MALTE WOYDT

HOME:    PRIVATHOME:    LESE- UND NOTIZBUCH

ANGE
BOTE
BEL
GIEN
ÜBER
MICH
FRA
GEN
LESE
BUCH
GALE
RIE
PAM
PHLETE
SCHAER
BEEK
GENEA
LOGIE

Hope

“I don’t think hope is something that can be given to you – you have to create it yourself. Hope means taking action, … I think that we need to redefine hope, because it’s being used against us. If there is hope you don’t need to do anything, but that is the opposite of hope.”

Greta Thunberg, interviewt durch Hannah Nathanson: Greta Thunberg Wants To Clear The Air, Elle Britain Online, 6.10.22, im Internet.

10/22

06/10/2022 (17:14) Schlagworte: EN,Lesebuch ::

Faschismus

“Faschismus ist im Kern ein Regelwerk für den Kampf. Jeder ideologische Quadratzentimeter des Faschismus, die Helden- und Führerverehrung, die Anbetung der Stärke, der damit einhergehende Hass auf alles Schwache, die Übervereinfachung der Welt, der oft antiintellektuelle Irrationalismus, die Ablehnung der Vielfalt, Meinungspluralität und -freiheit, der Nationalismus, der Traditionenkult und so fort: Faschismus verwandelt eine Gesellschaft in eine Kampfmaschine. …

Der Kampf des heutigen, modernen Faschismus gilt einem vermeintlichen Feind im Innern, nämlich der freien, vielfältigen und offenen Gesellschaft. Also dem präzisen Gegenteil des rassistischen, antisemitischen Patriarchats. Dessen Wiedererrichtung ist das Ziel der heutigen faschistischen Bewegungen. …

Italien war in Europa sehr früh und heftig von der Coronapandemie betroffen, … [weshalb] zeitweise sehr harte Coronamaßnahmen ergriffen wurden, unter denen wiederum die Gesellschaft sehr litt. …

Viele Maßnahmen-Gegner taumelten … zwischen Coronaleugnung, Impfgegnerschaft und Verschwörungstheorie umher. Dann tat sich ein für manche verlockendes Angebot auf, das direkt auf dem faschistischen Hass auf Schwache basierte. Die Abschaffung aller Maßnahmen hätte schließlich ‘nur’ die Schwachen getroffen. Plötzlich entstand eine Coronaquerfront aus Bürgerlichen und Faschisten, die … sich darin trafen, dass sie für die Wiederherstellung ihres eigenen, normalen Alltags das Leben von Schwächeren zu opfern bereit waren. Die ‘Stärkung’ des ‘Volkes’ durch ‘Entfernung’ der Schwachen  …”

aus: Sascha Lobo: Das Land ist hoffnungsvoll verloren, Spiegel online, 28.9.22, im Internet.

09/22

29/09/2022 (17:25) Schlagworte: DE,Lesebuch ::

Arts 3

“Je pourrais dire que la littérature nous aide à mieux saisir les ‘autres’, tandis que la peinture le fait pour les ‘choses’.”

aus: Pol Bury: Les caves du Botanique. Bruxelles: Les Éditions du Botanique 1986, S.90.

09/22

25/09/2022 (1:01) Schlagworte: FR,Lesebuch ::

Markets 2

“Thinktankers’ … worldview has a religious quality: ‘Those rich people are simply better than us; they exist in a state of grace. Why question it, when it’s so obvious?’ It would be easier to counter if they said it out loud but they never talk about ‘rich people’, only ‘markets‘.

And when they say ‘state‘, of course, they mean us. They plan to shrink us, our opportunities, our lives. Don’t underestimate them. You don’t have to be competent … to make a hell of a mess.”

aus: Zoe Williams: They love the super-rich and want to slash the welfare state: meet the new team at No 10, The Guardian online, 19.9.22, im Internet.

