MALTE WOYDT

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Stasi 2

“Die Stasi ist mein Ecker-

Die Stasi ist mein Ecker-

Die Stasi ist mein Eckermann.”

aus: Wolf Biermann: Wir bleiben auf ewig im selben Boot – und fahren längst auf verschiedenen Flüssen. Vorlesung, 16.2.94, Jena. In: Edwin Kretschmer: Dem Erinnern eione Chance, Köln: Heinrich-Böll-Stiftung 1995, S.95

07/26

30/07/2026 (0:17) Schlagworte: DE,Lesebuch ::

Jammerossis

“Einen hörte ich sagen in der Stadt: ‘Früher konnten wir nicht reisen wegen der Mauer. Jetzt könn’ wir, ham aber kein Geld. Wo ist der Unterschied?’ Ich finde diese Haltung schrecklich! Sich was einfallen lassen, würde ich sagen. Für die jüngeren: Trampen ist vielleicht auch mal möglich oder Jugendherberge, es gibt preisgünstige internationale Ausweise und einen guten Europapaß der Bundesrepublik Deutschland! Was würden viele aus anderen, ärmeren Staaten geben, einen solchen Paß zu besitzen! Was für eine infantile Versorgungshaltung, das vorwurfsvolle Gesicht dazu, es kann einen frieren.”

aus: Jürgen Fuchs: Poesie und Zersetzung. Vorlesung, 16.6.1993, Jena. In: Edwin Kratschner: Dem Erinnern eine Chance. Köln: Heinrich-Böll-Stiftung 1995, S.26/27.

07/26

29/07/2026 (18:18) Schlagworte: DE,Lesebuch ::

Dada

“DADA war Ausbruch einer Revolte von Lebensfreude und Wut, war das Resultat der Absurdität, der großen Schweinerei dieses blödsinnigen Krieges. Wir jungen Leute kamen wie betäubt aus dem Krieg zurück und unsere Empörung mußte sich irgendwie Luft machen. Das geschah ganz natürlich mit Angriffen auf die Grundlagen der Zivilisation, die diesen Krieg herbeigeführt hatte.”

aus: Max Ernst in der Fernsehdokumentation “Kunst authentisch”, Carl Lamb und Peter Schamoni, WDR 1964, zitiert in der Ausstellung “DADA, Sperren Sie endlich Ihren Kopf auf!”, Zentrum für verfolgte Künste Solingen, 2026.

Abb.: George Grosz: Deutschland, ein Wintermärchen 1919.

07/26

25/07/2026 (23:13) Schlagworte: DE,Lesebuch ::

Tang Ping

“Die Jugendarbeitslosigkeit befindet sich auf einem historischen Rekordhoch. Im Sommer 2023 stieg sie auf 21 Prozent, daraufhin hat die Nationale Statistikbehörde die Berechnung kurzerhand verändert, wodurch sich der Wert geringfügig verbessert hat. Fakt ist, dass ein erheblicher Teil der unter 25-Jährigen in China kein festes Einkommen bezieht. …

Scott Rozelle … [stellt] regelmäßig … der abgehängten Jugend dieselbe Frage: ‘Warum glaubst du, dass du arm bist?’ Vor zwanzig Jahren führten die Menschen ihre missliche Lage fast ausschließlich auf ihr eigenes Verhalten zurück. Wenn man nur härter arbeite, mehr in Bildung investiere, dann klettere man die soziale Leiter hinauf, so der Tenor. Bei der jüngsten Umfrage im Jahr 2024 … [gaben] die Befragten … dem System die Schuld. Und ein Viertel ging davon aus, dass es ihnen in den nächsten fünf Jahren noch schlechter gehen werde. …

China bringt zwar ein Heer von Topingenieuren und viele Innovationen hervor, schließt aber gleichzeitig das Gros der Bevölkerung vom Fortschritt aus.

