MALTE WOYDT

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Ethnicity

“Ethnicity is one of the most widely cited causes of political action, but one of the most difficult concepts to define precisely. … The compelling force of the concept … derives from the perception that it provides a singularly tight fit between identity and community. … Hence the notion is predicated on two fundamental assumptions. The first is that it is possible to identify clearly those characteristics that distinguish one ethnic group from another. The other is that such features are of primary, or determinant, significance for members of those groups. …

In the West it is viewed primarily as an emotional attachment to a community of origin of, more pragmatically, as a basis for lobbying. From the West, however, ethnicity in less economically advanced, of simply culturally different, settings is perceived more as a primordial sentiment, a quality of being which is overwhelming – that is, over which people have little control. Although the same term is used in both instances, in reality the one is the reverse side of the other. …

The point is to … move away from evolutionary theory, and to accept that the instrumental quality of ethnicity is both historically and culturally bound, whatever the setting. … It is neither as clear-cut nor as casual as it is blithely assumed to be. …

The idea that ethnicity is easily identified is very largely a myth, in part due to the colonial method of classifying ‘natives’. … [in] pre-colonial Africa … ethnicity was an eminently fluid and malleable characteristic. Individual, and even whole groups, could easily change ethnic identities or entertain several, or, alternatively consider themselves part of extended religions and occupational groups … At the same time ethnicity need not automatically be politically consequented. … it is imperative to distinguish between political tribalism … from moral ethnicity, which provides the ethical framework for the life of a particular community.”

aus: Patrick Chabal & Jean-Pascal Daloz: Culture Troubles. Politics and the Interpretation of Meaning. London: Hurst & Co., 2006, S.112-115.

09/09

01/09/2009 (23:43) Schlagworte: EN,Lesebuch ::

Gentrificatie

Gentrificatie gebeurt meestal in twee golven: de eerste golf zijn de mensen die ontdekken, opknappen, hip maken en de tweede golf zijn de mensen die binnen een hip geworden wijk opkopen.

De ideale stad zou een stad zijn, waar die twee groepen om de 15 tot 20 jaar verder trekken en nieuwe wijken opknappen, zodat aan het einde alle wijken van een stad binnen de 100 jaar of zo eens hip en gerenoveerd gewest zouden zijn. Jammer genoeg zijn er wijken, waar de gentrificatie nooit langskomt.

Brussel kan de binnenstroom eigenlijk aan, er staan enkel te veel appartementen en huizen leeg.

mijn bijdrage tot een discussie op brusselblogt, 25.8.2009

@Thijs, “Het aantal sociale huurappartementen is gigantisch”. Sorry, maar enkel in twee belgische steden hebben sociale woningen een aandeel van 20 tot 30 percent van de woningsmarkt, wat in Nederlandse, Franse en Duitse steden normaal is – Luik en Charleroi. De 8% sociale woningen in Brussel zijn verre van “gigantisch”, en als je erbij neemt, dat zeker de helft ervan in Nederland of Duitsland als onbewoonbaar zou verklaard worden, ronduit belachelijk.

Ik zie eigenlijk enkel twee oplossingen: Het systeem van publieke sociale agentschappen sterk uitbreiden, die privé-eigenaars van wenige leegstaande appartementen bevrijden van het risico huurders te krijgen die hun huur niet kunnen betalen enzv.; én publieke infrastructuur voor kinderen en families uitbouwen die familieleven ook zonder eigen tuin aangenaam maken.

twede bijdrage tot de discussie, 1.9.2009

01/09/2009 (10:04) Schlagworte: NL,Notizbuch ::

