Albert
Schulte

* 10.11.1681
+ 25.05.1746
Maria Cecilia Boetefeur
* ?
+ ?

Albert
Schulte

Dr.jur. (Leipzig 1740), 1753 Senator, 1778 Bürgermeister, 1783 ältester Bürgermeister und Generalissimus

* 13.06.1716
+ 03.01.1786


Kinder mit: Margaretha Maria Luis (+ 1766), Tochter des Bürgermeisters Johann Hermann Luis (oo 18.06.1748):

Catharina Maria
Schulte

* 16.02.1749
+ 26.03.1784
Maria Theresia
Schulte
* 20.02.1750
+ 24.11.1776
Johannes
Schulte

* 27.03.1751
+ 30.08.1817
Albert
Schulte
* 09.01.1753
+ 30.10.1754
Johanna Margaretha
Schulte

* 27.03.1765
+ 09.12.1801 11 Kinder
?

Quellen:
- Genealogische und biographische Notizen �ber die seit der Reformation ... By Friedrich Georg Buek bei Google-books: "... Albert Schulte 1 N 0 Des B�rgermeisters Johann Schulte �ltester Sohn Albert wurde am 26 Deeember l65l geboren siudirte die Rechte promovirte als Lieentiat zu Caen am 10 Januar 1677 heirathete am 7 September 1679 Balduin Rull's Tochter Catharina wurde w�hrend des Consulates seines Vaters am 15 August 1683 Seeretair und am 15 März 1693 Protonotar Er starb am 2 Oetober 1702 und hinterlie� drei S�hne und zwei Tochter Elisabeth geboren am 30 März 1684 heirathete am 5 November 1703 Andreas Dathe Anna Catharina geboren am 6 Oetober 1686 heirathete am 8 Februar 1706 den ber�hmten Professor Michael Riehey Der �lteste Sohn Johannes geboren am 1 Oetober 1680 wurde Lieentiat am 27 Februar 1715 Richter am Niedergerichte und starb am 22 April 1725 unverheirathet Der j�ngste Sohn Johann Balduin geboren am l September 1689 etablirte sich in Amsterdam und hei rathete am 19 Januar 1717 Gertrud Schildt aus Lübeck und nach deren Tode am 1 Oetober 172l in Hamburg Elisabeth Mello Tochter von Hinrich Mello Nach der von Professor Gerieke herausgegebenen Memorie seines Neffen des B�rgermeisters Albert Schulte hatte er von der ersten Frau nur einen Sohn gehabt Johann Albert der jung starb und von der zweiten Frau eine Tochter Susanna Maria die unverheirathet starb Nach einem mir vorliegenden handschriftlichen Stammbaume aber hat er von der zweiten Frau einen Sohn Johann Balduin und eine Tochter Maria Ceeilia gehabt die beide jung starben und am 22 September 1727 eine dritte Frau ge heirathet SusannaMana Tochter von Johann Hinrich Alphusius die Mutter der im Juli l728 gebornen Tochter Susanna Maria Johannes Balduin starb 1729 Des Protonotars Albert Schulte zweiter Sohn hie� nach dem Vater Albert geboren am 10 November 168l wurde Kaufmann heirathete am 3 November 1710 Maria Ceeilia Tochter des Senators Joachim Boeiefeur wurde 1712 zum Hundertachtziger in Iaeobi Kirchspiel erw�hlt 1720 am 28 Februar zum Richter am Niedergericht 1722 zum Commerzdeputinen 1725 bey der Artillerie 1727 zum Sechsziger und bey der Admiralitat am 22 Januar 1728 zum Baneo b�rger und am 30 November 1729 zum Senator Er starb am 25 Mai 1746 und hatte mit seiner Ehefrau eilf Kinder von denen aber nur wiederum einer der B�rgermeister Albert den Stamm fortpflanzte Von den S�hnen war Johann Philipp der alteste geboren am 12 Februar 17l2 er starb unverheirathet 1769 Joachim geboren am 6 November 1713 starb am 8 Mai 1739 in Lissabon Johannes und Johann Friedrich so wie die T�chter Sara Catharina und Sara Catharina starben jung Margaretha geboren am 13 Januar 1715 heirathete 1736 Johann Coldorff Maria Ceeilia geboren am 10 August 1718 heirathete 1750 Cornelius Jaeob Berenberg Johanna Elisabeth geboren am 1 Juli 1726 heirathete 1756 den Lieentiaten nach herigen Senator Johann Hinrich Winckler Alle drei T�chter lie�en keine Kinder nach Albert Schulte des Senators Albert Schulte dritter Sohn wurde am 13 Juni 1716 geboren ging 1734 vom Johanneum auf das Gymnasium und vertheidigte 1737 bey seinem Abgange von dieser Lehranstalt seine Schrift 6o Oon uodur u 8mol6luFl rum in