George
Woidt / Woyte / Woyth

* ca. 1743
+ 21.12.1818 Troszcziner Hauland
Marie (Maria) Elisabeth
Schulz
* ca. 1753
+ 28.04.1832 Troszczin

Johann Christoph
Woidt / Woyth


Eigentümer und Schulze in Kurowo / Förster in Prochy (Gutsbezirk im Kreis Schmiegel)

* 21.03.1780
+ 29.10.1844 Forsthaus Bukowiec (Kreis Grätz)


Kinder mit: Maria Elisabeth Pflaum (1786-1855) (oo 1806):

Rosina Dorothea
Woyth
* 1807 Kurowo
+ 1808
Johann Christian
Woyt / Woyth

˜ 03.06.1810 Kurowo
+ 1869
Martin
Woyth
* 1812 Kurowo
+ 09.07.1833 Prochy
Jäger zu Prochy
Johann Gottlieb Heinrich
Woydt

* 10.02.1819 Kurowo
+ 04.03.1874 Forsthaus Eichenhorst
Johanna Juliane
Woyt / Woyth

* 20.06.1822 Kurowo
+ 20.10.1876 Alttomischel
Johann Friedrich August
Woyt / Woyth

* 09.03.1825 Prochy
+ ?


Quellen:
- im Familienarchiv Woydt:
"Abschrift Totenschein. Auf Grund des Sterberegisters der evangel. Kirchengemeinde Grodzisk wird hiermit folgendes amtlich bescheinigt: Johann Christoph Woidt, gewesener Förster zu Prochy (Vater: George Woidt, Eigentümer in Torszczynerhld., Mutter: Marie Elisabeth, geb. Schulz) ist am 29. (neunundzwanzigsten) Oktober 1844 Eintausend Achthundertvierundvierzig zu Forsthaus Bukowiec in einem Alter von 64 Jahren 7 Monaten und 8 Tagen gestorben und am 1. November dess. Jahres beerdigt worden. Angezeigt v. Sohne Joh. Gottlieb Woidt,Förster im Bukowiecer Forst. Grodzisk Wkp. (fr. Grätz i/Posen) den 20ten November 1936, Totenreg. 1844/Nr.107, Das Evangelische Pfarramt gez. Rudolph, Pfr. L.S. ..."