Gegenwärtigkeit

“Die Realität ist die sinnlose Übertreibung aller Details, welche die Satire vor fünfzig Jahren hinterlassen hat. … Ein Blick in die neue Welt, … ein Atemzug in dieser gottlosen Luft von Allwissenheit und Allgegenwart zwingt zur vorwurfsvollen Frage: Was hat[te] Nestroy gegen seine Zeitgenossen? Wahrlich, er übereilt sich. Er geht antizipierend seine kleine Umwelt mit einer Schärfe an, die einer späteren Sache würdig wäre. … er erlebt die respektlose Intelligenz nicht, die da weiß, daß die Technik wichtiger sei als die Schönheit, und die nicht weiß, daß die Technik höchstens ein Weg zur Schönheit ist und daß es am Ziel keinen Dank geben darf und daß der Zweck das Mittel ist, das Mittel zu vergessen. … Wo das Talent dem Charakter Schmutzkonkurrenz macht und die Bildung die gute Erziehung vergißt. Wo überall das allgemeine Niveau gehoben wird und niemand draufsteht. Wo alle Individualiät haben, und alle dieselbe, und die Hysterie der Klebstoff ist, der die Gesellschaftsordnung zusammenhält. … Kunst ist, was den Stoff überdauert. Aber die Probe der Kunst wird auch zur Probe der Zeit, und wenn es immer den nachrückenden Zeiten geglückt war, in der Entfernung zum Stoff die Kunst zu ergreifen, diese hier erlebt die Entfernung von der Kunst und behält den Stoff in der Hand. Ihr ist alles vergangen, was nicht telegraphiert wird. Die ihr Bericht erstatten, ersetzen ihr die Phantasie. Denn eine Zeit, die die Sprache nicht hört, kann nur den Wert der Information beurteilen. … Wie sollte sie, deren Gedächtnis nicht weiter reicht als ihre Verdauung, in irgendetwas hinüberlangen können, was nicht unmittelbar aufgeschlossen vor ihr liegt? … Die Organe dieser Zeit widersetzen sich der Bestimmung aller Kunst, in das Verständnis der Nachlebenden einzugehen. Es gibt keine Nachlebenden mehr, es gibt nur noch Lebende, die eine große Genugtuung darüber äußern, daß es sie gibt, daß es eine Gegenwart gibt, die sich ihre Neuigkeiten selber besorgt und keine Geheimnisse vor der Zukunft hat. Morgenblattfroh krähen sie auf dem zivilisierten Misthaufen, den zur Welt zu formen nicht mehr Sache der Kunst ist. Talent haben sie selbst …”

aus: Karl Kraus: Auswahl aus dem Werk. München: Kösel 1957, S.178-180.

08/09

31/08/2009 (23:25) Schlagworte: DE,Lesebuch ::

Versailles

“Das Verlangen der Feinde nach Auslieferung der deutschen Artillerie ist ein Wahnsinn. Logisch wäre nur das Verlangen nach Auslieferung der deutschen Weltanschauung, und dieses ist unerfüllbar.”

aus: Karl Kraus: Auswahl aus dem Werk. München: Kösel 1957, S.228

08/09

31/08/2009 (23:02) Schlagworte: DE,Lesebuch ::

Krieg 3

Krieg ist zuerst die Hoffnung, daß es einem besser gehen wird, hierauf die Erwartung, daß es dem andern schlechter gehen wird, dann die Genugtuung, daß es dem andern auch nicht besser geht, und hiernach die Überraschung, daß es beiden schlechter geht.”

aus: Karl Kraus: Auswahl aus dem Werk. München: Kösel 1957, S.228

Abb.: John Heartfield: Krieg und Leichen, die letzte Hoffnung der Reichen. Arbeiter-Illustrierte-Zeitung 1932, im Internet.

08/09

31/08/2009 (23:01) Schlagworte: DE,Lesebuch ::

Journalist

“Definition

Was ist
der Journalist?
Beim Element:
Ein unser Denken störender,
mit unsern Ohren hörender,
mit unsern Augen guckender,
uns auf die Zunge spuckender,
uns die Kopfhaut juckender,
unsre Kultur verdruckender,
sich unser Blut verschreibender,
doch uns nichts schuldig bleibender,
ja uns die Zeit vertreibender,
uns blendender und betäubender,
und unsre Felle beizender,
und unsre Hölle heizender,
unsre Nase schneuzender,
unsern Ekel reizender,
mit seinen Händen redender,
aber sonst uns ganz vertretender
Agent.”

aus: Karl Kraus: Auswahl aus dem Werk. München: Kösel 1957, S.95

08/09

29/08/2009 (22:46) Schlagworte: DE,Lesebuch ::

Psychoanalyse 1

Psychoanalyse ist jene Geisteskrankheit, für deren Therapie sie sich hält.