Nicht ohne Grund zeigt die Jugend des Landes mittlerweile wenig Interesse daran, den patriotischen Plänen ihrer Parteiführung Folge zu leisten. Vor einigen Jahren begannen junge Chinesen in den sozialen Medien, ihr Lebensgefühl mit dem Schlagwort Tang Ping (zu Deutsch: flach liegen) zu umschreiben. Enttäuscht vom nicht eingehaltenen Versprechen, dass Fleiß und Bildung zu einer besseren Zukunft führen, … [sind] inzwischen … nicht wenige der Verweigerer in die … spärlich bewohnte[n] Apartmentsiedlungen im Nirgendwo [gezogen], die auf dem Höhepunkt der Immobilienblase errichtet wurden. Mit ihren billigen Mieten bieten sie das perfekte Refugium für eine Gen Z, die zwar hoch gebildet ist, aber kein Interesse hat, in sogenannten „9-9-6“-Bürojobs (Arbeitstage von 9 Uhr am Morgen bis 9 Uhr am Abend, 6-mal die Woche) auszubrennen. … [Sie] hegen das Ziel, so wenig wie möglich zu arbeiten und ihre Ausgaben gering zu halten. Sie verbringen ihren Alltag mit gemeinschaftlichen Aktivitäten, für die ihre hart schuftenden Altersgenossen von Shanghai bis Shenzhen keine Zeit haben: Kochabende, Hobbys, Müßiggang. …”

aus: Fabian Kretschmer: Arbeitswelt in China, Von China lernen? Brand eins, Mai 2026, im Internet.

Abb.: Eliza Douglas: The potential of being, 2017, Folkwang-Museum Essen.

04/26

26/04/2026 (12:10) Schlagworte: DE,Lesebuch ::

Härte

“Georg Knill ist heute Chef der Industriellenvereinigung. … [Er]
ist ein großer Fürsprecher der Leistungsgesellschaft, womit gemeint ist, dass die Privilegierten keine Krümel abgeben sollen, was natürlich irgendwie das Gegenteil des Leistungsprinzips ist. Aber die Rhetorik der Reaktion ist oft dadurch charakterisiert, dass die Worte das Gegenteil dessen bedeuten, was sie eigentlich bedeuten. Georg Knill hat jetzt ein Interview gegeben, das mit dem Zitat übertitelt war: ‘Es werden harte Jahre und jeder und jede muss einen Beitrag leisten.’

Ich habe mich gefreut und mir gedacht, das muss ich gleich lesen, in der Vorfreude auf die Leistungen, die Georg Knill zu erbringen in diesem Interview ankündigen würde. Leider fand ich keine, was meine Freude dämpfte, da ich doch annahm, als Fürsprecher der Leistungsbereitschaft wäre er gerne vorne dabei beim Leistungerbringen. Die Leistungsbereitschaft gehört ja zu den zentralen Werten des Konservatismus, die Werte leisten diesem aber auch deshalb so famose Dienste, weil sie elastisch sind wie ein guter Hosenträger.

Sie ahnen es sowieso längst: In besagtem Interview fanden sich viele Hinweise darauf, was andere zu leisten haben, und kein Hinweis darauf, welche Leistungen denn Knill und seinesgleichen beizutragen gedenken. …

Wir können Wortmeldungen wie die von Herrn Knill als Rhetorik in einem normalen Verteilungskampf nehmen, der Begriff des ‘Klassenkampfes’ ist nicht fehl am Platze. Aber es gibt auch immer einen ideologischen, ja fast metaphysischen Überschuss. Ein ‘Kult der Härte’ schwingt mit. Dass man die Tüchtigen in ihrem Lauf nicht behindern solle, dass man die Unterschichten aus der ‘Wärmestube’ des Sozialstaats vertreiben und sie der Härte des Existenzkampfes aussetzen solle …

Diese Rhetorik ist ja ganz besessen davon, Härte ins Leben zu bringen. Wohlgemerkt: Immer nur Härte ins Leben der Anderen.