09/22

19/09/2022 (19:26) Schlagworte: EN,Lesebuch ::

Winnetou

“Was ist das für ein Land, in dem man nicht einmal mehr sagen darf, dass man als Kind gerne Indianerhäuptling geworden wäre? …

Sind die Karl-May-Indianer nicht primär eine Fantasieschöpfung, an der ihre Erschaffer ebenso viel (oder ebenso wenig) Eigentumsrechte besitzen wie die indigenen Bewohner Nordamerikas, die sich ja nicht umsonst in den Apachen und Komantschen aus den Winnetou-Romanen nicht wiedererkennen? … Gerade Fantasiebilder können  [allerdings] in ihrer Erschaffung und Fixierung von Stereotypen einen rassistischen oder sonst wie diskriminierenden Charakter besitzen. …

Natürlich zeigt sich im ‘Wunsch, Indianer zu werden’ zunächst auch der Wunsch danach, einer Kultur anzugehören, die ursprünglicher, naturverbundener, authentischer scheint als die eigene. In der Karl-May-Version der Winnetou-Figur kommt dieser Wunsch überdeutlich zum Ausdruck. …

Zugleich ist es kein Zufall, dass sich die Begeisterung der deutschen Gesellschaft für … Winnetou … gerade in den ersten Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg entfaltet hat. … Dass die Deutschen sich … [damals] so intensiv mit der Figur des Indianers identifizieren, liegt … auch daran, dass jenes Volk, das gerade erst selber einen Genozid an den europäischen Juden vollzogen hat, aus der Rolle der Täter in die der Opfer hinüberzuwechseln versucht.  Wobei die guten Cowboys … bei Karl May ja immer Deutsche im Ausland sind, die hier nun als strahlende Helden den bedrängten Indianern beistehen, als ‘white saviours’, wie man heute sagen würde. … Man befindet sich … auf der richtigen Seite der Geschichte. …

[Doch] in dieser ‘ethnischen Appropriation‘ … ist … noch etwas anderes versteckt, … was die Faszination mit den Indianern eigentlich erst interessant macht. … In der westdeutschen Provinz der 1970er Jahre war es völlig selbstverständlich, dass Jungen kurze und Mädchen lange Haare trugen, dass Mädchen sich – manchmal – schminken, Jungen hingegen nie. Wer als Junge lieber lange Haare trug und sich eventuell sogar einmal mit dem Nagellack seiner Schwester die Fingernägel lackierte, befand sich sofort in der Position des verspotteten Außenseiters – es sei denn, er rechtfertigte diese Praxis dadurch, dass er eben in ein Indianerkostüm schlüpfte. … Indianerkostüme … [waren] Kostüme der geschlechtlichen Transgression. …

Nicht nur die Karl-May-Freunde … kostümierten sich als ‘Indianer’, sondern auch die Hippies in aller Welt. … Die antiimperialistische Linke identifizierte sich bevorzugt mit den Befreiungskämpfen ‘einfacher’, unentfremdeter Völker aus den Regenwäldern und Wüsten der ‘Dritten Welt’. Das beliebteste Fashion item in dieser Zeit war das sogenannte Arafat-Tuch. … Arafat [war] der Winnetou der linken Alternativkultur. …”

aus: Jens Balzer: Ethik der Appropriation. Berlin: Matthes & Seitz 2022, S. 11, 15, 60-63, 78

09/22

15/09/2022 (23:26) Schlagworte: DE,Lesebuch ::

Kulturelle Aneignung 2

“”… Das weiße Amerika … – Wann immer sie sich eine Form der Schwarzen Kultur wieder einverleibt hatten, versuchten sie die Präsenz schwarzer Menschen in ihr zu tilgen. In den Zwanzigern wurde Paul Whiteman zum ‘King of Swing’ gekrönt, in den Dreißigern Benny Goodman zum ‘King of Jazz’, in den Fünfzigern erschien Elvis Presley als ‘King of Rock ‘n’ Roll’, in den Sechzigern wurde Eric Clapton zum König der Blues-Gitarre gekrönt.’ [Greg Tate: Everything But the Burden 2003]. Und als das Buch von Greg Tate erschien, da hatte gerade ‘der nächste White Negro’ die Bühne betreten: Der Rapper Eminem wurde zum erfolgreichsten Hip-Hop-Künstler der USA…