Psychoanalyse ist mehr eine Leidenschaft als eine Wissenschaft: weil ihr die ruhige Hand bei der Untersuchung fehlt, ja weil dieser Mangel die einzige Fähigkeit zur Psychoanalyse ausmacht. Der Psychoanalytiker liebt und haßt sein Objekt, neidet ihm Freiheit oder Kraft und führt diese auf seine eigenen Defekte zurück. (…) Psychoanalyse ist ein Racheakt, durch den die Inferiorität sich Haltung, wenn nicht Überlegenheit verschafft und die Disharmonie aufs gleiche zu kommen sucht. Arzt sein ist mehr als Patient sein und darum sucht heute jeder Flachkopf jedes Genie zu behandeln. Die Krankheit ist hier das, was dem Arzte fehlt. Wie er sich immer anstelle, er wird zur Erklärung des Genies nichts weiter vorbringen, als den Beweis, daß er es nicht hat. Da aber das Genie eine Erklärung nicht braucht und eine, die die Mittelmäßigkeit, gegen das Genie verteidigt, vom Übel ist, so bleibt der Psychoanalyse nur eine einzige Rechtfertigung ihres Daseins: sie läßt sich mit genauer Not zur Entlarvung der Psychoanalyse anwenden.

(…) Den Weg zurück ins Kinderland möchte ich nach reiflicher Überlegung doch lieber mit Jean Paul als mit S.Freud machen.”

aus: Karl Kraus: Auswahl aus dem Werk. München: Kösel, 1957, S.48

08/09

29/08/2009 (22:44) Schlagworte: DE,Lesebuch ::

Un imam à l’église

ma contribution pour un débat sur un imam ayant choisi la phrase la plus agressive contre les autres religions pour sa participation à un te deum:

Est-ce ne pas beaucoup de bruit pour peu de chose? C’est quand même clair qu il y a des incompatibilités entre les dizaines des religions présentes dans une commune comme Saint Josse – si ce n’était pas le cas, on n’aurait qu’une religion sur terre.

Il me semble impossible de prévoir toute les éventualités possibles. Une fabrique d’église a invité un imam, beau geste. Il voulait bien venir, beau geste. Son chant est dit de très beau, était donc digne d’une cérémonie. Le contenu de son sermon peut être honteux pour lui ou pour l’organisation qui l’a recommandé, mais je ne vois pas comment on pourrait encore blâmer d’autres.

Il me semble impossible de ne pas se heurter mutuellement de temps en temps dans un dialogue des croyances. Il faut vivre avec. Chacun se présente comme il le peut et il va falloir une grande tolérance et patience de toute les cotés. Avec les temps les différents partis vont apprendre de mieux se connaitre et peu à peu savoir limiter les remarques insultantes.

La tolérance et la compréhension mutuelle ne peuvent pas être installés a priori. Il faut d’abord se connaitre, et ca ne marche pas sans incident, on apprend par ses erreurs.

Continuez alors, là à St.Josse! Je ne croix pas que la silence mutuelle qu’on vit jusqu’alors, la vie des communautés en parallèles et sans contacts potentiellement heurtants, suffise pour construire une société meilleure.

08/08/2009 (11:46) Schlagworte: FR,Notizbuch ::

Macédoine grecque

mon commentaire dans une discussion sur le réfus grecque d’accepter la Macédoine en UE:

@salman: Tu as raison, les exigences grecques vis-à-vis la macédoine sont absurdes – il faudrait une fois demander à Doulkeridis ce qu’il pense de ça et comment ça influence sa participation dans cette organisation des élus grecques à l’étranger…

Ça devient un jeu marrant d’interroger les élus issus d’immigration sur des tabous de leur pays d’origine… Existe-t-il un jeu équivalent pour les autochtones?

L’Europe est pleine des régions frontalières qui portent le même nom que leur voisine – ce sont des résultats de 1000 ans de guerres… La Macédoine était coupée en trois en 1913, il n’y a aucune raison pourquoi une de ces trois régions pourrait réclamer le monopole sur le nom.

Province belge du Luxembourg – Grand-Duché du Luxembourg
Friesland – Ostfriesland – Nordfriesland
Mecklenburg-Vorpommern – Pomorze
Nordschleswig – Schleswig-Holstein
Flandre français – Flandre orientale et occidentale
Limbourg est et Limbourg ouest
Jura suisse – Jura français
etc.
Où est le problème sinon dans l’arrogance et la folie de grandeurs grecques?