- Mitteilung Gudrun Tabbert, Juni 2010: Lebensdaten Ehefrau: "Maria Elisabeth Pflaum verh Woyth (g.1786;h.1806;t.1855)" und Tochter: "einz 1808 Rosina Dorothea Woyth + (g.1807-Kurowo;t.1808)" und Sohn: "Johann Christian Woyth WaldwÄrter zu Sielinko; RevierfÖrster zu Troszczyn; zu Schloss Opalenica (g.1810-Kurowo;t.1869)" und Sohn: "Martin Woyth JÄger zu Prochy (g.1812-Kurowo;t.1833)" und Tochter: "1815 als jÜng Johanna Rosina Dorothea Woyth + (g.1815-Kurowo;t.1815)" und Sohn: "2ter Johann Gottlieb Heinrich auch Wilhelm Woyth HUiBFKS (g.1819-Kurowo;t.1874)" und Tochter: "einz Johanna Juliana Woyth verh Steinke (g.1822-Kurowo)" und Sohn: "jÜng Johann Friedrich August Woyth herrschaftl. Förster zu Dorf Rose; frÜher in Sielinko (g.1825-Prochy)"
- Scan der Sterbebuchabschrift der Gattin im Staatsarchiv Posen
- Matthias Woyth: Was bedeutet Hauland?: "Eine besonders wichtige Rolle spielten seit der zweiten Siedlungswelle im 17. Jahrhundert die sogenannten Holländereien, später Hauländereien genannt. Im gesamten Posener Land gab es deren etwa 1.800, davon allein im Westen gegen 1.000. Mit diesem Ehrentitel wurden deutsche Siedlungsdörfer bezeichnet, die auf Veranlassung polnischer Grundherren gegründet wurden. In freiwilligem übereinkommen und in friedlichem Einvernehmen wurden die durch besondere Werbeaktionen der Polen ins Land gerufenen deutschen Siedler in ihre zu errichtenden Bauerndörfer eingewiesen. ... Die große Siedlungswelle der Holländer ging zunächst von der Niederelbe über den Fläming bis zur Weichselniederung. Dann setzte sie sich über die Porta prussica an der Weichsel bei Fordon in der Gegend von Graudenz, Schwetz, Kulm und Thorn fort, um schließlich bei Schulitz im Jahre 1594 das Posener Land zu erreichen. Insbesondere wurden die breiten Täler der Weichsel, Netze, Warthe und Obra und die kujawische Seenplatte besiedelt, ferner die waldigen Sumpfgebiete im Westen des Posener Landes. Schließlich sind zu erwähnen die Waldgebiete von Wollstein und Neutomischel, die Urwälder und ödländereien nördlich von Posen, im Kalischer Land und im Gostyniner Gebiet. ... Schon die Lage dieser Hauländereien inmitten oder am Rande ausgedehnter Kiefernwälder weist darauf hin, daß es sich hier um die Urbarmachung ausgeprochener Urwaldzonen handelte. Die deutschen Siedler haben den eingesessenen polnischen Bauern, die meist auf den guten, lehmhaltigen Böden saßen, kein Land fortgenommen, sondern sie haben als echte Kulturpioniere und Rodungsbauern bisher siedlungsuntaugliches ödland erschlossen. [Quelle: Obornik - Eine königliche Stadt an der Warthe. Geschichte der Evangelischen Kirchengemeinde Obornik. Von Wilhelm Reinhold Brauer 1960.]"
- Zofia Zierhofferowa (Poznan): Names of Olęder settlements in Wielkopolska. Origins and changes: "Based on the research carried out by historians, it is commonly known that the Dutch settlement in Poland began in the second half of the 16th century in the Gdansk region and proceeded gradually along both banks of the Vistula river. In 1624, the colonization reached Saska Kępa, located in present-day Warsaw, and then kept moving southward, however, the penetration of these regions was poorer. In Wielkopolska region, the first Dutch settlement, Olędry Ujskie was founded in 1597, two subsequent ones Herbardowo and Folsztyn were established in 1601 in Ziemia Wielenska. In the 17th century, the progress of the colonization process was still slow and its acceleration did not occur until the 18th century. Generally, the Ductch colonization considerably increased the number of villages in our region. However, the number of villages is uncertain due to the incompleteness of source materials. Besides, not all initiated settlement foundations were successful, which additionally makes their cataloguing difficult. W. Rusinski maintains that there were ca. 550[1] settlements, whereas, the recent studies of Z. Chodyła increased their numbers to 700. The majority of settlement names were characterized by two segments and included names (H)olendry or Olędry."
"Troszczynskie Olędryb.d. Rus 131 (: n. of forest Troszczyna 1577-78 Koz III 326: Troszczyna - "a tree or a bush, which occurs in Poland on moist and fertile soils"); Troszczyn Sk X 20; pozn., gm. Opalenica WUN III."
- Daraus schließe ich, daß der von mir notierte Ortsname "Torszczynerhld." eigentlich "Troszczyner Hauland" heißen muß. Insbesondere, weil es ganz in der Nähe vom Opalenicaer Ortsteil Troszczyn ein Bukowiec und ein Sworzyce gibt! Auch Sliwno ist nicht weit. Meine bisherige Vermutung, es handle sich bei "unserem" Bukowiec um ein Bukowiec im Kreis Schwetz ist schon durch die Familienpapiere wiederlegt.