Die Angehörigen einer herrschenden, ökonomisch bessergestellten Mehrheitskultur beuten kulturelle Errungenschaften einer rassistisch diskriminierten, ökonomisch schlechtergestellten Minderheitenkultur aus. Sie nehmen damit den ursprünglichen Urhebern die Möglichkeit, selber angemessen von ihrer Kunst in ökonomischer Hinsicht zu profitieren; so verwandelt sich die Aneignung in eine Enteignung …

[Man erzählt] die Musikgeschichte als eine Kette von Innovationen weißer Superstars …, obwohl alle wesentlichen Innovationen in der US-amerikanischen Musikgeschichte von schwarzen Menschen stammen; …

[Public Enemy begegnet]  der Appropriation schwarzer Musik durch weiße Menschen … mit einer ‘counter appropriation’; sie eignen sich eine von der weißen Hegemonie unsichtbar gemachte Tradition wieder an, indem sie ihre Musik mit Zitaten aus dieser Tradition durchsetzen. …

In den Techniken des Samplings … zeigt [sich] … das Ergebnis einer Gewaltgeschichte, einer Geschichte des Zerreißens von kulturellen Traditionen durch die Entwurzelung ihrer Träger und deren Verstreuung über die Welt. Zugleich aber scheint darin die Erkenntnis auf, dass es kein Zurück hinter diesen Zustand der Entwurzelung gibt … [und] die Vorstellung, dass es so etwas wie kulturelle Reinheit geben könnte, ganz auf die Seite der Kolonialisten gehört. …

‘Counter appropriation’ … verwandelt die historische Erfahrung … der Entwurzelung in die Erkenntnis, dass jede Kultur schon immer heterogen ist – während der Glaube an kulturelle Homogenität und Reinheit sich nur in solchen Kulturen entwickelt, die aufgrund ihrer politischen und ökonomischen Macht .. sich selbst für den Ursprung und das Maß aller Dinge halten. Dass es möglich oder wünschenswert sein könnte, nicht zu appropriieren: Das ist eine Signatur kolonialistischer Selbstverkennung. …

Afrika Bambaataa & Soulsonic Force … durchqueren kulturelle Traditionsfelder, um Gemeinsamkeiten zwischen marginalisierten Gruppen … in deren Bewusstsein zu bringen – zugunsten eines gemeinsamen, solidarischen Kampfes gegen die rassistische Diskriminierung. … Hip-Hop [ist] der Prototyp einer postmodernen Kunst. Er bedient sich bei allem, was ihm zur Verfügung steht. …

Der postkoloniale Theoretiker Edouard Glissart …: ‘Keine Kultur ist heute isoliert von den anderen. Es gibt keine reinen Kulturen, das wäre lächerlich”. …

Wenn Kultur nichts ist, das sich von jemandem besitzen lässt, dann kann sie auch niemandem geraubt werden: ohne Eigentum keine Enteignung. …

Eine Praxis der Appropriation die diese Hybridität und die ambivalente Verfasstheit jeglicher kultureller Identität sichtbar macht, ist eine im ethischen Sinn gute Appropriation. Eine schlechte Appropriation ist hingegen jede, die scheinbar vorgegebene Identitäten hinnimmt und verfestigt, die bestehende Machtverhältnisse ästhetisch ausnutzt und damit politisch zementiert. …

Wer sich dergestalt [mit Verbotsforderungen] zum Fürsprecher marginalisierter Gruppen erhebt, … drängt diese indes … nicht nur unweigerlich in die Position schwacher Opfer ohne eigene Handlungsfähigkeiten. … In ihrer unreflektierten (Verbots-)Variante ist die Kritik der Appropriation dem hegemonialen Diskurs der neoliberalen Fragmentierung und Entsolidarisierung näher, als sie es sich eingestehen will. …”

aus: Jens Balzer: Ethik der Appropriation. Berlin: Matthes & Seitz 2022, S. 29-31, 34, 37, 39-41, 47, 51, 53, 56, 82