08/08/2009 (10:08) Schlagworte: FR,Notizbuch ::

www.bruessel-forum.de

Heute machte ich eine seltsame Erfahrung. Über google stieß ich auf eine interessante Webseite, www.bruessel-forum.de, gemacht von deutschen Brüssel-Fans, zumindest ist das die Selbstdarstellung. Ich habe mich da ein wenig umgeschaut, und an einer Diskussion teilgenommen, im Folgenden der seltsame Ablauf:

MALTE, 7.8.9, 15:13: Döner ist lecker!

Was ist denn so schlecht an Dönerbuden?

Ich wohne hier in Schaerbeek genau auf der Grenze zwischen Jugendstil- und dem was Daniel Dönerbudenviertel nennt, und es ist super! Ein unschätzbarer Vorteil der Gastarbeiterviertel ist, daß man hier fast rund um die Uhr Lebensmittel und Getränke einkaufen kann. Außerdem finden meine Kinder Spielkameraden auf der Straße, in den rein belgischen Vierteln werden die Kinder offenbar vorm Fernseher festgeschnallt und dürfen nicht raus.

“Echten” Döner, so wie wir den aus Deutschland kennen, im dicken Fladenbrot, aus dem die Soße nicht so raustropft wie hier aus dem dünnen “pitta”-Brot gibt es am Place Pogge bei Pacha, die besten Pide, türkischen Pizzen, in der Ch. de Haecht bei Ince (mit super Hinterhof!) und Kocak, für die bessere türkische Küche kann ich Sabam empfehlen, ebenfalls Ch. de Haecht und für ihre große Auswahl Kekse, von denen die meisten eher herb als süß sind Bäckerei Cankaya mit Tea-Room, ebenfalls Ch. de Haecht. Die albanischen Snacks im Viertel machen gute Börek (Burek!), sind aber leider oft von Rauchern bevölkert. Snack Bolo in der Rue General Eenens macht gute belegte Baguettes, Pizza Margherita vom Square Riga liefert echte italienische Pizza ins Haus (nicht so’n Arrivero-Mist). Im Sommer gibt es viele nette Straßencafés, auch in und um den Josaphat-Park herum. Nur im Winter wird es für Nichtraucher schwierig, im Viertel einen trinken zu gehen…

DAVID: 7.8.9, 15:16:

Zitat von »malte«: Ein unschätzbarer Vorteil der Gastarbeiterviertel ist, daß man hier fast rund um die Uhr Lebensmittel und Getränke einkaufen kann.

In den anderen zentralen Stadtvierteln nicht?

Zitat von »malte«: Außerdem finden meine Kinder Spielkameraden auf der Straße, in den rein belgischen Vierteln werden die Kinder offenbar vorm Fernseher festgeschnallt und dürfen nicht raus.

Rein belgische Viertel? Vielleicht gibt es dort einfach nur keine Hangjongeren?

MALTE, 7.8.9, 17:27

Zitat von »David«
In den anderen zentralen Stadtvierteln nicht?

Genau! Brüssel hat im Durchschnitt einen Ausländeranteil von 30%, einen Auslandsstämmigen Anteil von 50%. Tante-Emma-Läden gibt es – in Form von Onkel Mustafa-Läden – nur noch dort, wo sowohl die Mieten niedrig genug sind, um einen solchen Laden zu ermöglichen, und wo sich die Einwohner mit niedrigem Einkommen zufrieden geben. Alle zentralen Viertel haben einen hohen Gastarbeiteranteil. Die wenigen Ausnahmen (Squares bspw. haben auch keine Läden). In Uccle kann man Kilometer weit laufen, bevor man am Sonntag frisches Hackfleisch für die Spaghettisoße findet. Hier in Schaerbeek habe ich in 500m Abstand 6 Schlachter zur Auswahl, den einen besser als den anderen, und spottbillig. Nur Schweinefleisch gibt es am Sonntag nicht.

Zitat von »David«
Rein belgische Viertel? Vielleicht gibt es dort einfach nur keine Hangjongeren?

