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Hans (Johann) Heinrich
Heuer / Hewer

Amtsschultheiß, Justizamtmann, Stadtraths-Dirigent, in Suhl

* vor 1520 Münstereifel
+ 08.06.1596 Suhl


Kinder mit: Barbara Steitz (* 1538 Schmalkalden + 11.01.1599 Suhl) (oo vor 1576 Suhl):


Gabriel
Heuer
* ca. 1556 Suhl
+ vor 1599
[1573 Student; 1590 Witwer]
Veit
Heuer

* vor 1559 Suhl
+ 01.11.1599 Suhl
Hans / Johann(es)
Heuer

* 03.07.1559 Suhl
+ 09.08.1617 Suhl
Margaretha
Heuer

* vor 1560 Suhl
+ 23.02.1595 Suhl
Heinrich
Heuer
* ca. 1561 Suhl
+ 21.05.1591 Suhl
ledig
Christian
Heuer

* 1562 Suhl
+ 22.02.1611 Königsberg/Franken
Jonas
Heuer
* vor 1576 Suhl
+ 1595 Suhl
[erwähnt 1590]
Elisabeth
Heuer

* vor 1585
+ ?
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Quellen:
- Mitteilung Andre Gressler, Juni 2013: "54 Hans Heinrich (40J. Amts-Schulz Suhl) Heuer.32 Born bef 1520 in Münstereifel.33,3 Hans Heinrich (40J. Amts-Schulz Suhl) died in Suhl am8 Jun 1596; er war 76.6 Aus “Münster Eifeld im Hertzogthumb Berg gelegen”33 [um 1300 von Grafen v. Jülich errichtet u. ab 1356 Gerichtssitz; heute “Bad Münstereifel” in NRW, Reg.-Bezirk Köln]3; HHH ist 1552 bereits schon einmal Amtsschultheiß in Suhl, welches Amt jedoch 1553 Veit Bauer innehat34; Hans Heinrich Heuer od. Hewer, 1556 bis 1596 Justizamtmann in Suhl, zugleich auch Stadtraths-Dirigent35; Dieser Amtsschultheiß wird als ein tüchtiger Mann geschildert35; 1559 erhält er einen Lehnbrief des Grafen Wilhelm v. Henneberg über Haus, Hof und Land in Goldlauter und darüber hinaus im Pfannrain und auf dem Geyersberg, die beide damals nicht in die “Bergfreiheit” v. 1546 eingeschlossen waren(s.u.)36; 1565 Erbauer des Linsenhofes (ursprüngl. “der Hof im Linsenlande” genannt), zunächst als Schäferei gedacht35; Am 15.11.1582 wird er von Graf Georg Ernst von Henneberg mit dem “Hof im Linsenlande” belehnt (Q.: Suhler Stadtgeschichte, Wochenspiegel am Wochenende, 17.11.2007, S.2)1; 1608 verkauft sein Sohn und Amtsnachfolger Hans Heuer den Hof an Paul Merkart [= Paul Merkel; sein Schwiegersohn] aus Schmalkalden und die Gebrüder Wolf, Jakob und Kaspar Göcking35 [seine Enkelkinder!]3; er besitzt ein gräfliches Privileg für den Malzhandel34; Aus der Leichpredigt seiner Witwe 1599: “Dn. Iohanni Heuuero, Illustriss, Principum, Administratoris Electoratus, et Ducum Saxoniæ apud Sulensis Præfectio: Dn. Vito, & Dn. Christiano Heuueris, fratribus germanis...”37; [wohl als “alles leibliche Brüder” zu verstehen]3; Wappen: Er führt einen nach rechts schreitenden Wolf, der den Kopf wendet, im Schilde38; gSein Vater [des Christian Heuer, Amtschösser in Königsberg/Franken] Joh. Heinr. Hewer, aus der Stadt Münster-Eißfeld im Herzogthum Bergen bürtig, ist 40. Jahr Amt-Schultheiß zu Suhl gewesen und 1596. 8 Iun. gestorben. Seine Mutter Barbara, war Joh. Steitzens, Fürstl. Hennebergischen Raths und Amtmanns zu Schmalkalden Tochter. Sein Bruder Johann Hewer ist auch Amts-Schultheiß zu Suhl gewesen 21. Jahr lang, und 1617, 9. Aug. gestorben, hat M. Andr. Fuldæ, Salzungensis, Hebr. & Gr. Lingu. zu Jena Professoris und hochgehends Pfarrers zu Sültzfeld, und Decani zu Suhl und Schleusingen, Tochter Margarethen zur Ehe gehabt, und mit ihr erzeuget 1. Daniel Hewern, Rathsverwandten zu Suhl, 2. Johann Heinrich Hewern, Stadt-Richter zu Suhl, 3. Christian Hewern, Geleitsmann aufn Ober-Hof, 4. Elisabeth, Friedrich Ritters, F.S. Cammerdieners zu Coburg und hernachmals Amts=Verwalters zu Neuhaus, Ehefrau”32; Aus dem Lehnbrief des Grafen Wilhelm v. Henneberg an Hans Heinrich Heuer, Schulze in Suhl v. (StA Meiningen, GHA VII A 3, 84): “Vonn Gottes gnaden wir Georg Ernst, Grav und Herr zu Henneberg, bekennen und thun kundt mit diesem briefe vor uns, unser erbenn und herrschafft, der zeitt unserm Schuldheißenn zu Suhla, sammt Barbara, seiner ehelichenn Hausfrawwen und allen Innerben zu rechtem Erbrecht verliehenn und verlesenn haben. Wir geben und lassenn Ihnenn hirmit und inn crafft dies briefs, Eyn gebauwet Haus und Hoffstadt Inn der Golttlautter oberhalb unserer behausunge daselbsten gelegen, Eynn Wiesenn in der dürren Lautter, Eyn Acker hinter der Kirchenn in der Golttlautter liegendt, doch mit der außtrücklichenn Condidtion, so durch verleihung Gotts das Berckwerck dann unde künfftig dermaßen zugedrywen und aufnehmen gebracht, das auch daselbstenn gebawet werden khan, das als dann gedachter ... behausung, so jemand der Bergleute solcher begeren würde umb zimliche ... acker und wiese dem berckwerck zu gut wiederumb frey liegen lassen soll, ohne sein deß Schultheißenn verweigerung und widdersetzen, Mehr verleihen wir Ihnenn Eynn Rodtagker ahnn dem pfann Rein, und eynenn agker ahm Geyersberg so beide außerhalb der Freyheit gelegen. Ahn genannten stückenn allenn leyhenn wir Ihnenn, was wir vonn Rechts weg darann verleihenn sollenn, khönnen unnd mögenn. Und habenn Ihm alldieweil er unser Diener, den Zinß darauf allenthalbenn aus gnadenn genzlich gefreyet, doch dergestaltt, das nach seinem todt, und auch so bey Zeitt seines lebens, ettwas davon verkaufft würde, unß, unßern erbenn, und herrschafft, gebürlich unnd gewönlich handtlohn davon gegeben, Unnd jeder laut des Erbregisters gleich andernn dergleichen ägkern und gütern mitt Zinsen besetzt werden soll, Hierauf unser Schultheis für sich, sein Haußfrawwenn und erbenn uns geloben unnd geschworen, Unser schadenn zu waren ... Unnd sonsten gutthun, Unnd zulassen, das ein treuer Lehnsmann von Rechts wegen seinen Herrn schuldig ist... Innsiegell wissentlich ahnn diesenn brief gehangenn, der gebenn ist Sambstag nach oculi, Unnd Christi unnseres liebenn Herrn geburtt Im Fünffzehnhundert und LIX Jahr.”36; gNicht immer aber zählten Beamte nur zu den reichen Bürgern. Der Suhler Amtsschultheiß Veit Bauer versteuerte 1553 150 fl. der Bergmeister Andreas Schuler sogar nur 50 fl., da es sich hier um landesherrliche Beamte handelte, könnte nur ein Teil ihres Vermögens der Steuerpflicht unterlegen haben, so wurden z.B. der Suhler Amtsschultheiß Hans Heinrich Heuer 1552 und der Bergmeister Johannes Knorlein 1557 überhaupt nicht besteuert.34; Liste der wichtigen Personen am Beginn des Suhler Kirchenbuchs 1591: “Pastore M. Joachimo Zehnero / Diaconis: M. Wolfgango Breyo & Valentjno Episcopo / Ludjrectore M. Mejnrico Trjebeljo / Cantore Johanne Wendelio / Tertjo: Caspare Stumpfjo 26. Jan. introducto / Quarto Valentjno Rjem / Prætore Johanne Hejnrico Heuuero / Præfectis ærario Eccljastjeo: Wolfgango Lebsaftt Sen. & Thoma Wendelio / Consuljbus: Johanne Wernero Senatore & Hejnrjco Majo, ljntea Rx infectore.”6; Im Juli 1591 erhält er das Abendmahl zuhause verabreicht: “Mæse Jul Johannes Hejnrjcus Heuuer Prætor.”6; Am 6.11.1595 erhält er das Abendmahl zuhause verabreicht: “6. Nou. Johannes Hejnricy HeWery, Prætor.”6; Tote, Suhl (Hauptkirche), 9.6.1596: “dn. Iohannes Henricus Heuer Sulae anos 40 prætor”6 In 1554, als Hans Heinrich (40J. Amts-Schulz Suhl) 34 war, married er Barbara (∞ Heuer, Schulz Suhl) Steitz39.37"