Der Kult der Härte ist ein ideologisches Motiv, das die alte und die neue Rechte aber auch die Neo- und Pseudoliberalen teilen, weshalb es einen wesentlichen Beitrag zu der perversen Allianz von Pseudoliberalismus und Rechtsextremismus leistet, die wir heute überall beobachten können. Was den Faschisten die autoritäre Kraftmeierei, ist den Ultraliberalen die Anbetung des Winners und die Verachtung der Loser. Mitgefühl ist aus ihrer Sicht das Laster von Pussys und Weicheiern. ‘Die fundamentale Schwäche der westlichen Zivilisation ist Empathie’, meint der Tech-Milliardär und bis vor kurzem Trump-Unterstützer Elon Musk. Für Tech-Investor und Paypal- sowie Palantir-Gründer Peter Thiel begann alles Beklagenswerte mit dem Christentum, weil ‘es immer die Seite der Opfer einnimmt’. Der leidenschaftliche Kampf gegen ‘Toxic Empathy’ ist neuerdings der letzte Schrei unter Rechtsextremen, Neo-Konservativen und Post-Liberalen. Die Grammatik der Härte verbindet Männlichkeitsideale, eine Ästhetik der Erbarmungslosigkeit mit Volks- und Umerziehungsidealen schwarzer Pädagogik, wonach ‘notwendige Härte’ die effektivste Form der Zuneigung sei.

Entsprechend des alten Bibel-Wortes: ‘Wen der Herr liebt, den züchtigt er.'”

aus: Robert Misik: Verachtung für Verlierer, Zackzack, 26.11.25, im Internet.

Abb.: Francisco Goya: Jungens spielen Soldaten, 1779, im Internet.

11/25

26/11/2025 (10:32) Schlagworte: DE,Lesebuch ::

Osteuropa 2

“Gibt es so etwas wie einen kulturellen Raum, der all diese osteuropäischen Länder zusammenfasst?

Ich befürchte, nicht …

Beim ‘Westen‘ verhält es sich anders, denn er ist neben einer Wertegemeinschaft eindeutig auch ein gemeinsamer kultureller Raum: Aristoteles ist nicht nur Grieche, Caravaggio ist nicht nur Italiener, Bach nicht nur Deutscher, Van Gogh nicht nur Niederländer, Cervantes nicht nur Spanier, Shakespeare nicht nur Brite, Freud nicht nur Österreicher, etc. Sie sind alle in erster Linie Europäer, sie sind ein fester Teil der sogenannten ‘abendländischen Kultur’. Will man das auf Osteuropa übertragen, stößt man sehr schnell an seine Grenzen.

Um dies zu gewährleisten, müssten wir genügend lettische, rumänische, moldawische, slowakische Autoren kennen, georgische und estnische Maler, armenische und ukrainische Musiker. Aber das tun wir nicht. Ein Land, dessen Kultur wir alle kennen und das die unsere gut kennt, ist Russland. Russland ist quasi die ‘fatale Verbindung’ zwischen uns allen. Alles, was wir über einander wissen, wissen wir hauptsächlich aus siebzigjähriger
Kolonialperspektive.”

aus: Nino Haratischwili: Rede zur Demokratie 2025, Leipzig, 9.10.25, im Internet.

10/25

10/10/2025 (10:47) Schlagworte: DE,Lesebuch ::

Lesen 3

“Das Lesen ist … eine schwere Untugend, ein Laster, wenn es seinen Grund darin hat, daß der Mensch nicht mit seinen Gedanken und noch weniger mit seinen Nicht- und Ungedanken allein sein kann, sei es, weil er zu schmerzhafte, zu langweilige, oder gar keine hat. In diesem Falle ist er bestrebt, die Lücke, das gähnende Loch um jeden Preis auszufüllen. … [Der moderne Mensch] greift in jeder Situation, die ihm Nichtstun auferlegt, zur Lektüre, um sich zu entfliehen, denn er selber ist sich die trostloseste Gesellschaft von allen. Das Buch wird zum Lückenbüßer und Narkotikum. …

Wir lesen viel mehr Stoffe, Kenntnisse, Erkenntnisse und Unkenntnisse in uns hinein, als wir verdauen können, und das einzig Tröstliche dabei ist noch, daß fast alles davon zum einen Ohr hinein und zum andern herausgeht. Aber das zeigt auch wieder die Absurdität des ganzen Überfütterungsvorganges. Wir leben künstlich, weil wir unsere Meinungen und sogar unsere Gefühle anlesen. Das ist eine traurige und tiefgreifende Beeinträchtugung der Ursprünglichkeit, der Naivität unseres Daseins, uns je mehr wir uns ihr hingeben, desto künstlicher und farbloser, automatischer und dümmer werden wir.