Nein, Umfragen zeigen, daß von allen Europäern die Belgier am meisten Angst haben, und die Dutroux-Affäre hat da auch nicht geholfen. Das einzige Problem mit den “Hangjongeren”, bei denen es sich um eine andere Altersklasse handelt, als ich hier meine, die es aber in wallonischen Dörfern auch in autochtoner Variante gibt, also das Problem mit den allochtonen Hangjongeren ist, daß hier zu wenig Mädchen auf der Straße sind. Wenn genauso viele Mädchen wir Jungs auf der Straße wären, hätten die Jungs keine Zeit um auf dumme Gedanken zu kommen.

LUCI, 7.8.9, 17:58

Zitat von »malte«
Genau! Brüssel hat im Durchschnitt einen Ausländeranteil von 30%, einen Auslandsstämmigen Anteil von 50%. Tante-Emma-Läden gibt es – in Form von Onkel Mustafa-Läden – nur noch dort, wo sowohl die Mieten niedrig genug sind, um einen solchen Laden zu ermöglichen, und wo sich die Einwohner mit niedrigem Einkommen zufrieden geben. Alle zentralen Viertel haben einen hohen Gastarbeiteranteil. Die wenigen Ausnahmen (Squares bspw. haben auch keine Läden). In Uccle kann man Kilometer weit laufen, bevor man am Sonntag frisches Hackfleisch für die Spaghettisoße findet.

Ich sehe da keinen Zusammenhang. Nightshops gibt es überall, außer weit draußen.

Zitat von »malte«
Hier in Schaerbeek habe ich in 500m Abstand 6 Schlachter zur Auswahl, den einen besser als den anderen, und spottbillig. Nur Schweinefleisch gibt es am Sonntag nicht.

Alles Halal-Schlachter, na bravo. Hygiene-Skandale gab es schon genug, und spottbillig sollte Fleisch ja wohl wirklich nicht sein.

Zitat von »malte«
Nein, Umfragen zeigen, daß von allen Europäern die Belgier am meisten Angst haben, und die Dutrou-Affäre hat da auch nicht geholfen.

Da sehe ich keinen Zusammenhang. In Brüssel gibt es andere Probleme, massive Sicherheitsprobleme nämlich.

Zitat von »malte«
Das einzige Problem mit den “Hangjongeren”, bei denen es sich um eine andere Altersklasse handelt, als ich hier meine, die es aber in wallonischen Dörfern auch in autochtoner Variante gibt

???

Zitat von »malte«
also das Problem mit den allochtonen Hangjongeren ist, daß hier zu wenig Mädchen auf der Straße sind. Wenn genauso viele Mädchen wir Jungs auf der Straße wären, hätten die Jungs keine Zeit um auf dumme Gedanken zu kommen.

So einfach ist das also? Deswegen muss man schwerkriminell sein?
Hast du dich mal gefragt, warum so wenige weibliche Personen in diesen islamischen Vierteln auf der Straße sind?

DAVID, 7.8.9, 18:13

Zitat von »malte«
Nein, Umfragen zeigen, daß von allen Europäern die Belgier am meisten Angst haben, und die Dutroux-Affäre hat da auch nicht geholfen.

Zitat von »luci«
Da sehe ich keinen Zusammenhang. In Brüssel gibt es andere Probleme, massive Sicherheitsprobleme nämlich.

In Brüssel gibt es kaum belgische Familien, Brüssel ist, was Belgier anbelangt, eine Single-Stadt. Familien wohnen am Stadtrand und vor allem in Vororten… dazu haben die Zustände beigetragen.

MALTE, 7.8.9, 19:37: verwundert
@Luci und David:

Aber hallo! Was habe ich den da angestochen? Ich dachte das hier wäre ein Forum von Leuten, die Brüssel gerne mögen? Wo kommen denn diese Hassideen her? Wie kann man eine Stadt mit 50% ausländischstämmigen Einwohnern mögen, diese aber nicht mögen?

Hangjongeren sind doch nicht per se Kriminelle, schon gar nicht Schwerkriminelle? Alle Gesellschaften der Geschichte hatten Probleme mit unverheirateten jungen Männern, das war schon immer so. In den ärmeren Vierteln von Brüssel ist nun zufällig ein großer Teil davon ausländischer Herkunft. Mit der übergroßen Mehrheit davon gibt es überhaupt keine Probleme.