09/22

15/09/2022 (0:49) Schlagworte: DE,Lesebuch ::

Grüne 2022

“Bei den Grünen, die schon länger keine linke Partei mehr sind, erschien er [Ströbele] immer mehr als Relikt aus einer Vorzeit, die mit dem Jetzt nicht mehr viel verband. Das neue grüne Bürgertum ist geschmeidiger und anpassungsfähiger. Die neuen grünen Bürger misstrauen der Macht nicht mehr, sie sind auf eine unheimlich selbstverständliche Art mit ihr vertraut und verschmolzen. Die Skepsis gegenüber Staat und Kapitalismus, die den linken Bürger Ströbele antrieb, gilt ihnen als altmodisch und vorgestrig. Sie sind flexibler, weniger deutsch, nicht so protestantisch ernst wie Ströbele. Das linke Bürgertum, dessen Motor Protesten­ergie war, verschwindet von der Bühne.”

aus: Stefan Reinecke: Ein liberaler Radikaler. Taz online, 3.9.22, im Internet.

09/22

03/09/2022 (22:31) Schlagworte: DE,Lesebuch ::

Cooperatism

“Documenta 15’s framework suggests the massive exhibition as an attempt to showcase egalitarian survival strategies and community initiatives from the Global South … The concept of ‘lumbung’ is offered as a resource to ‘heal today’s injuries, especially ones rooted in colonialism, capitalism, and patriarchal structures.’

And yet … the types of initiatives most celebrated here … are just more or less the accepted aesthetic preferences of international NGO culture, which values tangible deliverables and loves to produce texts with the word ‘community’ in them. Indeed, almost all these works come with a label that explains what government agency or foundation has helped support them. …

Much of the justificatory text here about sharing and cooperation as a new model of co-habitation that challenges neoliberalism and colonialism seems to me to mistake effects for causes. Things aren’t unsustainable, either in art or more broadly, because of a bad mindset. … [They are because] … a tiny group of the world’s population controls a vast majority of its wealth and resources, and has it in its interests to keep it that way.

The major problem is not an abstract ‘Western’ habit of thought, like ‘hierarchy’ or ‘individualism,’ which you can fix by turning to collaboration. These are deflections of the kind that the non-profit world inculcates, as Anand Giridharadas argues in Winners Take All, because non-profit culture functions by reframing the ‘political as personal,’ turning systemic problems into things that can be solved via workshops, at the level of interpersonal dynamics or clever bootstrap initiatives …”

aus: Ben Davis: Documenta 15’s Focus on Populist Art Opens the Door to Art Worlds You Don’t Otherwise See—and May Not Always Want to, Artnet, 6.7.22, im Internet.

08/22

28/08/2022 (23:43) Schlagworte: EN,Lesebuch ::

retro

“… In einem großen deutschen Fluss sterben Abertausende von Fischen und Krebsen an einem unbekannten Gift; Atomkraft gilt plötzlich wieder als Versprechen für die Zukunft; Fluggesellschaften planen 20 Jahre nach dem Desaster der Concorde einen neuen Überschalljet; die Müllberge wachsen weiter; das Waldsterben ist zurück, weil es eigentlich nie weg war; Bauern dürfen Ökokriterien wieder vergessen; der Staat plant neue fossile Kraftwerke; die Russen sind wieder die Gefahr aus dem Osten und arbeiten auch noch kräftig am nächsten nuklearen Super-GAU.