Es ist eine Zeit erstickender Verschlammung durch Druckerschwärze, Tinte und Farbband. Es bedarf schon eines starken Willens, eines Eigensinnes, den Versuchungen zu widerstehen, die das gedruckte Wort an uns richtet. … Die Formel nach der sich der Leser richen sollte, sei er Vielleser oder Wenigleser,[ist]: Lies nur, was sich wirklich angeht und interessiert. Allem anderen Lesen ist das Nichtlesen weitaus vorzuziehen. …

Wir Modernen sind ein ganzes Geschlecht, das … in einem fort liest, um nicht nur bevorstehende Katastrophen, sondern überhaupt nichts mehr wahrzuhaben. Unser Massen- und Dauer-Lesen ist keine Unbefangenheit und Tapferkeit, sondern sturer Unsinn, der uns für Untergänge, wenn sie wirklich kommen, nur noch unbereiter, feiger, dümmer und kopfloser macht.”

aus: Martin Reheim-Schwarzbach: Von den Büchern. Hamburg: Hans Dulk, 1952, S.57-60.

Abb.: Zu Sitzbänken zusammengeklebte Bücher, “Bibliothek” von Tilburg, 2025

09/25

29/09/2025 (16:34) Schlagworte: DE,Lesebuch ::

Lesen 2

“Ich las einmal eine Geschichte, die … mir viel Eindruck gemacht hat. … Sie schildert wie eine Reihe von Chinesen durch Erschießen hingerichtet werden soll. … Unter den Wartenden befand sich auch ein alter Mann mit einem langen weißen Bart, der im Stehen, an eine Mauer gelehnt, ein Buch las und sich durch die Schußsalven und das Näherrücken seines eigenen letzten Minütleins durchaus nicht im Lesen stören ließ. …

Er betete nicht und war in keine Sterbesakramente, Litaneien, Trostsprüche vertieft, sondern in eine Lektüre schlechthin. Er laß ein Buch, dessen Inhalt ihn  mehr interessierte als das herannahende Ende, und es wurde in der Geschichte auch berichtet, daß er dann und wann vor sich hinlächelte. Nur einmal, während er eine Seite umschlug, warf er einen ganz kurzen und gleichgültigen Blick in die Runde. … Er beeilte sich nicht beim Lesen, sondern kostete bedächtig und versunken die Worte und Sätze des Dichters aus, die er da las. …

Wenn er die Gewehrläufe schon auf sich gerichtet sieht und da erst das Buch aus der Hand legt, als gäbe es nur eine kurze Pause vorm nächsten Kapitel, und sich sinnend durch den Bart fährt, dann hat er eine sehr hohe Stufe der Existenz erreicht: sein Leben hat sich gelohnt, und seine Lektüre auch.”

aus: Martin Reheim-Schwarzbach: Von den Büchern. Hamburg: Hans Dulk, 1952, S.53-61.

Abb.: Jürgen Brodwolf: Guckkasten Leseraum, 1978, Detail.

09/25

29/09/2025 (15:53) Schlagworte: DE,Lesebuch ::

Bürgerlichkeit

“Vielleicht ist das die Sollbruchstelle aller Bürgerlichkeit, dass bürgerliche Werte wie Mäßigung, gegenseitiger Respekt bei Wertschätzung der individuellen Freiheit, Abwägung von Positionen und Argumenten als politische Prinzipien in Friedenszeiten sehr gut funktionieren. Sogar so gut, dass sie dazu verführen, in unruhigen oder sogar Kampf- und Kriegszeiten zu hoffen, dass sie unverändert weiterfunktionieren mögen.