Warum keine Mädchen auf der Straße sind? Weil die meisten türkischen und marrokkanischen Familien ihre Mädchen anders erziehen als ihre Jungens, so wie das früher auch in den Niederlanden oder Italien üblich war, die Mädchen nämlich zu Hause einzusperren und die Jungs auf die Straße zu schicken.

Natürlich gibt es belgische Familien in der Stadt, jeden morgen begegnet mir ein ganzer Haufen, in meiner Straße gibt es auch mehrere. Natürlich ziehen Großstädte Singles an, das ist anderswo auch so, Brüssel ist mit 60% Einpersonenhaushalten (Witwen inbegriffen) auch nicht anders als deutsche Großstädte. Welche “Zustände” sollen “dazu beigetragen” haben, daß Familien am Stadtrand wohnen? Das Auto und amerikanische Suburb-Vorbilder haben dazu beigetragen, daß überall in Europa Familien an die Stadtränder zogen, nur die sind so mit sich beschäftigt, daß sie keine Zeit haben, das Fehlen eines öffentlichen Lebens zu betrauern, das Singles davon abhält an den Stadtrand zu ziehen. Ich habe nicht den Eindruck, daß hier weniger Familien in der Stadt wohnen als in Frankfurt oder anderen deutschen Städten – hat jemand Vergleichszahlen? In meinem Viertel gibt es viele belgische Kinder, nur auf der Straße sieht man die nicht. Da sieht man nur albanische, türkische, marrokkanische, kosovarische, mazedonische und deutsche…

Wieso “???” – wer kennt keine Halbstarken-Banden, die irgendwo auf der Straße rumhängen und mit ihren Mofas die Luft verpesten? Die gibt es auch in Deutschland, und auch bei meinem Schwager auf dem Dorf in Wallonisch-Brabant.

Es ist purer Rassismus, zu behaupten, marrokkanische Schlachter seien unhygienischer als andere. Unerhört.

Was ist gegen günstige Lebensmittel zu sagen? Bei gleicher oder besserer Qualität kaufe ich doch die günstigere Ware?

In den “besseren Vierteln” muß man auch für einen Nightshop schon lange laufen. Ich meine aber nicht nur die. Hier sind Supermärkte am Sonntag auf, Schlachter, Bäcker, Lebensmittelläden…

also bitte, een beetje fatsoen a.u.b.

HEIKE, 7.8.9, 19:55

Danke Malte. Du sprichst mir aus der Seele. Ich habe ähnliches hier auch schon ausgedrückt (nichts so ausführlich begründet aber doch mit der gleichen Aussage). Wie gut, dass nun noch jemand diese Meinung vertritt. Heike

DAVIDHeute, 20:29

Zitat von »malte«
Ich dachte das hier wäre ein Forum von Leuten, die Brüssel gerne mögen?

Und deshalb muss man arge Probleme unter den Tisch kehren oder schönreden?

Zitat von »malte«
Wo kommen denn diese Hassideen her?

Was für Hassideen?

Zitat von »malte«
Wie kann man eine Stadt mit 50% ausländischstämmigen Einwohnern mögen, diese aber nicht mögen?

Hier hat noch niemand etwas gegen Ausländer geäußert, allerdings wird schonmal Kritik an Zuständen im islamischen Kontext laut. Das ist in einer Stadt wie Brüssel wohl nicht zu vermeiden.

Zitat von »malte«
Natürlich ziehen Großstädte Singles an, das ist anderswo auch so, Brüssel ist mit 60% Einpersonenhaushalten (Witwen inbegriffen) auch nicht anders als deutsche Großstädte. Welche “Zustände” sollen “dazu beigetragen” haben, daß Familien am Stadtrand wohnen? Das Auto und amerikanische Suburb-Vorbilder haben dazu beigetragen, daß überall in Europa Familien an die Stadtränder zogen, nur die sind so mit sich beschäftigt, daß sie keine Zeit haben, das Fehlen eines öffentlichen Lebens zu betrauern, das Singles davon abhält an den Stadtrand zu ziehen. Ich habe nicht den Eindruck, daß hier weniger Familien in der Stadt wohnen als in Frankfurt oder anderen deutschen Städten – hat jemand Vergleichszahlen?

