MALTE WOYDT

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Kapitalismus

“Ich glaube, daß es diese grundsätzliche Kritik am Kapitalismus … bereits gibt. … Aber das Problem besteht darin, daß diese Kritik nur dann weiterführt, wenn ihr eine Perspektive, ein Projekt zugeordnet ist. Das war ja das Faszinosum der Marxistischen Theorie, daß sie nicht nur den Kapitalismus kritisierte, sondern gleichzeitig ein Projekt formuliert … Heute fehlt der Kritik ein solches Projekt.

Selbst Liberale wie Dahrendorf sagen mittlerweile, die Globalisierung sei eine Gefährdung für die Demokratie. Sie führe zum Autoritarismus, weil die Konkurrenz dazu führe, daß immer die niedrigsten sozialen und ökologischen Standards sich durchsetzen, und das seien diejenigen, die mit autoritären Mitteln erzwungen werden. Also würde sich der Autoritarismus auch in den westlichen Demokratien durchsetzen. Immer vorausgesetzt: Wir tun nichts dagegen. Das ist eine Kapitalismuskritik – allerdings eine ohne Projekt. Und das ist zu wenig.” …

“Man braucht keine neuen Arenen, man braucht neue Analysen, neue Argumente und genauere Vorstellungen davon, was ich als ‘kritisches Projekt’ bezeichnet habe.”

Elmar Altvater, Johano Strasser, Tilman Fichter: Kapitalismus ohne Alternative? Gespräch. Die Neue Gesellschaft / Frankfurter Hefte 1/1996, S.23/24

05/10/2007 (0:26) Schlagworte: DE,Lesebuch ::

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