Ham1iusFu veteri zierperllm inveuto Er wurde am 25 August 1740 als Doetor promovirt in Leipzig kehrte nach einer Reise durch Deutschland Frankreich und die Niederlande nach Hamburg zur�ck wo er aber immer nur den Titel eines Lieentiaten gebrauchte und wurde 1742 an's Nieder gericht gewahlt Am 9 November 1752 erw�hlte die Bürgerschaft eine Deputation zur Pr�fung der vorgeschlagenen neuen Fallitenordung bestehend aus drei Gelehrten und f�nf Oberalten f�nf Sechszigern und f�nf Hundertachtzigern Schulte war einer der drei Juristen Bevor noch diese n�tzliche und zeitgem��e Arbeit Gesetzeskraft erhielt wurde Schulte am 3 Februar 1753 zum Senator gew�hlt Er verwaltete s�mmt liche ihm zukommende Aemter nur die Amtmannschaft von Ritze b�ttel 1766 ablehnend weil er um diese Zeit seine Ehefrau verlor Am 1 1 September 1778 wurde er an Schl�ters Stelle B�rgermeister und 1783 durch Schubacks Tod �ltester B�rgermeister und Generalissimus Am 3 Januar 1786 starb er einen schmerzlichen Tod an innerer Entz�ndung Schulte verheirathete sich am 18 Juni 1748 mit Mar garetha Maria Tochter des B�rgermeisters Johann Hermann Luis die ihm f�nf Kmder schenkte aber wie oben erw�hnt schon 1766 starb Die �lteste Tochter Catharina Maria geboren am 16 Februar 1749 verheirathete sich am 15 Ottober 1772 mit dem Kaufmann Jaeob K�pcke und starb mit Hinterlassung eines Sohnes und einer Tochter am 26 März 1784 noch vor dem Vater Die zweite Tochter Maria Theresia geboren am 20 Februar 1750 starb schon am 24 November 1776 Die dritte Tochter Johanna Margaretha geboren am 27 März 1765 heirathete am 28 November 1786 den Doetor der Me diein Carsten Albrecht Schr�dter dem sie eilf Kinder gebar und am 9 Deeember 1801 starb Der j�ngste Sohn Albert geboren am 9 Januar 1753 starb schon im folgenden Jahre am 30 Oetober Der �lteste Sohn Johann geboren am 27 März 1751 studirte die Rechte in Leipzig und G�ttingen promovirte auf letzterer Universit�t als Doetor wurde noch bey Lebzeiten des Vaters Seeretair des Senates am 18 Juni 1784 und am 11 Februar 1789 Senator Er starb als vor�ltester Senator am 30 August 18 7 Am 11 April 1780 hatte er die Tochter des B�rgermeisters Johann Luis Sara Catharina geheirathet die ihm f�nf T�chter schenkte aber keinen Sohn so da� mit ihm der Mannesstamm dieser Familie ausstarb die in sieben Generationen dem Vaterlande zwei B�rgermeister vier Senatoren einen Protonotar und einen Oberallen gegeben hatte Des B�rgermeisters Albert Schulte Lebenslauf hat Professor Johann Moritz Heinrich Gericke beschrieben in memoria samaequs uunHunm iutermoritulae monumontum G�nther setzt ihm folgenden Denkstein Helles Geistes scharfes Blicks rasches Entschlusses stark und selbststandig in der Ausf�hrung voll reiner Vaterlandsliebe obwohl oft mi�verstanden "
- Seine Seite bei Hamburger Persoenlichkeiten: "Brgermeister Albert Schulte ( 13. Juni 1716 03. Januar 1786 ) Verfasser des Nekrologs: Joh. M. H. Gericke 1786 Aus dem Lateinischen bersetzt: Christoph W. Bsch 2007 Transskription: Christioph Tiefenbacher 2008 Dieser Brgermeister entstammt einer Familie, der H amburg seit Anfang des 16. Jahrhunderts schon mehrere bedeutende Persnlichkeiten verdankt, unter anderem seinen Urgrovater, den schon frher beschriebenen Brgermeister Johannes S chulte (1688-1697). Dieser Urenkel wurde als viertes Kinde des Kaufmanns Albert Schult e und seiner Frau Maria Caecilie Boete- feur am 13. Juni 1716 geboren. Sein Vater war der E nkel des Brgermeisters. Er hatte es in seinem Beruf zu hohem Ansehen gebracht und wurde am 30. November 1728 als Nachfolger des zum Brgermeister avancierten Daniel Stockfleth in den Senat gewhlt, in dem er sich 18 Jahre lang durch die sorgfltige Erfllung aller Au fgaben in den verschiedenen mtern sehr verdient machte bis er am 25. Mai 1746 starb. Sein