Es gibt seit einigen Jahren Massenauswanderungen von Leuten, die die Kriminalität und Islamisierung nicht mehr ertragen.

Zitat von »malte«
In meinem Viertel gibt es viele belgische Kinder, nur auf der Straße sieht man die nicht. Da sieht man nur albanische, türkische, marrokkanische, kosovarische, mazedonische und deutsche…

Eben. Warum musstest du noch “deutsche” anhängen? Die wohnen fast ausschließlich im Osten, aus o.g. Gründen.

Zitat von »malte«
Es ist purer Rassismus, zu behaupten, marrokkanische Schlachter seien unhygienischer als andere. Unerhört.

Das wurde nicht behauptet. Halal bedeutet geschächtet – Halsschnitt bei vollem Bewusstsein.
Übermäßig häufige Skandale sind dagegen Realität. Ich finde dieses Kommentar unerhört.

MALTE, 7.8.9, 21:07

Danke Heike für Deine Unterstützung. Habe daraufhin mal Deine Beiträge gesucht, und bin ziemlich geschockt von dem was hier verbraten wird.

Zitat von »David«
Hier hat noch niemand etwas gegen Ausländer geäußert

Ich habe hier eine ganze Rubrik dafür entdeckt: “Schwierige Themen”, nur für Mitglieder zugänglich, weil das Zentrum für Rassismusbekämpfung eingreifen könnte, wenn es öffentlich wäre. Dégoutant. Wieso überhaupt “schwierig”? Für Euch ist doch alles ganz einfach, den Kommentaren nach zu schließen. Ich wußte gar nicht das “schwierige Themen” bedeutet “Themen, über die wir uns nur versteckt äußern dürfen, weil uns sonst die Fakten um die Ohren gehauen werden.”

Zitat von »David«
allerdings wird schonmal Kritik an Zuständen im islamischen Kontext laut. Das ist in einer Stadt wie Brüssel wohl nicht zu vermeiden.

Sag ich doch: ausländerfeindliche Hetze.

Zitat von »David«
Was für Hassideen?

Deine. und die von Luci und die von Email23 beispielsweise.

Unglaublich. Wir sind hier genauso, bzw noch viel mehr Ausländer als die und dann die Leute so beschimpfen.

Zitat von »David«
Es gibt seit einigen Jahren Massenauswanderungen von Leuten, die die Kriminalität und Islamisierung nicht mehr ertragen.

So’n Stuß. Quatsch mit Soße. Oder sollte das der Grund sein, warum VB und FN bei den letzten Wahlen so abgeschifft sind? Du beziehst Deine Informationen wohl aus VB-Propaganda?

Zitat von »David«
Eben. Warum musstest du noch “deutsche” anhängen? Die wohnen fast ausschließlich im Osten, aus o.g. Gründen.

Ich habe deutsche angehängt, weil meine eigenen dabei sind, mit Verlaub. Die größte DeutschenKONZENTRATION ist in Kraainem, Wezembeek-Oppem (5%) sowie Tervuren und Woluwe-St.Pierre (3%). Das sind aber bevölkerungsschwache Gemeinden. Die größte ANZAHL Deutscher wohnt in Brüssel-Stadt und Ixelles, nicht im Osten. Noch so ein Vorurteil. Wäre nett, wenn man sich zuerst informieren würde, bevor man loslegt mit Schreiben. In Schaerbeek sind wir übrigens ca. 700 (ohne die vielen Eingebürgerten natürlich)

Zitat von »David«
Das wurde nicht behauptet. Halal bedeutet geschächtet – Halsschnitt bei vollem Bewusstsein. Übermäßig häufige Skandale sind dagegen Realität. Ich finde dieses Kommentar unerhört.

Das in Brüssel verkaufte Halal-Fleisch kommt von den Schlachthöfen in Anderlecht. Die werden regelmäßig auf die Einhaltung der entsprechenden EU-Richtlinien überprüft. Seit 1987 gab es da keine Probleme mehr. Und von 1981-1986 ging es nicht um Halalfleisch. Schächten oder nicht Schächten hat nichts mit Hygiene zu tun, wie von Luci natürlich behauptet wurde, siehe oben, sondern mit Tierschutz und Religionsfreiheit.

