MALTE WOYDT

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Arbeit

“Nach Auskunft der Bibel ist die Arbeit Strafe für den Sündenfall … Das Bemerkenswerte an diesem Mythos, in dem sich die traumatische Erfahrung der neolithischen Revolution, des Übergangs von der Gesellschaft der Jäger und Sammler zu der der Ackerbauern und Viehzüchter spiegelt, ist, daß darin die Arbeit als Fluch und Arbeitslosigkeit als paradiesischer Zustand dargestellt wird.

Heute ist es gerade umgekehrt: Arbeit haben gilt als Segen, Arbeitslosigkeit dagegen als Fluch. … Arbeit ist so sehr der Inbegriff menschlicher Aktivität geworden, daß wir heute sogar von Trauer- und Liebesarbeit sprechen, womit wir der Trauer und der Liebe erst ihre wahre Würde zu geben meinen. …

Erst das aufkommende Bürgertum bewertete die Arbeit im Ganzen positiv. Nun hieß es: Arbeit adelt, und Müßiggang ist aller Laster Anfang.”

Aus: Johano Strasser: Leben oder Überleben. Wider die Zurichtung des Menschen zu einem Element des Marktes., Zürich/München: Pendo 2001, S.170-172.

10/07

14/10/2007 (20:41) Schlagworte: DE,Lesebuch ::

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