragender französischer Küche, Rue Royale Ste. Marie (gegenüber den Halles de Schaerbeek; Tram 92,93,94, Bus BM,BK,BH,BZ “Ste.Marie”), neuerdings haben die ein Schild an der Tür “Kinderwagen verboten”, nicht gerade sympatisch.
Nicht so arg weit vom Europaparlament ist das Stoemelinckx, “Café pour femmes d’affaires et hommes de ménages”, Place de Londre, (Metro 2, Bus 20,21,34,38,54,60,80,95,96 “Trone”), leider haben die letztens ihre radikale Abneigung gegen Fahrradfahrer manifestiert, so gehen wir da nicht mehr hin.