Tun sie aber nicht. … Zur Bürgerlichkeit muss zwingend die Wehrhaftigkeit gegen diejenigen gehören, die die Werte der Bürgerlichkeit ablehnen. Man kann nicht zugleich bürgerlich sein wollen – und dann ungerührt akzeptieren, dass Freiheit und Anstand als bürgerliche Garanten der Entfaltung und der Mäßigung zerstört werden.”

aus: Sascha Lobo: So besiegen wir die allgegenwärtige Bigotterie, Spiegel online, 26.9.25, im Internet.

09/25

27/09/2025 (0:32) Schlagworte: DE,Lesebuch ::

Faschisten

“Warum man nicht mit Faschisten redet? Wer Faschist geworden ist, hängt Geschichtsverfälschungen und irrationalen historischen Annahmen an, lehnt die moderne Welt ab und sehnt sich nach einer verflossenen ‘heilen Welt’, die es nur in seiner Fantasie gibt und die im Kern eine ‘Blut-und-Boden-Ideologie’ darstellt.

Intellektuelle und Wissenschaft werden als lebensfremd nicht nur abgelehnt, sondern bekämpft. Dissens und Widerspruch – das Lebenselixier von Demokraten – gelten für Faschisten als Verratshandlungen und ‘abartig’, weil sie eine Vielfalt repräsentieren, die Faschisten grundsätzlich ablehnen – sie glauben an die Einheitlichkeit und den „gesunden Volkskörper“, der alle angeblich nicht Dazugehörigen aussondern, abstoßen, selektieren muss. Wer nicht zu diesen Grundsätzen steht, wird als Feind markiert. Feinde sind zu vernichten – Gegner wiederum akzeptiert der Faschist nicht, er kennt nur Gleichgesinnte oder Feinde.

Das alles führt zu absurden Widersprüchen: Der Faschist redet für alle, für die Masse, für die angebliche Mehrheit, ist davon überzeugt, der Stärkste zu sein und meint zugleich immerfort, von den ‘anderen’ in Schach gehalten zu werden, weshalb sich der Faschist nur in totaler Herrschaft voll entfalten kann, erst dann also, wenn niemand mehr widerspricht, ihm niemand mehr im Wege steht. Faschisten können sich nur in der totalen Diktatur selbst wiedererkennen – wenn ihnen niemand mehr im Wege steht.; erst dann sind sie keine ‘Opfer‘ mehr in ihrer Weltsicht. Faschisten träumen von einer Utopie der totalen Gleichheit, die sie mit allen Mitteln – vor allem gewaltvollen – erreichen wollen. Wer sich als Faschist zu erkennen gibt, gehört zu den Auserwählten, zu einer elitären Gruppe, die die einzige ist, die die eigentliche Menschheitsaufgabe begriffen hat. Faschisten brauchen einen Führer, einen Mann, dem sie folgen bis in den Tod.

Faschisten sind nicht interessiert an Diskursen und Diskussionen. Sie sind im Besitz der Wahrheit, warum sollten sie mit irgendwem, der ohnehin als Feind gilt, diskutieren!

Wer glaubt, mit Faschisten reden zu müssen, um sie zu überzeugen, einem Irrweg zu folgen, hat das Wesen des Faschismus nicht verstanden.

Es ist eine große Aufgabe, mit jenen zu reden, zu diskutieren, jenen zuzuhören und zu widersprechen, die auf dem Weg zum Faschismus sind, aber dort noch nicht angekommen sind. Ebenso ist es nötig, mit Demokrat*innen aller Couleur von rechts bis links im Gespräch zu bleiben – auch um koalititonsfähig zu bleiben.

Mit Faschisten zu reden, ist reine Zeitverschwendung – wer die Demokratie und Freiheit schützen und bewahren will, hat genug zu tun, mit jenen zu reden, die keine Faschisten sind. Faschismus ist keine Meinung!”

aus: Ilko-Sascha Kowalczuk, Mit Faschisten redet man nicht!, Facebook, 8.9.25.

Abb.: Cimitero Monumentale, Mailand, April 2026.

09/25

08/09/2025 (22:41) Schlagworte: DE,Lesebuch ::
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