Nachfolger wurde am 2. Juni 1746 der Kaufmann Georg Hinrich Bsch. Auch die Mutter konnte auf bedeutende Vorfahren, da runter Senatoren, zurckblicken, so dass es dem Sohn nicht an nachahmenswerten Vorbilde rn fehlte, dessen er sich schon frh bewusst wurde. Zunchst von Privatlehrern in die Gr undlagen der Wissenschaften eingewie- sen, besuchte er bald die untere Klasse des Johanne ums, das Lyceum, wo er von Johann Hb- ner, Johannes Samuel Mller und dem Rektor Neudorf unterrichtet wurde. Am 20. Mai 1734 kam er nach den erforderlichen Prfungen ins Johann eum. Er whlte die Studien mit denen seine Vorfahren es weit gebracht hatten, besonders die Rechtswissenschaft; zu seinen Lehrern und Vertrauten gehrte besonders Michael Richey, de r Mann einer Schwester seines Vaters, aber auch die Professoren Wolf, Evers, Dornemann. F abricius und Reimarus fanden in ihm einen aufmerksamen und sehr erwnschten Zuhrer, we il sie erkannten dass er sich stets in das Innere der Wissenschaften vertiefen wollte. Nac h drei Jahren errterte er unter Richeys Fhrung ffentlich ein wissenschaftliches Thema, ve rteidigte es gegen Andersdenkende, wo- bei er unter anderem umfangreiche geschichtliche Ke nntnisse unter Beweis stellte. 1737 ging er nach Leipzig, wo er den Vorlesungen vo n Mascow, Petermann, Hommels, J- cher, Cramer und anderen mit allem Flei lauschte. Nach drei Jahren schrieb er seine Inaugu- raldissertation ber das Recht des Staates bei Erb en von Personen, verteidigte sie ffentlich und erhielt die Wrde des Doktors beider Rechte am 25. August 1740. Anschlieend reiste er durch Deutschland, Belgien und Frankreich, wo er se inen Geist allem zuwandte, was der Aufmerksamkeit des gelehrten wrdig ist. 1741 reist e er nach Hamburg zurck, bernahm Aufgaben gediegener Rechtsberatung und fhrte sie g lcklich durch. Die Gaben seines Talents, die umfangreiche Kenntnis allgemeiner fremder und einheimischer Gesetze blieben seinen Landsleuten nicht verborgen und ebneten 1742 den Weg zum Beisit- zer des Niedergerichts, dessen Vorsitz ihm im folge nden Jahr bertragen wurde, eine Aufga- be, die er gerecht, geradlinig, fleiig erfllte un d dabei seine umfangreichen Rechtskenntnisse auf allen Gebieten so unter Beweis stellte, dass er am 9. November 1750 zusammen mit ande- ren ausgewhlt wurde, nun den Senat bei der Regelun g fr die berschuldeten zu beraten. Dabei handelt es sich um die schon frher erwhnten Manahmen, die zur Fallitenordnung von 1753 fhrten. Auf Grund der umfangreichen Arbei ten, durch die er sich auf allen Rechts- gebieten verdient gemacht hatte, hielten die Vter der Vaterstadt ihn einer ffentlichen Voll- macht fr wrdig. Diese Gelegenheit ergab sich, als am 18. Januar 1753 der hochgelehrte Jo- hannes Diedrich Lochau sich sterbend von der senato rischen Wrde lossagte. Durch den hchsten Erlass gttlicher Voraussicht erlangte uns er Albert am 3. Februar 1753 das Los, durch das er im Senatorstande empfangen wurde. Mit dieser Wrde geschmckt, setzte er sich ganz fr das Wohl der Vaterstadt ein, so weit es ih m mglich war. Er brachte alles, wo nur mglich, auf den Weg des Fortschritts, bernahm all e Pflichten, welche einen Senator erwar- ten und fhrte sie gern, eifrig, tapfer und ehrenha ft aus. Seine erste Aufgabe war von 1754-1758 die Sorge fr die Instandhaltung der Flussbetten welche die Stadt durchirren (also die Fleete), die Straen. Schlielich fr die Elbe und die Befestigungen. 