- Alle diese Ortsnamen gibt es mehrfach in Polen, es gibt mehrere Bukowiec, mehrere Troszcyn, mehrere Sworzyce. In der Gegend von Neutomischel gibt es aber alle drei beisammen.
- Joachim Woyth: Zur Geschichte der Menschen im Gebiet der Provinz Posen: "Im 17. und 18. Jahrhundert erfolgte die sogenannte „oledrerski-Besiedlung“ der Gebiete von Wielkpolski – Großpolen -, zu denen die Provinz Posen gehörte l( lt. Geschichte der Stadt Nowy-Tomysl). „Die erste oledrerski-Siedlung wurde um 1700 in der Nähe der Stadt (Nowy-Tomysl, J.W.) gegründet und hieß Sekowo.“ (nach http://olederskiosadnictwo.nowytomysl.pl) Später entstanden weitere Gemeinden. „Den Urkunden aus den Jahren 1789 – 1790 zufolge gab es auf dem Gebiet von 15 oledrerski-Siedlungen bereits damals 636 Bauernhöfe. …. In der Gegend von Nowy-Tomysl kamen vor allem die Ansiedler der deutschen Nationalität an. Die Ankömmlinge aus Brandenburg, Schlesien und Pommern repräsentierten den protestantischen Glauben, dagegen die aus Bayern und Schwaben Angekommenen den katholischen.(ebenda)“
„Insbesondere nahmen die Eigentümer weit ausgedehnter Herrschaften deutsche Kolonisten bereitwillig auf und überwiesen ihnen ihre unermesslichen Waldungen zum Ausroden, zum A u s h a u e n. So entstanden die sogenannten H a u l ä n d e r in den Gütern um Kurnik, Grätz. Die ersten Niederlassungen dieser Art erfolgten vor mehr als 2 Jahrhunderten (also ab 1600, J.W. ). Der größte Zuzug war unter der Regierung des sachsischen Königshauses….und es ist mit diesen Kolonisationen noch bis weit in die zweite Hälfte des vorigen (18.. J.W.) Jahrhunderts fortgefahren worden. Diese H a u l ä n d e r wurden … wegen der ähnlichkeit des Namensklanges auch H o l l ä n d e r genannt. Sie waren aber weder Holländer, noch haben sie Holländereien im eigentlichen Sinn gegründet.“ (Schmidt. S. 6). Sie (die Hauländer J.W,) hatten kleine Höfe, meist in größerer Anzahl nebeneinander. Gebäude und Inventarium waren ihr eigen, teilweise auch der Grund und Boden; teilweise saßen sie auf Pacht…“(ebenda, S.7)"
- Matthias Woyth: Namensfunde WOYTH:
- "1843 - Woyth - Johann Gottlieb Heinrich - Bakowiczer Forsthaus - 30.11.1843 Hochzeit mit Anna Rosina Müller, 3. Tochter des Eigentümers Gottlob Müller aus Zwozyna, Johann ist der 2. Sohn des Eigentümer zu Kurowo Christoph Woyth"
...
- "1864 - Woyth - Johanna Eleonore - Trosczyn - 6.10.1864 Hochzeit mit dem Eigentümer zu Weiss Hauland Johann Herrmann. Johanna Eleonore verwitwert. 1. Ehe mit Johann Carl Gramenz"
- "1867 - Woyth - Johanna Ernestine Bertha - Trosczyn - 22.10.1867 Hochzeit mit Johann August Seifert,Eigenthümer, ältester Sohn des Eigenthümer Gottlieb Seifert. Johanna ist die einzige Tochter vom Eigentümer Wilhelm Woyth"
Matthias Woyth: Namensfunde WOYT:
- "1818 - Woyt - Johann Heinrich Gottlieb - Borui-Kirchplatz - Sohn von Christoph Woyt, Hochzeit 1843 mit Anna Rosina Schiller 20 Jahre alt, Tochter von Gottlieb Schiller, ev."
- "1819 - Woyt - Johann Traugott Wilhelm - Borui-Kirchplatz - Sohn von Johann Gottfried Woyt, Hochzeit 1846 mit Johanna Anna Dorothea Fechner 23 Jahre alt, Tochter von Johann Christian Fechner, ev."
- "1822 - Woyt - Johanna Julianne - Borui-Kirchplatz - Tochter von Christoph Woyt, Hochzeit 1842 mit Johann Daniel Steinke 27 Jahre alt, Vater Christoph Steinke, ev"
- Sommerfeld-Forum: Kirchplatz Borui = Nowa Boruja = Hammer-Borui = Alt-Bornsiche Hauländerei - [LIEGT AUCH IN UNMITTELBARER NäHE ZU DEN ANDEREN DREI ORTEN!]
- Michael Rademacher: verwaltungsgeschichte.de: Führt auf als Orte im Landkreis Neutomichel:
- "Bukowiec, Dorf und Rittergut: (1894 Amtsgericht Neutomischel, Post Eichenhorst; Besonderheiten 1894: katholische Pfarrkirche) 1.002 Einwohner (1885)
- Sworzyce
Michael Rademacher: verwaltungsgeschichte.de: Führt auf als Orte im Landkreis Grätz:
- "Sliwno, Dorf und Rittergut: (1894 Amtsgericht Grätz, Post Sliwno; Besonderheiten 1894: Hopfenanbau) 806 Einwohner (1885)" - "Troszczyn"
- maptur.pl: "64-330 Porażyn [Eichenhorst]"
- Verordnungsblatt des Reichstatthalters im Warthegau Nr. 12, 18.5.1943: Ortsnamenänderungen ... im Kreis Grätz (Wartheland):
alter polnischer Name - amtlicher Name von 1939 - künftiger deutscher Name:
"Bukowiec - Bukowiec - Buckwitz
Bukowiec Stary - Bukowiec Stary - Eichenhorst (Kr. Grätz, Wartheland)
Grodzisk - Grätz - Grätz (Wartheland)
Opalenica - Opalenitza - Oppenbach
