Petrus
Strupf (Strupp)
von Gelnhausen

* ca. 1495 Gelnhausen
+ ca. 1565 Gelnhausen
Magdalene
von Wippenbach
* ?
+ 17.11.1567 Frankfurt am Main

Joachim
Strupp von Gelnhausen


Dr. med., kurpfälzischer und
hessen-darmstädtischer Leibarzt

* 06.04.1530 Grünberg (Hessen)
+ 21.06.1606 Darmstadt


Kinder mit Elisabeth Pauli(1532-1602) (oo 01. oder 02.09.1557 Wittenberg):

Paul
Strupp von Gelnhausen
* 03.07.1560 Wittenberg
+ 27.05.1563 Friedberg
Johann
Strupp von Gelnhausen

* 24.06.1563 Friedberg
+ 30.01.1617
(Joachim) Hieronimus
Strupp von Gelnhausen
* 08.12.1565 Frankfurt am Main
+ 23.07.1567
Margaretha
Strupp von Gelnhausen
* 01.01.1568 Frankfurt am Main
+ ?
oo Hieronymus de Cantoral
Anna Magdalena
Strupp von Gelnhausen

* 22.11.1569 Frankfurt am Main
+ 15.06.1635 Gießen
Anna Walburga
Strupp von Gelnhausen
* 04.11.1571 Frankfurt am Main
+ 07.08.1590
Georg Joachim
Strupp von Gelnhausen

* 23.03.1574 Bickenbach
+ ca. 04.1643 Wetzlar
Keller
Elisabeth
Strupp von Gelnhausen

* 03.01.1576 Darmstadt
+ 03.07.1657 Darmstadt
Christina
Strupp von Gelnhausen

* 08.01.1582 Heidelberg
+ ?

Quellen:
- Ahnentafeln Brinckmann
- Mitteilung Michael Geisler, 03/2005: zu Tochter Elisabeth: 3.7. Bestattungs- nicht Sterbedatum.


Link: Strupp: Joachim Strupp gen. von Gelnhausen, Präzeptor, Arzt, Bibliothekar, 1530-1606, (von Kretzschmar S 670 f.).
- Ludwig Clemm: Die Strupp von Gelnhausen. Darmstadt In: Festschrift zum 70. Geburtstag von Prälat Dr. Dr. Wilhelm Diehl, Darmstadt, Darmstadt 1941, S. 465-486, nach Mitteilung Hans-Hermann Rautenberg - NOCH NACHSCHAUEN
- noch nachzuschauen: "Aufsatz: Die Strupp von Gelnhausen / Clemm, Ludwig. In: Beiträge zur Hessischen Kirchengeschichte, Band:12, Jahr:1941"


- Metzger zu seinem Sohn?? "Wissenschaft und Bibliophilie. Die Bibliotheca Palatina von Ludwig V. bis zu Johann Casimir, in: Kostbarkeiten gesammelter Geschichte, hrsg. von Armin Schlechter (Ausstellungskatalog Dresden 1999) Heidelberg 1999, S. 19-37 und 159-180 (Katalogteil) [Darstellung der Geschichte der Heidelberger Bibliotheca Palatina im 16. Jahrhundert. Neben den bekannten Tatsachen werden neue Informationen zu folgenden Bereichen geboten: Umfang und Bestände der Bibliothek im Jahr 1581 sowie Anteil der verschiedenen Wissensgebiete (anhand des erhaltenen Inventars); Interessen des Kurfürsten Ottheinrich und sein Umgang mit seinen Büchern (u.a. auch zu München, BSB, cgm 111); Kurfürst Ludwig VI. und sein Bibliothekar Joachim Strupp von Gelnhausen.]"

