Peter Johann Adolf
Noever

* 14.09.1775 Mönchengladbach
+ 20.03.1816 Mönchengladbach
Maria Emilia Caecilia
Kauertz

* 07.01.1781 Mönchengladbach
+ 24.04.1852 Mönchengladbach


Eduard Johann Conrad
Noever

Philologe, Gastwirt

* 05.01.1803 Mönchengladbach
+ 31.10.1867 Mönchengladbach


Kinder mit: Anna Eckerts (1809-1895) (oo 21.11.1834 Mönchengladbach):

Maria Sophia Emilia
Noever

* 06.09.1835 Mönchengladbach
* 09.04.1897 Mönchengladbach
Peter
Noever
* 1837 Gladbach
+ ?
Gastwirt
Balbina Theresia
Noever

* 31.03.1841 Gladbach
+ ?
Karl Gottfried
Noever
˜ 22.12.1843 Gladbach
+ ?
Josef Otto
Noever
˜ 23.05.1847 Gladbach
+ ?
[Gerber?, vielleicht 1872 nach Belgien ausgewandert]
Johann Farnz Wilhelm
Noever
˜ 25.06.1846 Gladbach
+ ?
Anna Maria Magdalena
Noever
˜ 01.10.1850 Gladbach
+ ?
oo 21.07.1875 Mönchengladbach: Johann Michael Molls (* 06.05.1847 Mönchengladbach)
Adelheid Johanna
Noever
* 21.02.1855 Gladbach
+ 05.01.1856 Gladbach
Peter
Noever
* 05.01.1857
+ 29.06.1884
Quellen:
- Aufzeichnungen im Familienarchiv Woydt...
- Gefunden auf der Webseite des Stadtarchivs Mönchengladbach:
"Am 2. Mai 1866 brach im Haus Am Markt 19 Feuer aus. Darin wohnte der Gastwirt, Lotterieeinnehmer und Versicherungsagent Conrad Noever. Dieses Feuer bedeutete nicht nur für ihn eine große Tragik, sondern auch für die Stadtgeschichte: Noever war ein begeisterter Heimathistoriker und hatte in seinem Haus zahlreiche alte Unterlagen aus der Vergangenheit Mönchengladbachs aufbewahrt, die nun den Flammen zum Opfer fielen. Unbeschadet dieses Verlustes erwarb er sich bleibende Verdienste um die Stadt. Eduard Johann Conrad Noevererblickte am 5. Januar 1803 oder, nach damals geltendem französischen Revolutionskalender, am 15. Nivose XI. Er entstammte einer alten Gladbacher Familie. Sein Onkel Vikar Christian Növerhatte den Anstoß zur Gründung der "école latine et francaise" 1806 gegeben und war ihr erster Rektor geworden. Damit war die erste höhere Lehranstalt in Gladbach entstanden. Nach dem Studium der Philologie arbeitete Noeverals Lehrer an der höheren Schule in Mönchengladbach. Zunehmende Taubheit zwang ihn allerdings, seinen Beruf aufzugeben. Er verdiente seinen Lebensunterhalt künftig als Gastwirt und Versicherungsagent. Dabei blieb er allerdings der Wissenschaft erhalten. Er übernahm es, die Organisation und Inventarisierung des Pfarrarchivs vorzunehmen. Es umfasste Bestände des alten Abteiarchivs sowie Urkunden und Akten der Bruderschaften. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden die Materialien in Kisten in der Pfarrkirche aufbewahrt. 1853 veröffentlichte Conrad Noevermit dem Kölner Lehrer Dr. Gottfried Eckertz"Die Benediktinerabtei Gladbach". 1866 gab er noch einen Nachtrag heraus. In diesem Werk verwandten die beiden Autoren eine Vielzahl der Quellen, die dann durch den Brand 1866 verloren gingen. So wurden sie zumindest in dieser Hinsicht der Nachwelt erhalten. Auch sorgte Noeverfür Veröffentlichung von Quellen in anderen Publikationen. Im 9./10. Heft der bis heute erscheinenden sehr renommierten "Annalen des historischen Vereins für den Niederrhein" veröffentlichte er 1861 Auszüge aus dem "Stadtrechenbuch" von M.-Gladbach, in denen es um die Zeit von 1617 bis 1645 geht. Auch für die örtliche Zeitung schrieb er stadthistorische Beiträge. Von Noeverwurde berichtet, dass er über ein großes Talent zum Erzählen verfügte, mit dem er Zuhörer in seinen Bann schlug. Dies bewies er etwa durch die Dichtung "Das neue Stadtsiegel" von 1861. Auch belebte der Gastwirt-Historiker das kulturelle Leben seiner Heimatstadt, indem er als erster eine Theaterbühne in seinem Lokal einrichtete. Am 31. Oktober 1867 starb Conrad Noeveran den Folgen eines Schlaganfalles im Alter von 64 Jahren. Die Gladbacher Zeitung widmete ihm eine kurze Notiz, in der festgestellt wurde: "Die Verdienste, die er sich um die Geschichte unserer Stadt erworben, sind zu bekannt, um noch besonders hervorgehoben zu werden." In der gleichen Ausgabe erschien ein Gedicht, in dem der Verstorbene gewürdigt wurde: Nachruf auf Herrn Conrad NoeverDie unerwartet jähe Trauerkunde, Die uns der heut'ge Herbstestag gebracht, Sie macht nicht durch die große Welt die Runde, Allen so mehr in enger'm Freundesbunde Hat sie manch' treues Auge trüb gemacht. So gut, so friedlich war sein ganzes Leben! So mäßig und so liebevoll sein Sinn! So schön und sinnig war sein geistig Streben, Harmonisch lauter, ruhig, rein und eben, Und nun mit einem Schlag dahin! dahin! Dahin die Gabe, glücklich zu gestalten Im Spruch und Lied, was immer ihn gefreut! Dahin sein emsig Forschen und Entfalten Des Lebens und der Zeit, der guten, alten, Der er voll Pietät sein Herz geweiht! Dahin! Doch Eins! - Doch viel ist uns geblieben. Sein segensreiches Angedenken blieb! Es bleibt der schönste Trost für seine Lieben: "Er mochte keine Seele zu betrüben, Und allen, die ihn kannten, war er lieb!;" In Mönchengladbach erinnert bis heute Noevers Grabstein im Bunten Garten an den Historiker." Dr. Christoph Waldecker Stadtarchiv."