Porazyn (st. kol.) - Eichenhorst - Eichenhorst (Kr. Grätz, Wartheland)"
- territorial.de: Amtsbezirk Oppenbach-Land:
"1. 8. 1833 - Bildung des Woytbezirks Opalenica aus der Stadt Opalenica und den Dörfern und Etablissements ... Porazyn ... Troszczyn (13 Städte/Ortschaften). Er wird verwaltet vom Bezirkswoyt in Opalenica.
1875? - Umbenennung des Polizeidistrikts Opalenica in Opalenitza.
1. 10. 1887 - Es treten zum neuen Kreis Grätz: ... der Polizeidistrikt Opalenitza
1. 1. 1908 - Der Polizeidistrikt Opalenitza umfaßt die Landgemeinden ... ... Sliwno ... Troszczyn ... und die Gutsbezirke ... Sliwno ...
9. 1. 1920 - Der Polizeidistrikt Opalenitza umfaßt die Landgemeinden ... Sliwno ... Troszczyn ... und die Gutsbezirke ... Sliwno ...
10. 1. 1920 - Abtretung des Polizeidistrikts Opalenitza an Polen
Umbenennungen 1939: Opalenica in Opalenitza, Bukowiec Stary (Porazyn?) in Eichenhorst, Troszczyn in Wiesenhauland"
territorial.de: Amtsbezirk Neutomischel-Land:
1. 8. 1833 - Bildung des Woytbezirks Bukowiec (oder: Konkolewo) aus den Dörfern und Etablissements ... Bukowiec ... Er wird verwaltet vom Bezirkswoyt in Bukowiec"
10. 1. 1920 - Abtretung der Polizeidistrikte Bolewitz und Neutomischel an Polen.
1939 - Vorläufige Umbenennung der Dorfgemeinden ... Bukowiec in Buchenhain ...
1. 4. 1940? - Bildung des Amtsbezirks Neutomischel-Land umfaßt die Gemeinden ... Buckwitz
territorial.de: Amtsbezirk Kuschlin:
1. 8. 1833 - Bildung des Woytbezirks Glupon aus den Dörfern und Etablissements ... Sliwno ...
1. 10. 1887 - Der Polizeidistrikt Kuschlin tritt zum neuen Kreis Neutomischel.
1. 1. 1908 - Der Polizeidistrikt Kuschlin umfaßt die Landgemeinden Bukowiec ... Porazyn ...
9. 1. 1920 - Der Polizeidistrikt Kuschlin umfaßt die Landgemeinden Bukowiec ... und die Gutsbezirke Bukowiec ...
26. 10. 1939 Die bisher polnische Landgemeinde Kuslin mit den Dorfgemeinden ... Sliwno ... Umbennenungen: ... Sliwno in Freienstein ...
territorial.de: Amtsbezirk Grätz (Wartheland)-Land:
1939: 26. 10. 1939 - Die bisher polnische Landgemeinde Grodzisk mit den Dorfgemeinden ... Bialawies ... Sworzyce ... Umbenennungen: ... Bialawies in Weißhauland ... Sworzyce in Waldesruh ...
1. 4. 1940? - Bildung des Amtsbezirks Grätz-Land aus den Gemeinden ... Waldesruh ... Weißhauland ...
de.wikipedia: Nowy Tomysl:
"Die Stadt- und Landgemeinde umfasst neben dem Hauptort Nowy Tomyśl 18 Dörfer ...
Bukowiec - 1815-1919 Bukowiec - 1939-43 Buchenhain - 1943-45 Buckwitz ...
Boruja Kościelna - 1815-1919 Kirchplatz Borui - 1939-45 Kirchplatz ...
Nowa Boruja - 1815-1919 Neu Borui - 1939-45 Neu Hopfengarten ...
Nowy Tomyśl - 1815-1875 Neutomysl - 1875-1919 Neutomischel - 1939-45 Neutomischel ..."
Unsere Ahnen: Gemeindelexikon für das Königreich Preussen von 1905. Heft V. Provinz Posen. 11 Kreis Grätz:
- Kurowo, Landgemeinde, ev. Kirchspiel: Grätz, kath. Kirchspiel: Grätz, Polizeibezirk: Grätz, 262 kath. Einwohner, 0 evangelische.
- Sliwno, Landgemeinde, ev. Kirchsp.: Duschnik, Kr. Samter, kath. Kirchsp: Duschnik, Kr. Samter, Polizeibez.: Opalenitza, 375 kath. und 125 ev. Einw.
- Sliwno, Gutsbezirk, ev. Kirchsp.: Duschnik, Kr. Samter, kath. Kirchsp: Duschnik, Kr. Samter, Polizeibez.: Opalenitza, 306 kath. und 36 ev. Einw.
- Troszczyn, Landgemeinde, ev.Kirchsp.: Opalenitza, kath. Kirchsp.: Opalenitza, Polizeibez.: Opalenitza, 212 kath. und 29 ev. Einw.
DER KREIS NEUTOMISCHL IST NOCH NICHT ERFASST...
MIT KUROWO UND TROSZCZYN WOHNTEN UNSERE EVANGELISCHEN VORFAHREN OFFENBAR UNTYPISCHERWEISE IN KATHOLISCHEN DÖRFERN, VIELLEICHT SIND SIE DESHALB IM KIRCHENBUCH DER STADT GRÄTZ VERZEICHNET?
- Digital Library of Wielkopolska: Geschichte der evangelischen Parochien in der Provinz Posen, S.102-105 (114-117): "Grätz ..." Quellen: S.Fischer's: "Evangelischer Hausfreud", 2. Jahrgang, Grätz 1848, S.24. Fischer: "Gedenkblätter für die evangelische Gemeinde zu Grätz." 1863. Haedrich: "Festschrift zum 100-jährigen Kirchweihfeste." Grätz 1888. ...
"Die Feststellung des Kirchspiels erfolgte erst im Jahre 1817. Gegenwärtig umfaßt dasselbe, nachdem im Jahre 1851 Konkalewo (s.d.) und 1865 Kuschlin (s.d.) und 1893 mehrere Ortschaften zu Opalenitza abgezweigt worden, die Stadt Grätz und etwa 50 ländliche Ortschaften. In größerer Anzahl wohnen Evangelische außer in Grätz in Doktorowo, Rojewo, Schwarzhauland, Weißhauland, Snowidowo, Terespotocke und Sworzyce. Die Gesamtzahl der Evangelischen beträgt 2666, von denen viele zerstreut unter Katholiken wohnen ..."
- bearbeiteter Ausschnitt aus der Special-Karte von Suedpreussen 1802- Orte unserer Ahnen in rot:

- bearbeiteter Ausschnitt aus der Übersichtskarte von Mitteleuropa 1870-1919 - Frankfurt/Oder- "Eichenhorst vormals Bukowiecer Forsthaus"

- Eholiday.plHeute ist das auf obiger Karte rechts im Wald liegende Forsthaus ganutzt als Erholungszentrum, dazwischen war es das Schlößchen der Gutsbesitzer von Beyme: "Pałac "Eichenhorst" (gniazdo dębów) wraz z zabudowaniami gospodarczymi zbudowany został w 1882 r. dla właściciela dóbr porażyńskich Franza Heinricha von Beyme przez dwóch architektów z Berlina Hermana von der Hude i Juliusa Hennicke. W 1920 r. Pałac wraz z zabudowaniami, parkiem, ogrodem i majątkami Sielinko, Porażyn i Terespockie o pow. 1800 ha staje się własnocią gen. Kazimierza Sosnkowskiego. W okresie powojennym pałac stanowił bazę szkolenia zawodowego leśników, ostatnio mieciło się w nim Policealne Studium Leśne. Od 1 września 1993 r. Policealne Studuium Leśne zostało przeniesione do Technikum Lenego w Goraju (województwo pilskie). Natomiast obiekty szkoły zostały przekazane do Nadleśnictwa Grodzisk i utworzony został Leśny Ośrodek Szkoleniowy w Porażynie oraz hotel." (Quelle: ta.pl
- Nette Seite zur Anlage: Mitrofan-geoblog: Porazyn-Eichenhorst
- Posselt-Landkarten: Karte des Deutschen Reiches 1927:


Geoportal.pl: Lagekarte der uns betreffenden Orte.


- Geoportal.pl: Luftbild, WO GENAU LIEGT "FORSTHAUS BUKOWIEC"?


- Luck-Genealogie: Hier hat jemand eine Reihe PFLAUM aus derselben Gegend verzeichnet:
"PFLAUM, Ernestine b: 4 MAY 1850 in Glinau, Kreis Neutomischel, Posen
PFLAUM, Heinrich Berthold b: 11 NOV 1865 in Paprotsch, Kreis Neutomischel, Posen
PFLAUM, Heinrich Traugott b: ABT 1836
PFLAUM, Johann George
PFLAUM, Johanna Dorothea Wilhelmine b: ABT 1818
PFLAUM, Lieselotte
PFLAUM, Wilhelm Reinhold b: 8 FEB 1863 in Glinau, Kreis Neutomischel, Posen
PFLAUM, Wilhelmine"

- Eine Suche nach "Woydt" oder "Woidt" beim Poznan-Projectergibt interessante Angaben:

- Protestant community in Boruja Kościelna [Borui-Kirchplatz], entry # 5 in 1842 score: Bride: 78%
Johann Daniel Steinke (27) father: Christoph Steinke
Johanna Julianne Woyt(20) father: Christoph Woyt

[Record in Archdiocesan Archive in Poznan]
- Protestant community in Nowy Tomyśl [Neu-Tomischel], entry # 7d in 1842 score: Bride: 78%
Johann Daniel Steinke (26) father: Johann Christoph Steinke
Johanna Julianne Woit (22) father: Johann Christoph Woit
[Record in: National Archive in Poznań]

- Protestant community in Boruja Kościelna [Borui-Kirchplatz], entry # 29m in 1843 score: Groom: 78%
Johann Heinrich Gottlieb Woyt(25) father: Christoph Woyt
Anna Rosina Schiller(20) father: Gottlieb Schiller
[Record in Archdiocesan Archive in Poznan]
KOMMENTAR: UNSER JOHANN HEINRICH GOTTLIEB HEIRATET SEINE ANNA ROSINA, ABER IN EINEM NACHBARORT...
... NACHTRAG: NICHT ÜBERRASCHEND, DIE MEISTEN WEILER DORT HATTEN KEINE EIGENE KIRCHE, MAN SUCHTE SICH EINE DER BENACHBARTEN KIRCHEN AUS, DARUM SIND DIE FAMILIEN VERTEILT ÜBER BORUI-KIRCHPLATZ, GRÄTZ ETC...