1759 bis 1761 wurde ihm die schwere und lstige Pflicht des Prtors verbun- den mit dem Vorsitz des Niedergerichts bertragen, wobei er sich als scharfer, geschickter, wirksamer, vorausschauender Beschtzer der Gerechti gkeit erwies. Fr die folgenden Jahre oblag ihm die Aufsicht ber den Schatz der Kaufleut e und die Bank. 1766 wartete an sich das Amt Ritzebttel auf ihn, a ber seine uerst liebliche Ehefrau wurde von ihrer letzten Krankheit so hart angegriffen, un d gefiel Gott nicht, dass sie berlebte. So lehnte er diese Verwaltung ab und bernahm stattdes sen die Aufgaben des Aedils und Prtors in den von Elbe und Bille begrenzten Gebieten. In den Jahren 1769 bis 1774 oblag ihm auch die Verw altung der Walddrfer, die Aufsicht des Kriegs- und Handelswesens, die Sorge fr das Gerich t der Handwerkercollegien, die Aufsicht ber das Getreide und den Weinzoll, und alles versa h er zu allseitigem Vertrauen und seiner Ehre. Von 1775 bis 1778 war er Abgesandter fr die Berged orfer Verwaltung, Proprtor fr Hamm und Horn, Vorsitzender des Mhlenwesens und Beisitz er der Admiralitt und anderer Einrich- tungen und versah auch das alles sorgfltig, geschi ckt und beherzt. Auerdem wurde er Kura- tor des gesamten Schulwesens und erwarb sich groe Verdienste um alle Einrichtungen fr die Erziehung der Jugend. Auf hchsten Befehl der gttlichen Weisheit verschi ed am 4. September 1778 der erhabene, um die Stadt bestens verdiente Brgermeister Johann es Schlter. Daraufhin erlangte unser Held am 11. September die Brgermeisterwrde. Im Se nat folgte ihm Georg Ankelmann. Als Brgermeister bernahm er alle ffentlichen Ver pflichtungen, die diesem Amt zugewie- sen wurden. So stand er von 1779 bis 1784 dem Geric htshof der Handwerkercollegien vor und leitete zusammen mit Nicolaus Schuback und Vinc ent Rumpff die Admiralitt. Auer- dem war er Schirmherr der Nicolaikirche, der Gefng nisse, des Krankenhauses St. Georg, des Klosters St. Johannes und der Hospitler St. Jacobi . Zugleich bte er die Aufsicht ber das Mnzwesen, die Arzneihndler und die Waisenhuser a us. berall erwies er sich als der H- ter der Gerechtigkeit, scharfsinnig abwgend und vo m Eifer der Prozessparteien weit entfernt, stets um das Heil der Vaterstadt bemht. Auf der Hhe der Wrden, welche die Republik dem Wo hlverdienten zuerkennt, fehlte nun noch das Vorrecht des Seniorats des erhabenen Stand es der Brgermeister. Aber er war weit entfernt, es sich zu wnschen, weil es in den Hnde n eines anderen lag, fr den ein langes Leben erfleht wurde. Von Gott aber wurde es anders gesehen, er wollte dass unser Held auch diesen Gipfel erklimmen sollte. Als also der erhabe ne, sehr berhmte, mit der brgermeister- lichen Machtvollkommenheit und dem Vorrecht unter d en Brgermeistern geschmckte Greis Nicolaus Schuback, Licentiat beider Rechte, am 29. Juli 1783 das Sterbliche ablegte und unter die Himmlischen aufgenommen wurde, wurde unserem He lden das Seniorat zu Recht und nach der Reihe zuteil. Wenn auch er selbst sich dem Greisenalter nherte, begehrte er den- noch weder von dessen Aufgaben befreit zu werden, n och wollte er sie nur obenhin erledigen. Daher setze er nicht nur die Sorge fr die Collegie n, die frommen Krperschaften genannt werden und deren Schirmherr er geworden war, fort, sondern bernahm auch neue, nmlich fr die Gertrudenkirche, das Waisenhaus und dessen als Convent bezeichnete Herberge auf sich. Nach dem Wechsel seines Wohnsitzes begrte i hn auch die Petrikirche als Schirmher- ren. Endlich bernahm er die stets mit dem Seniorat verbundene Verwaltung des gesamten Kriegswesens. Nach dieser Schilderung des ffentlichen Lebens uns eres Brgermeisters soll nun auch auf sein persnliches Dasein eingegangen werden. Seine bedeutende Herkunft brachte es mit sich, dass er schon frh von den Wrdentrgern der Republ ik wahrgenommen wurde. Deren Um- gang erstrebte er nach dem Studium und seinen Reise n aufs Neue. Er war schon 30 Jahre alt und unverheiratet. Es war aber unter den vielen ehr enwerten Familien und vornehmen Jung- frauen die vornehmste, deren Geflligkeit und Reize seinen Geist gefangen nahmen. Margare- the Maria, die Tochter des einstigen Brgermeisters Johann Hermann