BIBLIOGRAPHIE:
- "Struppe, Joachim: Nützliche Reformation, zu guter gesundtheit vnd und Christlicher Ordnung : Sampt hierzu dienlichen erinnerungen, waser gestalt es an allen örtten, wie auch allhier, zur Seelen vnd Leibes wolfarth, [et]c. löblichen vnd nützlichen zuhalten / Guthertziger meinung auffs kürtzest proponirt Durch Ioachi. Strüppiu[m] v. Gelhausen ... - Franckfurt am Mayn: impensis Authoris & Typographorum, Ioannis Fabricij & Martini Lechleri, 1573. - [11], 32 Bl., [1] S. ([Bibliotheca Palatina ; F2741]) UND ([Bibliotheca Palatina ; I210/I211]) UND ([Bibliotheca Palatina ; E1009]) UND ([Bibliotheca Palatina ; E1563]) "
- Struppe, Joachim: Sitopotiamatechnia / Per Ioach: Strüppium, à Geilhausen, Doctorem. - Dergleichen niemals vorhin publiciert worden Franckofurti Moeni: Lechlerus, 1574. - [4], 143 [i.e. 144], [4] Bl. : Ill. ([Bibliotheca Palatina ; I210]) UND ([Bibliotheca Palatina ; H1399/H1400]) UND ([Bibliotheca Palatina ; E1245]) - JETZT VOLLSTÄNDIG BEI GOOGLE-BOOKS...
- Struppe, Joachim: Consens Der fürnembsten, beide Alten vnd und Newen Historienschreiber, auch Medicorum, von etlichen köstlichen hochnötigen frembden Artzneien, vnd erstlichen, Von der rechten warhafften Mumia : vnnd dergleichen Materialien, im heiligen Lande, auch in Arabia vnd Egypten gebreuchlichen .. / Durch J. S. V. G. D. - [S.l.], 1574. - [4] Bl. : Ill. ([Bibliotheca Palatina ; I211]) UND ([Bibliotheca Palatina ; E1009]) UND ([Bibliotheca Palatina ; E1394]) UND ([Bibliotheca Palatina ; E1395])
- Struppe, Joachim: Notwendiger, vnd und, durch Gottes segen, nützlicher vnderricht Underricht, in jetzigen sterbensleufften : Erstlich vnd fürnemlich, wie sich durch Gottes gnad beide Geistlich vnd Leiblich hieuor zu verwaren, darnach wie diese Krencke nach Gottes willen zu Curiren ; Fürnemlich zu dienst vnnd besten, den Wetterawischen Graueschafften ... trewlich vnnd auffs kürtzest zusammen gezogen / Durch. Doctorem Ioachimum Struppium Gelhusensem. - [S.l.], 1564. - [83] Bl., [1] S. ([Bibliotheca Palatina ; F4267])
- Struppe, Joachim:[Hochnötiger Unterricht, geistlicher und leiblicher Artzney] Hochnötiger vnterricht, Geistlicher vnd leiblicher Artzney : in jetzigen Leufften widerumb auffs new gemehret. Sampt einem trewhertzigen Consilio Medico : wie es sonsten auch jederzeit, allenthalben, nützlich vnd löblich zuhalten ; Mit einer Tabel vnd vollkomnem Register / Durch Doct. Joach. Strüppen Gelhusa. Medicum Franckfortens. - Francofvrti Ad Moenum: Feyerabend & Huterus, 1567. - [4], 76, 15 Bl. : Ill. ([Bibliotheca Palatina ; F1866/F1867])
- Carl Friedrich Günther: Anekdoten, Charakterschilderungen und Denkwürdigkeiten aus der Hessischen Geschichte. Darmstadt: Ionghaus 1843, S.121: "Landgraf Philipp der Großmüthige hielt das Geräusch eines großen Hofes der Prinzen-Erziehung für nachtheilig, und sandte daher seinen vierten Sohn, Georg (I.), geb. zu Cassel den 10. September 1547, den Stammvater des Hauses Hessen-Darmstadt, im Jahre 1549 nach Sachsen zu dem Churfürsten Moritz, zum Zwecke seiner Erziehung durch Joachim Strupp von Gelnhausen, geboren in Grünberg; dann i. J. 1552 nach Ziegenhain, wo er in Gesellschaft zehen junger Edelleute von gleichem Alter, unter Aufsicht des dortigen Commandanten, Günther von Schenck, unterrichtet wurde."