Das ist alles so was von Eighties! Und wir dachten doch, es sei vorbei. Tja. …

Aber erinnern wir uns richtig: Unser ‘No Future’ von 1982 zwischen Ozonloch, Waldsterben und Rheinvergiftung ist heute die gute alte Zeit: Damals lag der CO2-Gehalt in der Luft bei 340 Molekülen pro Million, heute sind es gefährliche 420, die globale Überhitzung ging mit 0,3 Grad gerade richtig los, heute sind es 1,2 Grad: fast ein ganzes Grad Celsius mehr seit meiner Jugend! Das Baumsterben konnte man mit Filtern auf Kohlekraftwerken bekämpfen, aber keiner stellte die Kohle infrage; das ewige Eis auf Grönland und in den Alpen war noch ewig, auf Meeresströmungen konnte man sich verlassen.

… Der weltweite Ölverbrauch lag bei 2,8 Milliarden Tonnen, heute sind es 4 Milliarden, die Ozonschicht ließ sich ein paar Jahre später mit viel Glück und einem ziemlich simplen Vertrag wieder kitten. Als wir Wohlstandskinder in den Achtzigern hemmungslos konsumierten, lag trotzdem der ‘Welt-Erschöpfungstag’, an dem die nachwachsenden Ressourcen für ein Jahr aufgebraucht sind, erst im November – heute, wo wir alle ach so bio, vegan, nachhaltig und achtsam sind, ist das bereits im Juli. …”

aus: Bernhard Pötter: Retro, aber richtig, taz online, 23.8.22, im Internet.

08/22

23/08/2022 (9:09) Schlagworte: DE,Lesebuch ::

Class war

“‘If there is a class war – and there is – it is important that it should be handled with subtlety and skill,’ wrote Maurice Cowling, the influential rightwing historian, in the late 1970s. ‘It is not freedom that Conservatives want; what they want is the sort of freedom that will maintain existing inequalities or restore lost ones.’ The nature of Conservatism has altered very little since, but the class on whose behalf the Tory party fights has changed dramatically: where once it was doctors and lawyers, businessmen, ‘respectable people’, it is now hedge fund managers and property developers, the filthy, the super, the Croesus rich. If you’re less wealthy than Jacob Rees-Mogg, the party has fought a 12-year war against you, and – newsflash – it won.

Some statistics need animating, and some animate themselves … a 40-year high of 10.1% inflation … a 4.1% drop in regular pay …

In fact, the class war wasn’t fought with subtlety and skill, it was fought in a more modern fashion, with misinformation. The argument for austerity was built on complementary, nonsensical narratives: most disabled people were faking it; most people on benefits were too lazy to work; most waste in the benefits system was lost to fraud; a class of the workshy had been created by benefits; the ‘big society’ was good, because it was much nicer to get your neighbour’s help than to have properly funded public services; parents know more about education than local authorities; and so on.

… It was just one diversionary talking point after another, as the first offensive wave proceeded…, and the destruction of the social safety net was achieved.

With Brexit, … the escapade was there to deliver only one outcome: the destruction of regulation by which workers and citizens protect and assert themselves against the interests of capital. It was just the second wave of the war.

Liz Truss and Rishi Sunak, prime ministerial hopefuls, approach the coming crisis with another patchwork of absolute nonsense. The cost of living crisis is all down to the war in Ukraine. We head into recession because we don’t work hard enough. … But it’s different … [this time]: they’re not trying to divert us from some smart new move – they have no moves. If you look at the level of public debt, the high inflation, the low growth and the tax burden, we’re already in a postwar economy. It was just a different kind of war, a class war masquerading as a kulturkampf, and we lost. …

You cannot rebuild anything on fictional foundations. … You cannot organise if you don’t know what side you’re on, and so many of the narratives of the past 12 years have been tailored to mask exactly that. Are you a striver or a shirker? A net contributor or a net recipient? A patriot or a migrant? Metropolitan elite or left behind? Latte sipper or bitter drinker? Woke or anti-woke? Leaver or remainer? We’ve been trapped in this endless cycle of meaningless divisions to mask what’s incredibly plain: we’re all on the same side and we’re all under attack.”

aus: Zoe Williams: Inflation at 10%? This is class war – and it was years in the making, The Guardian online, 18.8.22, im Internet.

08/22

18/08/2022 (15:21) Schlagworte: EN,Lesebuch ::
Next Page »