Luis und seiner Ehefrau Catharina, Margarethe Cronenburg, eine glnzende Ju ngfrau alten Geschlechtes mit hervorra- genden Gaben der Seele und Schnheit des Krpers, w urde ihm 1748 zur Ehe verbunden. Nach den glcklich berstandenen Gefahren der erste n Niederkunft, welche sie durch vierfa- chen Wechsel aufs neue behielt, stiegen fnf Kinder aus dieser Ehe herab (diese Tochter wird in der Luisschen Lebensbeschreibung ohne weitere A ngaben erwhnt, weil sie erst nach des Vaters Tod (1741) heiratete): 1. Catharina Maria geboren am 16. Feb.1749 2. Maria Theresia geboren am 20. Feb 1750 3. Johannes geboren am 27. Mrz 1751 4. Albert +30.10.1754 geboren am 9. Jan 1753 5. Johanna Margarethe geboren am 27. Mrz 1765 Aus dieser Nachkommenschaft empfing unser Brgermei ster sehr viel Freude, wurde aber zu Boden geworfen, als die lieblichste Gattin schwer e rkrankte und, nachdem alle Ratschlge medizinischer Weisheit erschpft waren, im rstigen Alter 1766 verstarb. Durch diesen schweren Schicksalsschlag zur Einsamkeit eines Witw ers verurteilt, konnte er sich nie zu ei- ner zweiten Ehe entschlieen. Er selbst wurde 1771 lebensgefhrlich krank, aber G ott gefiel es noch nicht, dass er der Repu- blik Lebewohl sagte. Er kehrte zu einer zweiten Ges undheit zurck, deren er sich bis ans Le- bensende erfreuen durfte. Unser Brgermeister war hochbegabt, konnte auch die schwierigsten Zusammenhnge rasch erkennen. Die Strke seines Urteils leuchtete beson ders hervor, als er Rechtsflle verteidigte und spter Recht sprach. Vermge seiner Fhigkeit a uch die verworrensten Zusammenhnge zu ergrnden, war fr ihn nichts so schwer, dass er es nicht angegriffen und letzten Endes auch gelst htte. Niemand dem das Glck zuteil wur de, mit ihm umzugehen, wird leugnen, dass ihm ein groer und mutiger Geist innewohnte. H ierzu kam seine ungeheure Kenntnis auf verschiedenen Wissensgebieten, der freien und feine n Knste, der Sprachen der alten und neuen Zeit. Mit dieser umfangreichen Bildung verban d sich ein genaues Wissen um die Rech- te, Gesetze, Einrichtungen der Republik und des br igen Deutschland. Er hatte die besondere Fhigkeit, andere fr sich zu gewinnen, ihre Ansich ten zu erforschen, zu erkennen, vorge- nommene Ziele zu erreichen, schwierige Flle glckl ich zu lsen und so die Republik tatkrf- tig zu fhren. Mit all diesem verband er eine unein geschrnkte Liebe zur Vaterstadt, das Bestreben, alles zu ihrem Heil und dem der Brger e inzusetzen. Die gttliche Vorsehung, Brger, hat diese Persnl ichkeit mit vielen Geistesgaben und Tu- genden ausgestattet und beschlossen, sie zu den hc hsten Wrden der Republik zu erheben, in denen sie keine Hoffnungen enttuschte. Vor bernah me einer Aufgabe ergrndete unser Held alle ihre Einzelheiten fhrte sie dann nach de n gesetzlichen Regeln zum Heil der Vater- stadt durch. Als er sich dem Greisenalter nherte, empfand er de ssen Beschwerden gering, wenn er auch nicht ganz frei von ihnen war. Die Geschfte fhrte er mit der Frische eines Jnglings. Er handelte klug, gerecht und mutig, was in einer zu s einen Ehren geprgten Mnze zum Aus- druck kommt. Die am Beginn der Lebensbeschreibung a bgebildete hat folgende Inschrift: vorne: Albert Schulte, Licentiat beider Rechte, Br germeister Hamburgs hinten: Wachsamer Beschtzer der Gerechtigkeit, si ch stets des Rechten bewusst Seine geschlossenen Freundschaften lste er nicht l eicht, wenn nicht ein sehr wichtiger Grund vorlag, sondern pflegte und festigte sie. Und wie er ein geselliges Leben niemals ablehnte, s o ging er gerne Gesellschaften und eh- renwerten Umgang ein, erschien dabei rstig, leutse lig und liebenswrdig, sei es als Gastge- ber oder Gast. Im Umgang freundlich und liebenswrd ig, aber wenn eine Sache es erforderte, ernst und charakterfest. Der Ehegattin war er der a nhnglichste und liebenswrdigste Ehe- mann, den Kindern der willkommenste und wohlwollend ste Vater, der aufmerksamste Gnner und Freund, und achtete stets eifrig auf ihr Heil. Beistand- und Hilfesuchenden war er willfh- rig und versprach ihnen niemals mehr als er gewhre n konnte. Seine uere Gestalt war schlank aber nicht mager. das Gesicht meistens ernst, dennoch freundlich, der groe Verstand war ihm gleichsam au f die Stirn geschrieben. 