- Klaus Bergdolt: Das Gewissen der Medizin. Ärztliche Moral von der Antike bis heute. C.H.Beck, S.143: "Der 'Gute Arzt' hatte somit auch soziale Verantwortung, wie dies als einer der ersten der Gelnhauser Arzt Joachim Struppiusin seiner Schrift 'Nützliche Reformation zu guter Gsundheit und christlicher Ordnung' (1573) betont hatte. Wie Fabry mahnte dieser, 'daß wir unsere Leiber nicht als unser sondern Gottes Ebenbild in Ehren halten sollen.' Vor allem wird hier die Gemeinschaft in die Pflicht genommen. Im gesunden Staat sei, so die simple These, auch der Einzelne gesünder, dessen leibliches und seelischen Wohlergehen andererseits die Vorbedingung jedes (ethisch wünschenswerten) sozialen Engagements zu betrachten ist. An den Höfen in Darmstadt und Heidelberg, wo Struppius wirkte, fielen seine Thesen auf fruchtbaren Boden."
- Lars Donath: Über die Bedeutung der Lebensverlängerungs- und Lebensverkürzungsmittel aus Christoph Wilhelm Hufelands 'Makrobiotik' für die gegenwärtige Gesundheitsförderung, Grin-Verlag, S.52: "Als erstes Lehrbuch der Hygiene gilt das schon zur Zeit der Reformation von Joachim Struppius1573 verfasste Werk "Nützliche Reformation zu guter Gesundheit und christlicher Ordnung". Darin betonte Struppius besonders den gemeinen Nutzen einer gesunden Lebensordnung."
- Noch suchen ... : Irmtraud Samland / W. Schermuly: Joachim Struppius und seine Idee der Gesundheitsfürsorge als öffentliche Aufgabe.
Wolfgang U Eckart: Geschichte der Medizin, Heidelberg: Springer 2009, S.150:"Viele der Medizinalordnungen orientierten sich an der 1573 von dem Frankfurter Stadtarzt Joachim Struppius (1530-1606) verfassten "Nützlichen Reformation zu guter Gesundheit und christlicher Ordnung". Diese Schrift kann als eine der ersten programmatischen Darstellungen zur öffentlichen Gesundheitspflege charakterisiert werden."
- Manuel Frey: Der reinliche Bürger, Bielefeld 1985, S,83/84: "Der Frankfurter Stadtarzt Joachim Struppiushatte in seiner 1573 erschienenen "Nützlichen Reformation zu guter Gesundheit", dem ersten deutschen Lehrbuch der öffentlichen Hygiene, in einem eigenen Kapitel auf 'allerlei Sauberkeit und Renigung der Luft und Städte' hingewiesen. Er hatte darin ein Bündel von Forderungen zur Reinhaltung der Luft ind en Sädten vorgelegt. Die Straßenreinigung an festen Wochentagen, das Verbot des Ausgießens von Flüssigkeiten, das nächtliche Entsorgen des Abtrittinhalts, die ENtfernung von Nutztieren aus dem städtischen Kernbereich und das Verbot der Beerdigung in Kirchen gehörten zum Kernbestand seiner Forderungen."