Ich habe mich gerade etwas in die “Diskussion” zu den Sans-Papiers durchgelesen. Ich kann den Eindruck nicht loswerden, daß da manch selbsterklärter “Belgien-Fan” sehr deutsch denkt. Von Ausnahmen abgesehen denken – genauer genommen: handeln – Belgier grundsätzlich nicht nach Anleitung von großen Prinzipien, wie “hart bleiben”. Und wenn sie so etws sagen, handeln sie nicht danach. Das ist genau der Haupt-Unterschied zwischen Deutschland und Belgien: Aus Menschlichkeit regularisieren die Belgier Sans-Papiers und helfen ihnen. Die Belgier haben im Zweiten Weltkrieg die Hälfte der im Land befindlichen Juden gerettet, übrigens obwohl die meisten davon erst wenige Jahre vorher aus Deutschland, Polen etc. als Flüchtlinge hierhergekommen waren. Der Chef des SD in Belgien schrieb nach Berlin: “Die Belgier halten die Juden für Menschen”. Genau. Und das können wir von ihnen lernen. Das war jetzt mein letzter Beitrag von heute, ich habe andere Sachen zu tun, als mich mit Rechtsradikalen rumzuschlagen. Wer will, kann gerne bei mir eine Stadtführung durch St.Josse, Nieder-Schaerbeek, Alt-Molenbeek oder Kureghem buchen, mache ich oft und gerne :-).

PS: Die Beginenhofkirche wurde oft und lange besetzt, weil der Pastor und die Kirchfabrik sie dazu eingeladen haben, wie viele andere Kirchen in Belgien, die man nicht so häufig im Fernsehen sieht, beispielsweise St. Suzanne in Schaerbeek. Das eine Mal, das Besetzer ohne Absprache in die Beginenhofkirche gegangen sind, wurden sie hinausgeworfen. Und nach Urin stinkt es nicht in der Kirche, die Stadt hatte Toiletten neben die Kirche gestellt. In der Kirche stank es nach Schweiß usw., weil die Leute sich nirgends waschen können und Kirchen nicht gut durchlüftet werden können. Aber jetzt bringe ich wieder Fakten, und das interessiert ja doch niemanden hier.

Tschüß!

Administrator, 7.8.9, 21:20

Der Thread ist vorläufig geschlossen.
Der Account von malte ist wegen schweren Verstößen gegen die Forenregeln gelöscht.

Und dann ging es weiter:

Der Beitrag »Döner ist lecker!« von »malte« (Heute, 15:13) wurde vom Benutzer »Administrator« gelöscht (Heute, 22:19).

Der Beitrag von »David« (Heute, 15:16) wurde vom Benutzer »Administrator« gelöscht (Heute, 22:19).

Der Beitrag von »malte« (Heute, 17:27) wurde vom Benutzer »Administrator« gelöscht (Heute, 22:19).

Der Beitrag von »luci« (Heute, 17:58) wurde vom Benutzer »Administrator« gelöscht (Heute, 22:19).

Der Beitrag von »David« (Heute, 18:13) wurde vom Benutzer »Administrator« gelöscht (Heute, 22:19).

Der Beitrag »verwundert« von »malte« (Heute, 19:37) wurde vom Benutzer »Administrator« gelöscht (Heute, 22:19).

Der Beitrag von »Heike« (Heute, 19:55) wurde vom Benutzer »Administrator« gelöscht (Heute, 22:19).

Der Beitrag von »David« (Heute, 20:29) wurde vom Benutzer »Administrator« gelöscht (Heute, 22:19).
Der Beitrag »letzter kommentar für heute« von »malte« (Heute, 21:07) wurde vom Benutzer »Administrator« gelöscht (Heute, 22:19).

Und dann hat man auch meine anderen Beiträge gelöscht, den in dem ich auf die Frage, wo man denn deutschsprachige Stadtführungen finden könne in Brüssel meine eigenen anbot, den, in dem ich auf mein Seminar aufmerksam machte, den in dem ich zustimmte, daß die neuen Regeln von ebay belgien inakzeptabel sind… Kurz: Ich existiere nicht mehr :-)

Jetzt wißt Ihr also, was von dem Internetforum zu halten ist…

07/08/2009 (22:52) Schlagworte: DE,Notizbuch ::
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