- Protestant community in Boruja Kościelna [Borui-Kirchplatz], entry # 32 in 1846 score: Groom: 78%
Johann Traugott Wilhelm Woyt (27) father: Johann Gottfried Woyt
Johanna Anna Dorothea Fechner (23) father: Johann Christian Fechner

- Protestant community in Nowy Tomyśl [Neu-Tomischel], entry # 15 in 1850 score: Groom: 61%
Johann Friedrich August Woyt (25) father: Christoph Woyt
Wilhelmine Steinke (22) father: Gottfried Steinnke
[Record in: National Archive in Poznan]
- Protestant community in Rostarzewo [Rothenburg a/Obra], entry # 3 in 1836 score: Groom: 61%
Christian Woyt (24) father: Christoph Woyt, mother: Elisabeth Pflaum
Anna Beate Muller (21) father: Johann George Muller, mother: Elisabeth Werner
[Record in: National Archive in Poznan]


VERMUTLICH ANDERE FAMILIE:
- Protestant community in Gniezno [Gnesen], entry # 1 in 1821 score: Bride: 76%
Heinrich Emil Samuel Tellmann (38)
Wilhelmine Auguste Friederike Woydt(21) father: Christoph Woydt
[Record in: National Archive in Poznań]
KOMMENTAR: VIELLEICHT ETWAS ZU FRÜH UM EINE SCHWESTER ZU SEIN? GEBOREN 1800?
PASST EHER HIERZU:
- Protestant community in Rogoziniec [Rogsen], entry # 7 in 1820 score: Groom: 61%
Martin Woyt(29) father: Christoph, mother: Elisabeth Schulz
Marie Elisabeth Wallter (20) father: Gottfried, mother: Anna Elisabeth Wolf
MITSAMT ZWEI KINDERN:
- Protestant community in Rogoziniec [Rogsen], entry # 3 in 1852 score: Groom: 61%
Martin Woyt(23) father: Martin, mother: Marie Elisabeth Walter
Johanna Louise Franke (22) father: Martin, mother: Marie Elisabeth Peschke
- Protestant community in Rogoziniec [Rogsen], entry # 3 in 1853 score: Bride: 61%
Gottlieb Bleschke (39) father: Martin, mother: Marie Meisner
Johanna Louise Woyt(27) father: Martin, mother: Marie Elisabeth Walter

WICHTIG! WEITER UNTERSUCHEN! South Prussian Land Records
: Last First Vol. Town Page County Kammer Deanary Parish Remarks
Woidt Victoria 39 Laskowitz, Vw. 1474 Wagrowiec Posen Lekno Grylewo July 1794
Woit Christoph 16 Gzunzig 589 Posen Benschenschen Blesenscher May 1794
Woit Christoph 31 Konkokewo/Bukowiece 1167 Kosten Posen Gradziskschen Bukowwiecer June 1794
Woit Gottfr. 73 Tlockie, Hol. 2890 Posen Graetz Olsztyn November 1793
Woite Dan. 59 Rakwitz/Freystadt 2307 Posen Graetz January 1794
Woite Daniel 59 Rakwitz/Freystadt 2305 January 1794
Woiteck Stary 43 Mikoszki 1654 Kosten Posen Kostenschen Gluchower September 1793
Woitecki Tomasz 65 Slawyn, Vw. 2554 Adalanowo Posen Kalisch Gostyczyn June 1794
Woiteczky Schuken 1 Albertowski, Hol. 2 Kosten Posen Grodzisk Bukuwiec June 1794
Woiteczky 40 Mieloslawice 1524 Posen St.Petri & Pauli Gnesen Nowe Miescisko August 1794
Woitek Antoni 40 Michorzewo, Vw. 1537 Kosten Posen Graetzer Michorzewo July 1794
Woitek Antoni 76 Wratkowo, Vw. 3001 Posen Koszminer Mokrono October 1793
Woitek George 36 Lewkowo 1372 Kalisch Posen Kalischen Sewkowo June 1794
Woitek Johann 63 Szepowice 2483 Kosten Posen Gratzner Konigaler June 1794
Woitek John 16 Grumpekowo 594 Posen Krobiaschen Gollejewkoschen November 1793
Woitek Koch 40 Mieloslawice 1524 Posen St.Petri & Pauli Gnesen Nowe Miescisko August 1794
Woitek Lorenz 3 Kowalewek 91 Kalisch Posen Kalisch Biscupice Szaloner June 1794
Woitek Marianna 49 Ozeszewo, Vw. 1907 Wagrowiec Posen Lekno Czeszewo July 1794
Woitek 29 Kuczyna, Gross 1040 Krobia Posen Krobiaschen Krobiaschen November 1793
Woitek 38 Lenartowice 1449 Posen Pleszewo Grodzisko November 1793
Woitek 43 Marzitze 1669 Radziejewo Plockischen Radziejewoschen Bytonschen July 1794
Woiteka Sophia 44 Mierzewo, Vw. 1704 Kosten Posen Krobia Punitzer July 1794
Woits Valentin 18 Grodszisko 657 Fraustadt Posen Szrimschen Swierzina November 1793
Woyd Balcer 73 Turkowo, Vw. 2859 Kosten Posen Schmiegler Czerwona Wies October 1793
Woyde George 55 Przybyszewo, Vw. 2159 Fraustadt Posen Fraustadt Schwetzkauer October 1793
Woyde George 55 Przybyszewo, Vw. 2159 Fraustadt Posen Fraustadt Schwetzkauer October 1793
Woyden Mertin 55 Przybyszewo, Vw. 2159 Fraustadt Posen Fraustadt Schwetzkauer October 1793
Woide Carl 40 Hoffner Statte/Lissa 1521 Posen
Woide Christian 40 Strune Statte/Lissa 1521 Posen
Woide David 40 Neu Lesner Statte/Lissa 1521 Posen
Woide Samuel 40 Storchnester Statte/Lissa 1521 Posen
Woidin Wittwe 40 Neu Lesner Statte/Lissa 1521 Posen
Woyd Pawel 25 Jutrkowo 909 Schildberg Petrikauer Olszower Wyszanowo May 1794
Woydt Andreas 24 Ilgien, Vw. 879 Fraustadt Posen Fraustadtschen Ilgien October 1793
Woydt Johann 80 Zakrzewko 3167 Bombst Posen Zbonszyn/Bentschen Zbonszyn/Bentschen June 1794
Woyt Ambrasius 76 Wronski, 1st part 2994 Szieratz Petrikau Szadkosko Brzikow May 1794
Woyt Andres 42 Malgowic 1633 Posen Koszminer Mokronoschen
Woyt Gottfried 32 Kostusch 1216 Posen Kostuschen Willkowschen September 1793
Woyt Gottfried 59 Rencko 2332 Posen Kostenschen Wielkowschen September 1793
Woyt Hans Jurgen 51 Proszkowo 1992 Posen Graetzer Prochyer June 1794
Woyt Jakob 31 Karczewo 1194 Posen Gratzer Kamienieczer October 1793
Woyt Joh. 22 Grossdorf 771 Meseritz Posen Neustaedter Birnbaumer November 1793
Woyt Joh. George 32 Kostusch 1216 Posen Kostuschen Willkowschen September 1793
Woyt Mart. 32 Kostusch 1216 Posen Kostuschen Willkowschen September 1793
Woyt Tomas 2 Bulakaw 64 Posen Koszminer Mokronos
Woyt George 61 Suche Dakowy 2417 Grozisker Posen Grodzisker Ilokre Dakower
Woyt Pawel 38 Lepuwka 1442 Posen Koszminer Lutogniewer
Woyt. Andreas 74 Ulchoenctzitz 2911 Grodzisker Posen Grodzisker Mokre Dakao
Woyta Anton 10 Choyno 363 Posen Krobiaschen Gottejewkaschen November 1793
Woyte Georg 35 Kuwitz/Kawitz 1321 Posen Benczen Schwerzinschen December 1793