- ZUM SOHN JOHANN: Manfred Wilde: Die Zauberei- und Hexenprozesse in Kursachen, Köln: Böhlau 2003, S.160 bei Google-Books: "Für die Zeit ab 1657 (Jenneberger Ämter ab 1660) lassen sich in den Ämtern (Bestätigungsrechtd er Kanzlei) belegen: ... Suhl 25 Prozesse (17 Todesurteile) ... Die Divergenz spricht dafür, dass die Verfolgungsaktivitäten nicht maßgeblich von der Landesherrschaft beeinflusst worden sind, sondern von den lokalen Amtsträgern in den Ämtern. Im besonderen Maße tritt in den später kursächsischen Ämtern der ehemaligen Grafschaft Henneberg ein Ansteigen der Zaubereiprozesse in der Amtszeit ganz bestimmter Personen als Zentrichter/Zentgraf oder Amtmann zu Tage. ... Auf lokaler Ebene wirkten die Amtmänner ... und im Amt Suhl Johann Heuer (1607-1617) (Anm: ... Amtsschreiber in Suhl 1584-96; Amtsschultheioß in Suhl 1596-1617; gestorben 1617 in Suhl (vgl. Hess: Die Verwaltung der gefürsteten Grafschaft Henneberg, S.44) undJohann Daniel Förster (1618-1624)."


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