1785 wurde er krank, war aber nach wenigen Tagen wi eder hergestellt, und wickelte alle von ihm begonnenen Geschfte mit gewohntem Nachdruck un d der blichen Rechtschaffenheit ab. Am Abend des 29. Dezember befiel ihn eine andere mi t groen Schmerzen verbundene Krankheit, eine - wie die rzte sagten - innere Ent zndung, seinen ganzen Krper, vermochte aber seinen Geist nicht zu schwchen. Er wurde getr agen von dem Trost, den unser heiligster Glaube uns gewhrt. Mit dessen Lehren war er schon als kleiner Knabe vertraut gemacht worden und hat sie stets hoch gehalten. So strebte er, das Irdische hinter sich lassend, mit dem ersten Licht des 3. Januar 1786 in die Gefilde des ewigen Heils. So starb eine groe Persnlichkeit, damit sie einst am Tage der Auferstehung als Sieger mit dem immerwhrenden Lorbeer bekrnzt werde, 69 Jahre , 6 Monate, 21 Tage alt geworden. Ehegatte war er durch 18, Witwer durch 20 Jahre, al s Senator lebte er 25 Jahre, als Brger- meister 8 Jahre, als Senior 3 Jahre. Kurze Zeitrum e nach Jahren, nach Taten und vollbrach- ten Mhen aber sehr lange und doch nicht lange genu g fr die Republik, viel zu kurz fr die Nachkommen, welche den gtigsten Vater, den durch d ie zartesten Stimmen des Herzens ausgezeichneten Grovater betrauern. Aber whrend wir von dem Schmerz wegen des Todes un seres Brgermeisters hart mitge- nommen werden, knnen wir nicht die Freude und den dankbaren Geist gegen Gott verleug- nen, welche unser Herz Brger durchdringen, wei l es das Unglck, welche wir aus dem Fortgang jenes Mannes erdulden mssen, auf das Gti gste wieder gut gemacht hat. Durch seine Fgung nmlich ist der sehr berhmte, erhaben e, gelehrte Johannes Adolf Poppe, Licen- tiat beider Rechte, am 20. Januar aus dem Senatoren stande zur Brgermeisterwrde erhoben worden. Wie wir uns so froh des neuen Brgermeisters rhmen und die Augen auf ihn richten, steht es uns gut an Brger zu begren den, der ihm im S enatorenstande folgt. Denn ein groes Los hat die Republik erlangt, weil sie unter ihren Vornehmensten den berhmten, gelehrten Wilhelm Amsinck, Licentiat beider Rechte, am 18 Jan uar als eingesetzt erblickt. Eine Persn- lichkeit blhenden Alters, auffallend durch Redlich keit der Sitten, Anstand, Feinheit, zugleich ein glhender Verehrer der Vaterstadt. Wir mgen un s Brger ber den neuen Senator freuen, durch den sich das durch seinen Ruf ebenso wie durch sein Alter unter uns Landsleu- ten berhmte Geschlecht erneut rhmen mge, ber de n ich selbst mich von Herzen freue. Fr den glcklichen Erfolg seiner Bemhungen, sein neu auf unser Heil gerichtetes Arbeiten, sein langes Leben, fr seine uerst vortreffliche Frau, die sehr guten Kinder, fr seine beste rechtschaffende Mutter mgen wir unsere besten Wns che zu dem gtigsten Gott zusammen- fassen. So haben wir erkannt Brger wie die Vaterstadt den Verlust durch den Tod des fromm verstorbenen ltesten Brgermeisters durch den Besc hluss der gttlichen Vorsehung wieder hergestellt hat. Den Tugenden und Verdiensten des verstorbenen Brge rmeisters aber haben wir ein Denkmal errichtet, damit die Geschichte der Republik seinen Namen bewahre und er niemals unserem Gedchtnis und der Nachwelt fehle: Heiliges Denkmal den Tugenden, Verdiensten und dem Ruhm des Albert Schulte dem ltesten Brgermeister der hamburgischen Republ ik dem groen um die Vaterstadt verdienten Manne ------------------------------------------------- -- Albert Schultes Kinder: 1. Catharina Maria geboren am 16. Februar 1749, 177 2 verheiratet mit Jakob Kpke einem angesehenen Kaufmann, dem sie 2 Kinder schenkte, n mlich a) Louise geb. 7. April 1774 b) Carl geb 2. Dezember 1776 aber die Mutter, bis dahin in rstigem Alter, hrt am 26.3. 