- Google-Books: Biographischliterarisches Lexikon der katholischen deutschen Dichter ...: "Eduard Johann Konrad Noeverwurde geboren am 5 Jan 1803 zu München-Gladbach in Rheinpreußen, widmete sich in Bonn und Berlin dem Studium der Philologie und wirkte mehrere Jahre segensreich als Lehrer an der höheren Bürgerschule seiner Vaterstadt bis sein geschwächtes Gehör ihn nöthigte dem liebgewordenen Berufe zu entsagen. Auch in dem neuen Geschäftskreis als Gastwirt rastlos thätig bewahrte er dennoch eine große Liebe zu wissenschaftlicher Beschäftigung und erwarb sich besonders anerkannte Verdienste durch seine Forschungen auf dem Gebiete der Geschichte der Stadt Gladbach. Dem Herrn war er dankbar für den Segen der ihm zu Theil ward, und blieb standhaft und gottergeben auch bei harten Prüfungen. welche ihn trafen. Er verschied am 31 Ott 1867 an den Folgen eines Schlagflusses, zwar plötzlich, aber nicht unvorbereitet, denn er war seit langem vertraut mit den Gedanken an den nahenden Tod. Noever war ein fruchtbarer Gelegenheitsdichter und besaß außerdem ein bedeutendes Uebersetzungstalent für mittelalterliche lateinische Poesie, nicht minder für Uebersetzung deutscher Gedichte ins Lateinische. Es liegt mir ein gedrucktes Blatt in groß Folio vor, Pio Nono betitelt das in 100 Hexametern von denen jeder chronogrammatisch die Jahreszahl 1866 enthält, den edeln Dulder auf dem Stuhle Petri feiert. - Zu einer Herausgabe seiner gesammelten Gedichte kam es nicht, woran besonders ein Brand ihn verhinderte der den größten Theil seiner Manuskripte vernichtete.
[Werke:] Die Benediktiner Abtei M. Gladbach. Ein Beitrag zur Geschichte des Herzogthums Jülich von N. und Dr G. Eckertz. Nebst ungebruckten Urkunden, mehreren Siegeln und einer Abbildung der Münsterkirche. Köln 1853. - Zur Geschichte M. Gladbachs Ein Nachtrag zu dem vorgenannten Werke. Gladbach 1866. (Nicht im Buchhandel.) - Ein katholisches Gebetbuch. - Viele Gedichte in Zeitschriften."
- Sein Hauptwerk bei Google-Books: Die Benediktiner Abtei.... Dort Über sich selber: "Am 15 März 1829 trat eine höhere Bürgerschule ins Leben, worin der Unterricht in Latein täglich in zwei Stunden ertheilt wurde. An dieser Schule arbeitete Conr. Noeverund der durch langjährige Wirksamkeit um die Bildung der Stadt sehr verdiente Herr Schüngel."
- Familysearch-Eintrag für: "ANNA MARIA MAGDALENA NOEVERChristening: 01 OCT 1850 Muenchen-Gladbach Father: EDUARD JOHANN CONRAD NOEVERMother: ANNA ECKERTZ"
- - Familysearch-Eintrag für: "Maria Sophia Emilia NoeverChristening: 07 SEP 1835 Muenchen-Gladbach Father: Eduard Johann Conrad NoeverMother: Anna Echerz"
- Auswandererkartei VIELLEICHT ZUM SOHN: "Name Joseph Otto NOEVER Occupation Gerber Events Type Date Place Sources Birth 1847 Mönchengladbach, Preußen search of this place Notes for this person Auswanderungs-Jahr: 1872, Auswanderungs-Ziel: Brüssel, Belgien (Quelle: Landesarchiv NRW, Auswanderer aus dem Rheinland, BR 0007 12047 196)"


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