{"id":26,"date":"2007-10-05T00:21:21","date_gmt":"2007-10-04T22:21:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.woydt.be\/blog\/?p=26"},"modified":"2024-07-14T15:12:09","modified_gmt":"2024-07-14T14:12:09","slug":"ursachen-des-zweiten-weltkrieges","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.woydt.be\/blog\/?p=26","title":{"rendered":"Ursachen des Zweiten Weltkrieges"},"content":{"rendered":"<p><img class=\"size-full wp-image-4118 aligncenter\" src=\"https:\/\/www.woydt.be\/blog\/wp-content\/uploads\/2007\/10\/1933_Julius_Klinger_Reklamemarke_O_Treffer_Anleihe_Kriegsanleihe.jpg\" alt=\"\" width=\"40%\" srcset=\"https:\/\/www.woydt.be\/blog\/wp-content\/uploads\/2007\/10\/1933_Julius_Klinger_Reklamemarke_O_Treffer_Anleihe_Kriegsanleihe.jpg 479w, https:\/\/www.woydt.be\/blog\/wp-content\/uploads\/2007\/10\/1933_Julius_Klinger_Reklamemarke_O_Treffer_Anleihe_Kriegsanleihe-213x300.jpg 213w\" sizes=\"(max-width: 479px) 100vw, 479px\" \/><\/p>\n<p>&#8220;Nichts zeigt die unwirkliche Qualit\u00e4t der deutschen &#8216;Realpolitik&#8217; besser als die deutschen Kriegsziele. Obwohl sich die jeweiligen F\u00fchrungsgruppen in den zwei deutschen <a href=\"https:\/\/www.woydt.be\/blog\/?p=117\">Kriegen<\/a> des 20. Jahrhunderts ihrer sozialen Herkunft nach betr\u00e4chtlich voneinander unterschieden, waren die Kriegsziele im wesentlichen fast identisch &#8230; ein deutsches Kolonialreich in <a href=\"https:\/\/www.woydt.be\/blog\/?p=71\">Europa<\/a>. &#8230;<\/p>\n<p>Nicht nur das ung\u00fcnstige Zahlenverh\u00e4ltnis, sondern auch die relativ geringe \u00dcberlegenheit der <a href=\"https:\/\/www.woydt.be\/blog\/?p=50\">Bildung<\/a> oder Ausbildung h\u00e4tte den Deutschen kaum eine Chance gelassen, da\u00df aus ihren <a href=\"https:\/\/www.woydt.be\/blog\/?p=818\">imperialen<\/a> Bestrebungen eine einigerma\u00dfen dauerhafte politische Struktur hervorging. &#8230;<\/p>\n<p>Die F\u00fchrer eines Landes, das sich im Krieg befindet, sind h\u00e4ufig so damit besch\u00e4ftigt, ihren Krieg zu gewinnen, da\u00df sie die <a href=\"https:\/\/www.woydt.be\/blog\/?p=386\">Probleme<\/a> der Nachkriegszeit, des <a href=\"https:\/\/www.woydt.be\/blog\/?p=2049\">wahrscheinlichen<\/a> <a href=\"https:\/\/www.woydt.be\/blog\/?p=21\">Staatsgef\u00fcges<\/a> nach ihrem Sieg, nur vergleichsweise unscharf sehen. &#8230;<\/p>\n<p>Hitlers ganze Vorstellungswelt &#8230; trug noch immer ein vorindustrielles Gepr\u00e4ge. Er dachte zun\u00e4chst und vor allem an die Eroberung von Siedlungsland f\u00fcr Bauern. &#8230;<\/p>\n<p>Die Traditionen der <a href=\"https:\/\/www.woydt.be\/blog\/?p=61\">deutschen<\/a> Gesellschaft brachten oft ein eher schwaches <a href=\"https:\/\/www.woydt.be\/blog\/?p=103\">individuelles<\/a> Gewissen hervor. Auch bei <a href=\"https:\/\/www.woydt.be\/blog\/?p=3282\">Erwachsenen<\/a> blieb die Funktionsf\u00e4higkeit des individuellen Gewissens &#8230; davon abh\u00e4ngig, da\u00df jemand von au\u00dfen aufpa\u00dft. &#8230; Die Deutschen h\u00f6rten nie auf zu gehorchen. &#8230;<\/p>\n<p>Hitler war im Kern ein innovativer politischer Medizinmann. &#8230; Die elementare Einfachheit des <a href=\"https:\/\/www.woydt.be\/blog\/?p=1115\">Glaubens<\/a> vieler Deutschen an den F\u00fchrer &#8230; werden oft durch <a href=\"https:\/\/www.woydt.be\/blog\/?p=131\">intellektuelle<\/a> Argumente verdunkelt, die anzunehmen scheinen, da\u00df die Masse des deutschen &#8230; <a href=\"https:\/\/www.woydt.be\/blog\/?p=31\">Volkes<\/a> \u00fcber ein artikuliertes und hoch integriertes Glaubens<a href=\"https:\/\/www.woydt.be\/blog\/?p=28\">system<\/a> verf\u00fcgte, wie man es in <a href=\"https:\/\/www.woydt.be\/blog\/?p=53\">B\u00fcchern<\/a> dargelegt findet, da\u00df die Deutschen entweder \u00fcberzeugte Nationalsozialisten waren oder, wenn nicht, \u00fcberzeugte <a href=\"https:\/\/www.woydt.be\/blog\/?p=57\">Demokraten<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.woydt.be\/blog\/?p=41\">Gegner der Nationalsozialisten<\/a>. &#8230; Ihre Grundlage waren letztlich die einfachen <a href=\"https:\/\/www.woydt.be\/blog\/?p=113\">Bed\u00fcrfnisse<\/a> einfacher <a href=\"https:\/\/www.woydt.be\/blog\/?p=141\">Menschen<\/a>, die durch ihre Hilflosigkeit gegen\u00fcber den Gro\u00dfereignissen der Weltpolitik dahin gebracht wurden, sich einem Mann zuzuwenden, der in ihrer Vorstellung den Nimbus eines Erl\u00f6sers hatte. &#8230;<\/p>\n<p>Da\u00df sich Deutschland, obwohl politisch zweigeteilt, zumindest in Teilen v\u00f6llig erholt hat, ist einer der schlagensten Belege f\u00fcr die Sinn- und Nutzlosigkeit von Kriegen in unserer <a href=\"https:\/\/www.woydt.be\/blog\/?p=218\">Zeit<\/a>.&#8221;<\/p>\n<blockquote><p>aus: Norbert Elias: Der Zusammenbruch der Zivilisation. (1961) In: ders.: <a href=\"https:\/\/www.woydt.be\/blog\/?p=197\">Studien<\/a> \u00fcber die Deutschen. Frankfurt(Main): Suhrkamp 1989, S.472-514<\/p>\n<p>Abb.: Julius Klinger: \u00d6 Treffer Anleihe, 1933, Wikimedia, <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:1933_Julius_Klinger_Reklamemarke_%C3%96_Treffer_Anleihe_Kriegsanleihe.jpg\">im Internet<\/a>.<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8220;Nichts zeigt die unwirkliche Qualit\u00e4t der deutschen &#8216;Realpolitik&#8217; besser als die deutschen Kriegsziele. Obwohl sich die jeweiligen F\u00fchrungsgruppen in den zwei deutschen Kriegen des 20. 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