1784 auf unter den Lebenden zu sein 2. Maria Theresia geboren am 20. Februar 1750, wel che aber an Gaben des Geistes, Schn- heit des Gesichtes und des Krpers alle jungen Frau en berragend im blhenden Alter am 24. November 1776 aus dem Leben davon ging . 3. Johannes, geboren am 27. Mrz 1751, besuchte die Schulen unseres Gymnasiums, studier- te in Gttingen, wo er mit einer Dissertation ber die gut gemeinte Enterbung Doktor beider Rechte wurde. In der Vaterstadt wurde ihm die Stelle eines Sekre- trs der Republik bertragen. Er heiratete am 11. A pril 1780 Sara Catharina Luis, Tochter von Johannes Luis, des Brgermeisters , und Sara Agathe Beck- hoff, aus welcher hervorgingen: a) Agathe Margarethe geb. 30.12.1780 b) Maria Theresia geb. 27.3.1782 c) Elisabeth Johanna geb. 2.3.1783 gest. 5.3.1784 d) Albertina geb. 10.3.1785 e) Wilhelmine geb. 10.2.1786 4. Albert geboren am 9. Januar 1753 aber schon im f olgenden Jahr am 30. Oktober von den Himmlischen empfangen. 5. Johanna Margarethe geb. 27. Mrz 1765, welche na ch dem Tod des Vaters im selben Jahr Carsten Albrecht Schrdter, einen erfahrenen Arzt, heiratete Der Stammbaum der Familie Schulte Nach der Lebensbeschreibung des Brgermeisters Albe rt Schulte handelt es sich um sehr altes Geschlecht, das schon in frherer Zeit berhmte mi t dem brgerlichen und dem Kriegsman- tel bekleidet Helden hervorgebracht und auch der Republik zugefhrt hat. Der erste, der hier nachgewiesen werden kann, ist Andreas, der aus dem Churfrstentum Brandenburg stammend 1536 in Hamburg als Brger aufgenommen wur de. Er zeugte aus Caecilia, der Tochter des Senators Hgen und seiner Frau Anna von Steden, fnf Kinder, von denen der erste, Johannes , die Familie fortpflanzte. Er wurde 1537 geboren, war Licentiat der Rechte, Berater eines Herzogs und erlangte 1570 die Wrde e ines Senators, als welcher er 1590-1597 das Amt Bergedorf und Ripenburg verwaltete bis er a m 8. Mrz 1597 starb. Seine Ehefrau war Anna Oldehorst, Tochter des Senators Albert Old ehorst und seiner Frau, einer geborenen Matthiessen. Anna Oldehorst knnte eine Nichte der im Scheeleschen Stammbaum als Frau von Joachim Scheele erwhnten Gesa Oldehorst gewese n sein. Er hatte sieben Kinder von denen der Biograph des Brgermeisters Albert Schult e nur den dritten Albert genauer er- whnt. Dieser wurde 1576 geboren, im hohen Alter Ob eralter fr das Kirchspiel St.Petri (1648) bis er 1652 starb. Seine Frau war Gertrud vo n der Fecht, Tochter des Oberalten Albert von der Fecht und der Anna de Wovern, die ihm acht Kinder schenkte, von denen drei Shne das Geschlecht in mnnlicher Linie fortpflanzten, n mlich: 1. Johannes, geboren am 14. Dezember 1621, der in d ieser Biographie schon beschriebe- ne Brgermeister 2. Albert, der 1652 zwei Shne Albert und Erich zeu gte, deren einer in dnischen Kriegsdiensten, der andere als Kaufmann starben, oh ne Nachkommen zu hinterlassen 3. Andreas geboren 1633 erzeugte einen einzigen Soh n Albert Andreas, Offizier in dni- schen Diensten. Dieser erzeugte in zwei nacheinande r geschlossenen Ehen je einen Sohn, die jedoch beide in dnischen Diensten 1690 u nd 1711 kinderlos verstarben. So bleibt also nun der Brgermeister Johannes Schul te der alleinige Urheber weiterer Nach- kommenschaft. Von seiner groen Kinderschar pflanzt en nun zwei Shne das Geschlecht und den Namen fort, der Erstgeborene und der andere, di e brigen gaben nmlich in der Jugend das Leben zurck oder gingen im Mannesalter dem let zten Tag entgegen. Der