- Hessische Biographie: Strupp, Joachim: "* 6.4.1530 GrÜnberg, † 18.6.1606 Darmstadt Dr. med. – Arzt, Leibarzt, Physicus, Bibliothekar, Polyhistor Weitere Namen: * Strupp von Gelnhausen, Joachim Werdegang: * Studium in Marburg * 1548 Wittenberg * 1550 Magister in Wittenberg * Dr. med. Wittenberg 1560/61 * 1561 PrÄceptor am KursÄchsischen Hof * 1563-1575 praktizierender Arzt in Frankfurt am Main * 1575-78 Leibarzt des Landgrafen Georg von Hessen-Darmstadt * 1578 KurpfÄlzischer PrÄceptor, Leibarzt, Physikus und Bibliothekar in Heidelberg * 1584 wieder in Darmstadt * 1586 im 57. Jahr fÜr 20 Jahre erblindet * BerÜhmter Arzt und Polyhistor Familie ↑ Vater: Strupp (Strupf), Peter, bis 1525 MÖnch u. PrÄmonstratenser-Chorherr im Kloster Langenselbold bei Hanau, Magister, dann 1527-1536 erster lutherischer Prediger in GrÜnberg, 1536 als "Predicant" und Reformator vom Rat der Stadt nach Gelnhausen berufen, 1543 erster evangelischer Pfarrer in Gelnhausen Mutter: NN, Magdalena, von Wippenbach Partner: * Pauli, Elisabeth (Wittenberg 1./2.9.1557), * Wittenberg 1532, + Darmstadt 8.8.1602, sie war "21 J. alt", Tochter des Benedikt Pauli, 1489-1552, JUD, Professor der Rechte in Wittenberg, und der Anna Roth Verwandte: * Strupp, Paul , * Wittenberg 3.7.1560, + Friedberg 27.5.1563 * Strupp von Gelnhausen, Johann , 1563-1617, Hessen-DarmstÄdt. Rat und Kanzler * Cantoral, Margarethe de, geb. Strupp , * Frankfurt am Main 1.1.1568, verheiratet mit Hieronymus de Cantoral, + wenige Jahre vor 2.6.1606 * Juncker, Anna Magdalene, geb. Strupp , * Frankfurt am Main 22.11.1569, begraben Geißen 15.6.1635, verheiratet Darmstadt 2.12.1590 mit Anstadt Juncker (Anastasius Juncker), * Darmstadt 1568, begraben Gießen 5.6.1616, JUD, Rat u. Hof-Gerichts-Assessor in Marburg, Kanzlei-Direktor * Strupp, Georg Joachim , * Frankfurt am Main? 23.3.1574, begraben Wetzlar 5.4.1643, Hess. Bergwerksverwalter in Ober-Ramstadt, bis 1614 Keller und Amtmann zu Bickenbach, 1622 Hess. Vogt in Wetzlar, verheiratet Darmstadt 26.2.1599 mit Justina Faust von Aschaffenburg, 1551-1625 * Mentzer, Elisabeth, geb. Strupp , 1576-1657, verheiratet Darmstadt 8.8.1603 mit Balthasar Mentzer, 1565-1627, Professor der Theologie in Marburg und Gießen * Seitzer, Christina, geb. Strupp , * Heidelberg 9.1.1582, verheiratet Gießen 3.5.1613 mit Ludwig Seitzer, + Wallau 1635, 1610-1619 Hofprediger in Butzbach, 1619-1624 Pfarrer in Oberohmen, 1624-1632 Pfarrer in Frankenberg, 1632-1635 Pfarrer in Wallau * Strupp, Johannes , Prediger, verheiratet mit Maria NN., durch Johann Koch der Hexerei angeklagt und 1599 hingerichtet Nachweise ↑ Literatur: * F. W. Strieder, Grundlage zu einer hessischen Gelehrten- und Schriftsteller-Geschichte, Bd. XVI, S. 57-63; * L. v. Lehsten, Die hessischen Reichstagsgesandten 2, 2003, S. 201-204; * Wilhelm Kallmorgen, Siebenhundert Jahre Heilkunde in Frankfurt am Main, Frankfurt am Main 1936, S. 16/17 u. S. 429. Zitierweise ↑ „Strupp, Joachim“, in: Hessische Biografie (Stand: 5.4.2010) "
- Zeidlers Universal-Lexikon Bd. 40, S.559: "Strupp (Joachim)ein Medicus von Gelnhausen, lebte zu Ausgang des 16ten Jahrhunderts, schrieb: 1. Sitopotiamatechnica, sive de modo panem & porum ex variis rebus praeparandi, Franckfurt 1574 in 4. 2. De Peste. 3. Consensus celeberrimorum mediocorum & philosophorum suer exoticis aliquot medicamentis, Franckf. 1574 in 4. Fabricii Bibliographio antiquaria, p.586. Restners Medicinisches Gelehrten-Lexicon p.817"


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