Woyte George 72 Trosczyn, Hol. 2818 Kosten Posen Graetz Opalenitzer June 1794
DAS IST UNSER GEORG!!

Woyte Xstian 77 Wabiewo 3056 Kosten Posen Graetz Parzenczew June 1794
Woytechki Jos. 41 Mieszkow, Stadt 1565 Posen Neustadt Mieszkow
Woyteck 63 Saione 2485 Fraustadt Posen Fraustadt Luschwitz October 1793
Woytek Fornall 32 Koscolly, Vw. 1222 Radziejewo Plotzkischen Radziejewschen Bronislawer July 1794
Woytek Kasper 51 Prochy, Vw. 1993 Posen Graetzer Prochyer June 1794
Woytek Michel 74 Wielkowo 2897 Posen Kosten Wielkow September 1793
Woytek Valentin 8 Chodupki 305 Kalisch Posen Stawschen Koseminekschen July 1794
Woytek Walenty 80 Zielencien, Vw. 3160 Posen Kosten Zuelencien June 1794
Woytek 1 Bobrowniky/Swinatski, 3rd part 27 Schillberg Petrikau Olszowo Dorochow June 1797"
- Przemek Mierzejewski: Denjenigen, die vor uns dahingegangen sind – Die vergessenen FriedhÖfe im Kreis Nowy Tomysl/Neutomischel: "... Ein weiterer Stadtfriedhof in Nowy Tomysl/Neutomischel war der, der evangelischen Gemeinde. Das GelÄnde auf dem er sich befand wurde im Jahr 1778 mit der StadtgrÜndung durch Feliks Szoldrski und dem Bau der evangelischen Kirche ausgewiesen. ...
Schon mit dem 18. Jahrhundert kreuzten sich die Wege der damaligen polnischen Bewohner des Gebietes des heutigen Kreises Nowy Tomysl/Neutomischel vornehmlich mit Deutschen und den seinerzeit noch separat zu betrachtenden AngehÖrigen des Judenvolkes. Mit der gemeinsamen Besiedlung dieser und einigen wenigen anderen und doch so verschiedener Volksgruppen ist die teils recht komplizierte Geschichte unserer Gegend zu begrÜnden, zu erklÄren und auch nachzuvollziehen. Als wenige Zeugen dieser Vergangenheit gelten die abgelegenen, tief in dichten WÄldern noch vereinzelt zu findenden versteckten FriedhÖfe, die noch erhaltenen ehemaligen evangelischen Kirchen oder zumindest deren Ruinen und ganz wenige ehemalige GebÄude der alten Synagogen.
Als Königlich-Preußen (Prusy Królewskie) galt ab 1466 der westliche Teil Preußen, der Polen zugehÖrig war und der ab dem 17. Jahrhundert auch als Polnisch Preußen bezeichnet wurde. Die Kolonialisierung begann in etwa Mitte des 16. Jahrhunderts. Eine erste Siedlung entstand in der Gegend Pasłęk/Preußisch Holland im Jahr 1527. Im Laufe der Jahre weitete sich die hollÄndische Kolonisation entlang Wisła/Weichsel durch Toruń/Thorn, Bydgoszcz/Bromberg aus, um im Jahr 1624 Warszawa/Warschau zu erreichen. Als die erste und wohl auch Älteste Gemeinde nach HollÄnder Recht in Großpolen wird das am 16 April 1597 gegrÜndete Ługi Ujskie/Usch Hauland angesehen.
Anfangs kamen die Kolonisten wohl tatsÄchlich aus Holland, und erst spÄter ließen sich auch deutsch – und polnisch stÄmmige Siedler nieder. Diese ersten Siedlungen wurden als „Holland“ bezeichnet, was sich in der Gegend von Nowy Tomysl/Neutomischel dann auch in die Bezeichnung „Hauland“ im Sprachgebrauch wandelte. Die Ansiedlung fand nach sogenanntem HollÄnder Recht statt. Eine wichtige Ausgangsbasis dieses Rechts besagte, dass die Kolonisten persÖnlich freie Menschen waren, dieses im Unterschied zu den Fronbauern, die als Eigentum, als Leibeigene des Adels, welcher zu jener Zeit die Landbesitzer stellte, galten. Im Ansiedlungsvertrag schloss der Grundbesitzer mit allen Bewohnern des ganzen Dorfes einen schriftlichen Erb- oder langfristigen Pachtvertrag ab. Die ganze Dorfgemeinschaft wurde als Solidargemeinschaft gewertet und jeder galt fÜr jeden als BÜrge, solidarisch wurde einmal pro Jahr Zins gezahlt. Die VertrÄge wiesen auch die HÖhe der Tributabgaben an den Grundherrn sowie die ihm zu leistenden Arbeitsdienste aus.
In diesen VertrÄgen – auch Privilegien genannt – verpflichtet sich der Grundherr wiederum aber auch unter anderem dazu zinsfrei ein GrundstÜck fÜr die Einrichtung eines Gottesackers – eines Friedhofes zur VerfÜgung zu stellen. Manchmal findet sich auch, dass er kostenlos das benötigte Holz zum Bau einer Schule zur VerfÜgung stellte.
Als Neuheit galt die Autonomie der Gemeinde. Der Gemeindevorsteher (der Schulze oder auch im neueren Sprachgebrauch der BÜrgermeister) und seine SchÖffen wurden jÄhrlich durch die Dorfgemeinschaft gewÄhlt, dieses vermittelte den Ansiedlern ein GefÜhl der SolidaritÄt und des Mitspracherechts.
Die Bezeichnung “HollÄnderei” verlor mit spÄterer Zeit jegliche ethnische Bedeutung. Die Ansiedler waren sowohl Polen als auch Deutsche oder gehÖrten auch anderen NationalitÄten an.
In frÜher Zeit muss man sich unsere Region als Urwald vorstellen. Tiefe dunkle WÄlder, in denen nur BÄren, WÖlfe und andere Wildtiere hausten. Moore, Seen und unbegehbare Regionen und vor allem unbewohnt.
Die Besitzerin dieser Gebiete war Marianna Bogumiła Unrug, Ehefrau des Ludwig Szołdrski’s, die sie von ihrem Oheim (Onkel) Bogusław Unrug 1694 gekauft hatte (sog. Teki Dworzaczka/ Dworzaczek‘s BÄnde http://teki.bkpan.poznan.pl ).
Boguslaw Unrug erlaubte hÖchstwahrscheinlich die Erste in unserer nÄchsten Umgebung gelegene Ansiedlung. Eintragungen hierzu finden sich im Kirchenbuch der katholischen Parochie Wytomysl unter den dort verzeichneten Taufen. Mit dem 3. Mai 1693 ist als Herkunftsort das Dorf „Olendry“ erwÄhnt. In dieser Eintragung wurde Elżbieta, Tochter des Franciszek und der Gertruda Derlo getauft (entnommen aus dem Buch der Parochie Wytomysl, welches sich in Kreisbibliothek in Nowy Tomyśl befindet). Als das Dorf „Olendry” (deutsch = Hauland) gilt das spÄtere und heutige Sękowo/Friedenau. Das offizielle Privileg fÜr diese Siedlung wurde am 11. November 1700 gewÄhrt.
Zur etwa gleichen Zeit wurden fÜr weitere DÖrfer aus dem so genannten Tomyskich Olędrów/Tomysler Hauland Privilegien erteilt:
Zu dieser Zeit stand das Land unter der Herrschaft des Königs von Polen und des Großherzogs von Litauen – August II. mit dem Beinamen der Starke, welcher auch gleichzeitig KurfÜrst von Sachsen war.
Mit der Ansiedlung der Kolonisten im 18. Jahrhundert begann sich die Landschaft nach und nach zu verÄndern. Um sich HÄuser zu bauen und sich ihre Äcker urbar zu machen wurde der Wald gerodet und weite Landstriche trockengelegt. Als grÖßere Siedlungen in den damaligen Kreisen von Poznań/Posen und Kościan/Kosten galten nach einer HaushaltszÄhlung im Jahr 1790 die DÖrfer:
Wiederum zÄhlten zu den grÖßten HaulÄndereien:
Die Kolonisten in den Nowy Tomysl’s Gegenden, waren Überwiegend Protestanten; und vornehmlich deutschsprachig. Man vermutet, dass die meistens von ihnen aus Schlesien und der Neumark, welche sich von dem Gebiet des heutigen Lubuskie Bezirks (Woiwodschaft) bis nach Berlin erstreckte, gebürtig waren; Gebieten, die unmittelbar an das damalige Polen grenzten. Anzumerken ist hier, dass historisch StÄdte wie Zielona Góra/GrÜnberg oder Głogów/Glogau zu Schlesien gehÖrten. (Władysław Rusiński “Osady tzw. olędrów w dawnym województwie Poznańskim” 1939 Poznań – 1947 Kraków, Polska Akademia Nauk – HaulÄndereien in dem ehemalige Posen‘s Woiwodschaft).
Als Folge des polnisch-schwedischen Vernichtungskrieg in der Zeit von 1655-1660, dem Durchzugs der Kriegsheere und der PlÜnderungen waren die DÖrfer regelrecht entvÖlkert. VerstÄrkt wurde der wirtschaftliche Absturz von vielen Siedlungen und StÄdte dann noch durch das WÜten der Pest. Es mangelte an freien ArbeitskrÄften. Das Land ging unaufhaltbar dem Untergang entgegen.
Um diesen Niedergang entgegen zu treten und wieder gÜnstigere Wirtschaftsbedingungen herzustellen erlaubte der polnische Adel, der eben auch im Besitz des polnischen Grundbesitzes war (derer von Unrug, Szołdrski, Garczyński und die Mielecki Familie) unter bestimmten genau festgelegten Bedingungen die Kolonisation zunÄchst einzelner Gebiete. Durch die Siedler kam es wieder zu Steuereinnahmen. Um die Besiedlung und damit die Einnahmen kurzfristig realisieren zu kÖnnen wurde weder nach Herkunft, nach NationalitÄt noch nach Glauben der Siedler gefragt – zu diesem Zeitpunkt hatten diese Punkte einfach keine Bedeutung.
Im Raum Nowy Tomysl/Neutomischel war die Einwohnerzahl der Siedler des protestantischen Glaubens sehr groß. Diese Bewohner baten den damalige Besitzer des Gebietes – Felix Szołdrski – er selbst polnisch katholischer Adeliger, eine evangelische Gemeinde grÜnden zu dÜrfen. Felix Szoldrski erteilte dazu im Jahre 1777 mit Genehmigung des Konsistoriums in Leszno/Lissa die Erlaubnis.
Ähnliches hatte – Ludwig Mielęcki – Besitzer der Gutes Hammer, ein Jahr frÜher mit der GrÜndung der evangelischen Gemeinde den Siedlern der Gegend von Kirchplatz Borui/Boruja Kościelna gestattet, nachdem auch er die Erlaubnis dazu erhalten hatte.
Diese Genehmigungen wurden mÖglich mit dem per 24. Februar 1768 unterzeichneten so genannten „Warschauer Vertrages“, welcher unter dem Druck Russlands und Preußens zustande gekommen war. In diesem wurden den Dissidenten (AndersglÄubigen) BÜrgerrechte eingerÄumt und ihre Glaubensfreiheit garantiert. Bis diesem Zeitpunkt gehÖrten die damaligen in unserer Gegend ansÄssigen Protestanten der Gemeinde in Chlastawie/Klastawe an. Diese gilt auch heute noch als Älteste evangelische Gemeinde in Großpolen.
Die deutlichsten noch existierenden Spuren des Aufenthalts der „HaulÄnder“ und ihrer Nachkommen sind die evangelischen Kirchen und die Überreste ihrer FriedhÖfe in unserer Gegend. Von letzteren wird angenommen, dass diese mit der AuflÖsung der Siedlungsprivilegien und der Errichtung der evangelischen Kirchen eingerichtet wurden, und dass fast jedes Hauland einen hatte. Meistens waren sie außerhalb des eigentlichen Dorfes und auf einem kleinen HÜgel angelegt.
" Albert Werner, überarbeitet von Johannes Steffani: Chlastawe - der Beginn als evgl. Parochie.: "In dem Buch “Geschichte der evangelischen Parochien in der Provinz Posen ” – Erscheinungsdatum 1898 - verfasst von Albert Werner, frÜher Pastor in Tremessen und Überarbeitet von Johannes Steffani, Diakonius an der St. Petrikirche zu Posen, welches von dem kÖniglichen Consistorium der Provinz Posen herausgegeben wurde, wurde versucht in kurzer Übersicht die Einrichtung der evangelischen Gemeinden in ihren AnfÄngen darzustellen.
Die digitale Version dieses Buches findet sich unter Großpolnische Digitale Bibliothek .
Das an der neumÄrkischen Grenze gelegene Kirchspiel Chlastawe (Klastawe) gehÖrt zu den Älteren der Provinz. Sein Dasein lÄsst sich bis in die erste HÄlfte des 17. Jahrhunderts verfolgen; Urkunden Über seine Entstehung fehlen jedoch. Die Älteste Nachricht Über dasselbe besteht in einer Bemerkung eines alten Ortskirchenbuches, welche berichtet, dass „leichtfertige bÖse Buben in der Nacht vor dem Fronleichnamstage des Jahres 1635 das Kirchlein zu Chlastawe angezÜndet und zu Grunde gerichtet haben.“ Die gegenwÄrtig noch stehende Kirche ist im Jahr 1637 von dem Gutsherrn Radislaw Miesitzek, von Wishikow, einem eifrigen BeschÜtzer evangelischer Freiheit in drangsalvoller Zeit, aus Fachwerk erbaut worden; seine krÄftigen ZÜge sind noch heut auf einem Bildnisse in der Kirche zu schauen (S. Thomas „Altes und Neues“ S. 109.) Anstelle des alten baufÄlligen unzureichenden Pfarrhauses ist der Bau eines neuen gerÄumigen massiven GebÄudes im Jahr 1896 ausgefÜhrt worden.,
Das Kirchspiel umfasste ursprÜnglich einen Umkreis von zwei bis drei Meilen, zahlreiche Gastgemeinden hielten sich hierher, bis aus der Gegend von Bentschen, Tomysl und GrÄtz. In dem kaum 400 Menschen fassenden Kirchlein musste das Abendmahl in der Weise gefeiert werden, dass diejenigen, welche das Sakrament bereits empfangen hatten, die Kirche verließen, um Andern Platz zu machen. Bei dem Gottesdienste wurden TÜren und Fenster geÖffnet, damit auch die dichtgedrÄngt um die Kirche Stehenden teilnehmen konnten.
Mit dem Jahre 1775 verlor Chlastawe diese Bedeutung. Die toleranten Reichsgesetze riefen zahlreiche neue Pfarreien umher ins Leben, und die Parochie behielt nur die der evangelischen Familie Bronikowski gehÖrige Herrschaft, die DÖrfer Chlastawe und Kuschten und die wenigen evangelischen Einwohner von Großdammer und Nandel. Durch Vereinigungstraktat vom 15. Februar 1786 wurde jedoch das frÜher zu BrÄtz (s.d.) gehÖrige Rogsen mit Bohlen-Hauland als vereinigte Muttergemeinde hierher aufgenommen. "
- MITTEILUNG GUDRUN TAPPERT, Juni 2010: ".... zu George WoythhÄtte ich folgende ErgÄnzung (als Beispiel) Geb. ca. 1743 - verstorben 21 Dez 1818 Trocziner Hauland oo Maria Elisabeth Schulz geb. ca. 1753 - verstorben 28 Apr 1832 Troczin beide haben in meinen Aufzeichnungen 6 Kinder, wovon 2 bereits im Kindesalter verstorben sind ..."
- Kirchenbuchabschrift der Todesnachricht VOM SOHN: "1825 ... 8. 1833 September - Neunter 9. - Prochy - Johann Martin Woyth - einundzwwanzig 21. - Neun 9. - ... - Jäger - Förster - Christoph Woyth - Marie Elisabeth Pflaum - 4. - ..."



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