sptere dieser beiden Shne, Johannes geboren 1662, heiratete Hanna, die Tochter Johan- nes Guhls und seiner Frau Anna, geborene Burmester, im Jahre 1688, die ihn mit einem Sohn und 5 Tchtern beschenkte. Er wurde am 30. Mai 1703 in den Senat gewhlt, machte sich um die Vaterstadt verdient und starb am 13. Januar 171 9. An seine Stelle im Senat trat am 21. Januar 1719 Johann Herrmann Luis. Sein einziger Soh n Johannes, geb. 1689, ging in Lissa- bon ein Geschft ein und starb dort 1756 ohne Kinder. Sein lterer Sohn Albert , geboren am 26. Dezember 1651 legte im Jahre 1668 auf dem vter- lichen Gymnasium die Grundlagen der Wissenschaften, studierte Rechtswissenschaften, wur- de 1677 Licentiat beider Rechte und am 15. August 1 683 Senatssekretr, spter Pronotarius bis er 1703 starb. Seine Frau war Catharina geb. Ru lles, von der er drei Shne und zwei Tch- ter empfing, deren jngere Catharina geboren 1686 M ichael Richey heiratete, damals Rektor in Stade, spter Professor der Geschichte und griec hischen Sprache am Johanneum. Sein erstgeborener Johannes geboren 1680 an den Kalenden des Oktober (1 Oktobe r) wurde 1697 unter die Brger unseres Gymnasiums aufgenomme n und weihte sich der Rechtswissen- schaft. 1704 am wrttembergischen Hofgericht zum Ve rtreter von Rechtsfllen berufen, er- warb er 1705 das Licentiat und kehrte dann in die V aterstadt zurck, wo er im Wechsel den Vorsitz am Niedergericht innehatte, bis er am 22. A pril 1725 kinderlos starb. Sein dritter Sohn Johannes Balduinus, geboren an de n Kalenden des September (1. Septem- ber) 1689 ging als Kaufmann nach Amsterdam, wo er G ertrud Schildt heiratete und von ihr einen einzigen Sohn Johannes Albert am 14. Oktober 1717 empfing, welcher aber schon im zarten Kindesalter wieder aus dem Leben ging. Danac h starb auch die Gattin und er ging eine neue Ehe ein mit Elisabeth Mello. Die einzige Tocht er dieser zweiten Verbindung Susanna Maria, geboren 1728, starb unverheiratet am 15. Jan uar 1780. Es verbleibt der zweite Sohn Albert , geboren 10. November 1681. Er zog den Handel den Wissenschaften vor, und gelangte durch Begabung, Ge schicklichkeit, Eifer und gediegene kaufmnnische Kenntnisse bald zu einer angesehenen Stellung im Geschftsleben. Am 3. No- vember 1710 verband er sich Maria Caecilie Boetefeu r zur Ehe. Durch Gaben des Geistes und des Krpers wohlgerstet, war sie die Tochter Joach im Boetefeurs, des Senators, bedeutenden Geschftsmannes und seiner Frau Sara, geb Pieren. S ie schenkte ihm 11 Kinder, nmlich: 1) Johann Philipp geboren 13. Januar 1715, gestorbe n unvermhlt Feb. 1769 2) Joachim Geboren 6. Dezember 1713, gestorben in L issabon am 8.5. 1739 3) Margarethe geboren 13. Januar 1715, 1736 mit Joh annes Coldorf verheiratet, dem sie zwei als Kinder verstorbene Shne schenkte, Joachim Al- bert und Johannes, sie selbst wurde am 25. April 17 56 aus der Sterblichkeit geraubt. 4) Albert der unsrige, welchen wir nun betrauern 5) Maria Caecilia geboren am 10 August 1718, 1750 m it Cornelius Jacob Berenberg verheiratet. Ohne Nachwuchs gab sie Gott am 2. Nove mber 1753 die Seele zurck. 6) Johannes geboren am 19. Mrz 1720 legte als Knab e am 23. Januar 1724 das Leben nieder 7) Sara geboren am 25. Juni 1721, schied am 3. Mrz 1722 wieder aus dem Leben 8) Johann Friedrich geboren am 10. Juli 1723, am 4. November wieder gestorben 9) Catharina geboren am 10. Juli 1723, hauchte die Seele schon am 29. August wieder aus 10) Johanna Elisabeth geboren am 1. Juli 1726, 1756 Gefhrtin des Bettes von Johannes Heinrich Winkler Licentiat beider Rechte, Senator. Sie schied ohne Kinder Anfang Mai 1772 aus dem Leben. 11) Sara Catharina geboren am 6. Mrz 1731, in der blhenden Jugend vertauschte sie im Juli 1748 das Leben mit dem Tode. "


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